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Mediation in der Schule

Mediation in der Schule

Mediation bedeutet Vermittlung. In der Schullandschaft hat sich für die Mediation der Begriff "Streitschlichtung" etabliert. In Berlin existiert auch der Begriff "Konfliktlotsen". Als Methode der gewaltfreien Konfliktbearbeitung strebt sie die Lösung eines Konfliktes mit Hilfe eines unparteiischen Mediators oder Streitschlichters an. Dabei wird die Konfliktlösung nicht vom Streitschlichter vorgegeben. Zwei oder mehr Schülerinnen bzw. Schüler, die im Konflikt stehen, erarbeiten sich mit Unterstützung des Streitschlichters eine für sie akzeptable Lösung. Das Konfliktklärungsgespräch ist für die Kontrahenten (möglichst) freiwillig und verläuft nach einem definierten Ablauf. Die Konfliktlösung wird vertraglich durch eine Vereinbarung geregelt und nach einem mehrwöchigen Zeitraum auf Einhaltung überprüft.

Bedingungen für das Gelingen einer Mediation an einer Schule sind, dass

  • eine wertschätzende Schulkultur besteht
  • ein bis zwei besonders qualifizierte Kolleginnen/ Kollegen die Streitschlichter der Schule coachen,
  • ein Raum für die Gespräche eingerichtet ist und
  • die Klärungsgespräche auch während der Unterrichtszeit geführt werden können.

Ausbildungsgang für Lehrkräfte in Berlin

Lehrkräfte in Berlin können sich im Rahmen der regionalen Fortbildung für die Grund-, Trainings-, Coaching- und Intensivkurse anmelden. Diese werden jeweils zu Beginn des neuen Schuljahres in der Datenbank für die regionale Fortbildung in Berlin veröffentlicht. Der Stundenumfang der Ausbildung beträgt insgesamt 90 Stunden und kann mit dem Zertifikat "Schulmediator/in nach dem Berliner Konfliktlotsenmodell" abgeschlossen werden.

Die Standards und Inhalte der Ausbildung orientieren sich an den Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbands Mediation.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM