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Filme

Wir möchten Ihnen für die pädagogische Arbeit einige TV-Beiträge (Internet),
Spielfilme (DVD und Kino) sowie Dokumentationen empfehlen.

 

Auf Wikipedia gibt es eine Übersicht mit Filmen zu Homosexualität und Geschlechtsidentität.

 

 

Dokumentationen

 

Kurzfilme mit dem Schwerpunktthema pädagogische Arbeit im Bereich Kindertagesbetreuung, Jugendarbeit und Jugendhilfe sowie Schule
(Herausgeber Bildungsinitiative QUEERFORMAT im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie):
Vielfalt fördern - von klein auf (6'30'', 2012): Ein Kitaleiter, eine Mutter aus einer Regenbogenfamilie und eine Fortbildungsexpertin zum Thema vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung berichten in Interviews, worauf es bei der Förderung von Vielfalt in der frühkindlichen Bidlung ankommt.
Vielfalt stärken und schützen (7', 2012): Ein 20jähriger Transmann, eine Pädagogin aus der Arbeit in Jugendfreizeiteinrichtungen und die Jugendhilfeplanerin eines Berliner Jugendamts berichten in Interviews, wie Vielfalt in der Arbeit mit Jugendlichen gestärkt und geschützt werden kann.

Beide Filme entstanden im November 2012 im Rahmen der parlamentarischen Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" (ISV) des Abgeordnetenhauses von Berlin. Die Initiative zielt insbesondere in den Bereichen Schule und Jugendhilfe darauf ab, Diskriminierungen, Mobbing und Gewalt im Hinblick auf Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intergeschlechtlichen Personen wahrzunehmen, abzubauen und präventiv zu verhindern.
Vielfalt leben. Gemeinsam!
(5'30'', 2010): Darin berichten eine lesbische Lehrerin, ein schwuler Schüler und der Leiter einer Berliner Grundschule, wie sie sich eine wertschätzende Schule der Vielfalt vorstellen.

Audre Lorde - Die Berliner Jahre 1984-1992
Regisseurin: Dagmar Schultz; Produzent: Salzgeber & Co. Medien GmbH
Auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod ist der Einfluss der Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde auf die afrikanisch-amerikanischen, feministischen und queeren Bewegungen außerordentlich lebendig. Ein wenig beachtetes Kapitel sind dabei ihre Berliner Jahre von 1984 bis 1992, in denen Lorde Afro-deutschen zu mehr Selbstbewusstsein verhalf und die sozialen Veränderungen in der Stadt kommentierte, die von Mauerfall und Wiedervereinigung geprägt waren. Weiße Deutsche forderte sie dazu heraus, ihre Privilegien zu erkennen und mit Unterschiedlichkeiten konstruktiv umzugehen.
Mehr Infos zum Film auf der Homepage Audre Lorde - The Berlin years
DVD im Handel erhältlich.

 

Klänge des Verschweigens
Regisseur: Klaus Stanjek;
Mit detektivischer Konsequenz untersucht Regisseur Klaus Stanjek die Geschichte seines Onkels, des Musikers Willy Heckmann, der wegen seiner Homosexualität mehrere Jahre im KZ Mauthausen verbrachte. Insgesamt 10 Jahre dauerten die Recherchen und die Herstellung des Films, einer der wenigen Dokumentarfilme, die das Thema der Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus aufgreifen.

Mehr Infos auf der Homepage Klänge des Verschweigens

 

Serie über lesbische Migrantinnen in Europa:
Zu Bestellen über LesMigraS – Lesbische Migrantinnen und Schwarze Lesben

Aliens: we’ve come for your children, Berlin 2004. Dokumentarfilm über die Situation von lesbischen Migrantinnen in Deutschland.
Lucioles, Marseilles 2004. Dokumentarfilm über die Situation von lesbischen Migrantinnen in Frankreich.
Stay, geh! Wien 2004. Dokumentarfilm über die Situation von lesbischen Migrantinnen in Österreich

 

S/he Berlin. Der etwa 20–minütige türkischsprachige Dokumentarfilm von Rida Kıraşı und Pınar Taşkın (mit englischen Untertiteln) präsentiert lesbische, schwule und transsexuelle türkeistämmige Berliner_innen und bietet einen frontalen Einstieg in die Thematik.
Ausleihbar bei GLADT e.V.

 

Out of İstanbul. Der deutschsprachige Dokumentarfilm präsentiert sehr facettenreich Lesben, Schwule und Trans*-Leute aus İstanbul und lesbische Migrantinnen und schwule Migranten in Europa. Er lässt sich gut mit Jugendlichen, aber auch mit Eltern einsetzen.
Ausleihbar bei GLADT e.V.

 

Paragraph 175 – UK, DE, USA, 2000, 80 Minuten, FSK 16, empfohlen ab Klasse 10

Etwa 100.000 Homosexuelle sind während der NS-Herrschaft in Deutschland inhaftiert und gefoltert worden. Zu Tausenden wurden Schwule und Lesbe n in deutschen Konzentrationslagern ermordet worden. Dieser Dokumentarfilm zeichnet das Schicksal der Homosexuellen im Dritten Reich nach – einer lang vergessenen Opfergruppe. Zeitzeugen der Gräueltaten der Nazis stellen sich vor der Kamera ihrem Schmerz. Oft bitter, aber auch voller Ironie und Humor erzählen sie ihre Lebensgeschichten der Nichtanerkennung und des Willens zum Überleben.

 

Lori & Cathy Get Married - USA, 2005, 18 Minuten, engl.

"Lori & Cathy Get Married is a warm, funny, joyous look at gay marriage in San Francisco. Going inside San Francisco City Hall during the historic days of February, 2004, this film follows a lesbian couple through the marriage process and to their beautiful wedding reception with friends and family in Napa, California." Source

 

 

 

TV-Beiträge / Internet

 

--- mit freundlichem Dank an Kommunikation und Bildung (KomBi)

 

Stimmen aus der Politik:


Rede des amerikanischen Präsidenten Barack Obama zur Amtseinführung
Nach seiner Wiederwahl würdigte Präsident Obama am 21. Januar 2013 in Washington in seiner Rede zur Amtseinführung Stonewall-AktivistInnen und forderte die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Die entscheidenden Stellen bei:
Minute 13'30'': Stonewall als historisches Ereignis der Bürgerrechtsbewegung der USA
Minute 14:30': Forderung nach rechtlicher Gleichstellung von Schwulen und Lesben

 

Rede der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen am 6. Dezember 2011.
Nach der ersten Resolution des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen vom 17.06.2011 zur weltweiten Lage von LGBTI-Personen, in der die Kriminalisierung und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität verurteilt wurde, hat die amerikansiche Außenministerin Hillary Clinton vor diesem Gremium in Genf eine bewegende Rede gehalten. Darin warb sie um die Anerkennung und Garantierung der Menschenrechte überall und forderte zu gemeinsamen Handeln auf. Sie nahm dabei nicht nur die Entwicklung in verschiedenen Ländern kritisch in den Blick, sondern auch die in den Vereinigten Staaten und sprach die Ratsmitglieder auch auf sehr persönliche Weise an. Die Rede ist hier dokumentiert (Text und Videodokumentation).

 

Plenarsitzung des Deutschen Bundestages zu den Grundrechten vin intersexuellen Menschen am 24. November 2011
Erstmals hat der Deutsche Bundestag über die Grundrechte von intersexuellen Menschen in Deutschland gesprochen.
Dabei wurden die gängigen Operationspraktiken kritisch hinterfragt, Änderungen des Personenstandsrechts angemahnt und die Frage nach Entschädigungen gestellt. Eine sehr sehenwerte Videodokumentation dieses Teils der 143. Sitzung vom 24.11.2011.

 

 

Fernsehreportagen und Dokumentationen:

 

LesBiSchwul*

 

Ich bin schwul. Reportage KIKA 2011
Phil aus Hamburg und Miles aus Berlin sind schwul. Fast alle wissen es, denn die beiden gehen sehr selbstbewusst  mit ihrer Sexualität um. Schon mit 12 wusste Phil, dass er schwul ist. Mittlerweile wissen es fast alle Schulkameraden und auch die Eltern. Nur seinen Großeltern hat er es noch nicht erzählt. Auf seiner Konfirmationsfeier will Phil ihnen endlich die Wahrheit sagen. Miles ist 16 Jahre alt. Seine große Leidenschaft sind die Auftritte mit seinen Cheerleadern. Aber seine Eltern finden den Sport viel zu gefährlich. Nach einer längeren Pause kämpft Miles darum, weiter zu machen und vor großem Publikum seine Stunts präsentieren. Momentan nicht online verfügbar.

 

Schwule Sau. Der neue Hass auf Homosexuelle
Sendung aus der Reihe die story des WDR 2010.

die story begleitet Jugendliche zurück zu ihren ersten Erfahrungen mit Schwulenhass, in ihre Heimatorte, die Kirche und vor allem die Schule und erlebt vor laufender Kamera neue Angriffe und Beschimpfungen. ZahlreicheAuszeichnungen und Preise. Momentan nicht online verfügbar.

 

Coming Out - "Das sucht man sich ja nicht aus". SPIEGEL-TV Reportage (2009)
Coming out:

Lisa, 18 Jahre
Kathi und Sarah, ein lesbisches Paar aus Berlin
Der schwule Polizist Stefan und Partner Heiko

Marcus Urban, schwuler Fußballspieler

Regenbogenfamilien:
Schwule Väter in Rheinland Pfalz
Lesbische Mütter mit schwulen Vätern in Hamburg

 

"Das ist doch voll schwul!" Jugendliche und ihr Coming-Out. Film von Sabrina Dittus. ZDF
Etwa jeder fünfte bis zehnte Jugendliche ist lesbisch oder schwul. Das Coming-Out erfahren viele Jugendliche als langes Versteckspiel. Die jüngste verfügbare Studie attestiert den 12-25 jährigen homosexuellen Jugendlichen ein vier-siebenfach erhöhtes Suizidrisiko im Vergleich zu ihren heterosexuellen Altersgenossen. Die Lehrergewerkschaft GEW sagt, dass "schwul" oder "Schwuchtel" heute die häufigsten Schimpfwörter auf dem Schulhof sind. Der Film von Sabrina Dittus begleitet Sinan, Franky und Marcus auf ihrem schweren Weg zum Coming-out.
Ebenfalls auf youtube

 

 

Trans*/Inter*

Mädchenseele (ab 8 Jahren) Der Dokumentarfilm (ca. 36min) porträtiert das Leben des 7-jährigen Trans*kindes Nori und ihrer Mutter Josephin. Das Porträt zeigt die Entschlossenheit eines Kindes, die selbstgewählte Geschlechtsidentität zu leben und den Weg einer Mutter, diese Entscheidung zu akzeptieren und zu unterstützen. Mit passendem Unterrichtsmaterial und Handreichungen

Musikvideo der Gruppe HollySiz; Der Clip zu dem Song "The Light" zeigt einen Jungen, der gegen die gesellschaftliche Norm verstößt, indem er mit stereotypischem "Mädchen"-Spielzeug spielt und Kleider trägt. Beobachtungsbögen zu den einzelnen Figuren des Musikvideos gibt es zum Download in diesem Unterrichtsmaterial ab S. 14.

 

Junge im Mädchenkörper - Der harte Weg eines 12-Jährigen
Reportage über den 12-jährigen Schüler Charly aus Niedersachsen, der als Mädchen geboren wurde, sich aber seit seinem fünften Lebensjahr als Junge identifiziert. Charly hat sich in seiner Grundschulklasse als trans* geoutet, lebt auch im Gymnasium offen trans* und macht derzeit eine Hormontherapie.

 

Geboren im falschen Körper - Wenn Söhne zu Töchtern werden. Stern TV (2011)
Reportage über die 14-jährige Schülerin Kim Christiansen, die Fitnesstrainerin Christina Bauer und Sporttrainer Balian Buschbaum, die von ihrem Alltag und dem Suchen und Finden der eigenen Identität berichten.

 

Transsexualität (Quarks & Co, 6.12.2011)

Balian Buschbaum spielte lange für die falsche Mannschaft: Er wurde als Yvonne geboren und gehörte zu den besten Stabhochspringerinnen der Welt - seit August 2008 ist er ein Mann - innen und außen; im Gespräch mit Ranga Yogeshwar erzählt der 31-Jährige, wie er der werden konnte, der er im Inneren immer schon war.
© WDR VideoPodcast

 

Im falschen Körper geboren (Spiegel-Online 2011)

Marco ist transsexuell. Seine Seele: Ein Junge. Sein Körper: ein Mädchen. Vor 15 Jahren ist er als Denise zur Welt gekommen. Ein Kind mit Kleidern und langen Haaren. Doch schon früh wusste Marco, dass sein Körper und sein gefühltes Geschlecht nicht zusammenpassen.


Im falschen Körper geboren! "Endlich Ich: Der richtige Körper für mein Leben"  
SPIEGEL-TV (2010)

Porträt des 15jährigen Transjungen Leo mit seiner Familie und der 
59jährigen Transfrau Romy. 

 

Mama Lukas oder Papa Nadine ? Transexualität und Familie. frauTV WDR Köln; 8.03.2012 (Bericht zum 101. Weltfrauentag)
Lukas war nicht immer ein Mann. Er entschied sich zur Geschlechtsumwandlung, nachdem er seine Tochter bekommen hatte.
Die Dokumentation beschreibt die Probleme und den Alltag einer Familie mit transsexuellem Vater. 

 

37 Grad - Ein Junge namens Nina. Jugendliche im falschen Körper (ZDF 2004)
Auch zu finden auf youtube:
Teil 1 
Teil 2

 

Tabu Intersexualität - Menschen zwischen den Geschlechtern ARTE (2010)

Xenius - Intersexualität ARTE (2010)
Kurzform des zuvor gennannten ARTE-Beitrags, bietet z.B. die Geschichte von Andrea und Nico, den Eltern von Inge, zusammenhängend geschnitten, ab 20.42.

 

 

Mobbing/Bullying*

 

 

 

I am ME!
Video-Projekt der Pink Alliance in Hongkong zum Thema Bullying an Schulen aufgrund sexueller Orientierung.

 

 

Stand Up! - Don't Stand for Homophobic Bullying

Englischsprachiger Kurzfilm zum Thema Mobbing/Bullying der Organisation BeLonG To. Weitere Videos auf dem YouTube-Channel von BeLonG To

 

 

 

  

Spielfilme (DVD und Kino)

 

--- mit freundlichem Dank an ABqueer, KomBi, GLadT

 

Aimée & Jaguar
Deutschland, 1999, 121 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 9

Der Film beruht auf einer wahren Liebesgeschichte zweier Frauen zur Zeit des Nationalsozialismus. Felice Schragenheim ist eine jüdische Frau, die einen falschen Namen annimmt und einer Untergrundorganisation angehört. Lilly Wust ist eine verheiratete Mutter von vier Kindern, die in ihrer Ehe mit einem zur Wehrmacht eingezogenen Bankangestellten unglücklich ist. Felice übernimmt die Initiative in der Liebesbeziehung zu Lilly. Lilly ist fasziniert von der Stärke und Weltoffenheit Felices und verliebt sich in sie. Ein schöner Film über eine tragisch, traurige Liebesgeschichte.

 

Beautiful Thing

GB, 1996, 90 min, FSK 12, empfohlen ab Kasse 9
Der 15-jährige Jamie lebt bei seiner Mutter in einem Wohnsilo irgendwo in London. Ihr Verhältnis ist gespannt. Jamies ewige Trauermiene nervt die resolute Mom. Kein Wort ist aus dem Jungen rauszukriegen, zu nichts hat er Lust. Jamie will eben einfach nur seine Ruhe haben. Das unbekannte Prickeln, das neuerdings in seinem Körper tobt, macht ihn schon hilflos genug. Doch dann passiert etwas Außergewöhnliches: Auf der Flucht vor seinem sadistischen Vater kriecht der Nachbarsjunge Ste bei den beiden unter. Und die Jungs müssen plötzlich das Bett miteinander teilen... Eine herrlich verzwickte Situation für die zwei noch so unbeholfenen Youngsters. Erste verstohlene Blicke im Badezimmer, zärtliche Berührungen, das Ertasten all der aufregenden Geheimnisse, die aus dem Schutz der Dunkelheit schamhaft hervorluken. Tausend Wagnisse, die es plötzlich zu bestehen gibt. Und dann das überwältigende Gefühl der ersten Liebe. Eine herzergreifende Romanze zweier sich ineinander verliebender Jungs.

 

Billy Elliot- I will dance

Großbritannien, 2000, 110 min, FSK 6, empfohlen ab Kasse 5
Wille zur Selbstbehauptung und Durchsetzungskraft sind die Eigenschaften, die nach Auffassung des Witwers Elliot in der rauen politischen Wirklichkeit der nordenglischen Bergarbeiterstreiks in den achtziger Jahren zum Erfolg verhelfen. Deshalb schickt er seinen 14-jährigen Sohn Billy trotz erheblicher finanzieller Schwierigkeiten in den Boxunterricht, während er und sein ältester Sohn Tony gegen die Schließung der örtlichen Kohleminen kämpfen. Billys offensichtliche musische Begabung unterdrückt er nach besten Kräften. Dieser gerät jedoch zufällig in eine Ballettstunde, fängt Feuer und arbeitet – auch nachdem er vom Vater entdeckt und bestraft wird – leise und beharrlich an seiner Tanztechnik und schafft es schließlich, seinen Vater zu überzeugen. Ein sensibler Film über die Suche nach der eigenen Identität, gesellschaftliche Tabus und familiäre Rollenzuweisungen, über das Erwachsenwerden, Freundschaft und Außenseiter.

 

Boys don’t Cry. The Brandon Teena Story.

USA, 1999, 114 min, FSK ab 16, empfohlen ab Klasse 10
Brandon Teena, ein junger Transsexueller, geboren als Teena Renae Brandon, ist äußerlich eine junge Frau. Seinem Geschlechts- und Körperempfinden als Mann folgend, kleidet er sich männlich, um die gefühlte Identität auszuleben. Unter männlichem Namen verlässt er seinen Heimatort, um in der US-amerikanischen Provinz ein neues Leben zu beginnen. In einem kleinen Ort freundet er sich mit einer jugendlichen Clique an, John, Tom, Candace, Kate und Lana. Bald darauf ist er in der Clique akzeptiert und verliebt sich in Lana. Jedoch bewahrt er seine Transidentität für sich. Als sein körperliches Geschlecht bekannt wird, endet die Freundschaft zunächst in Beleidigungen, denen bald die Vergewaltigung Brandons und letztendlich seine Ermordung folgen.
Unterrichtsvorschläge zum Film

 

Brokeback Mountain

USA, 2005, 129 Minuten, FSK ab 12, empfohlen ab Klasse 8
Eine Liebe gegen alle Widerstände. Eine Liebe, die ihren Namen nicht zu nennen wagt. Ergreifende, epische Liebesgeschichte aus dem Herzen Amerikas. Wyoming 1963. Der Rancher Ennis del Mar und der Rodeoreiter Jack Twist werden auf Brokeback Mountain angeheuert, den Sommer über eine Herde Schafe vor Wilderern und Raubtieren zu schützen. In der harten und rauen Einsamkeit der Berge entwickelt sich zwischen den beiden bald mehr als bloße Kameradschaft - sie verlieben sich ineinander. Angesichts der engstirnigen Moralvorstellungen in der konservativen US-Provinz bleiben ihnen nur getrennte Wege. Die Cowboys heiraten, gründen Familien - und kommen doch nicht voneinander los. Nur heimlich können sie über die Jahre bei ihren seltenen Treffen in der Wildnis ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Bis Jack einen letzten verzweifelten Versuch unternimmt fr ihre Zukunft zu kämpfen...

 

But I’m a Cheerleader

USA, 1999, 85 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 9
Megan ist ein typisches All-American-Girl. Sie ist begeisterte Cheerleaderin und seit zwei Jahren mit ihrem Freund zusammen, dessen Kußkünste allerdings etwas zu wünschen übrig lassen. Weil sie nach Ansicht ihrer Freunde und Familie jedoch etwas zu viel Körperkontakt mit ihren Cheerleader-Freundinnen und zudem Bilder von Frauen in ihrem Spind hat, wird sie in ein Umerziehungslager für Homosexuelle geschickt, die dort wieder "normal" werden sollen. Dort trifft sie Graham verliebt sich in sie. Ein Film über das Coming-out eines Teenagers, über Klischees und Stereotype, die so ironisch überspitzt werden, dass sie nur noch zum Lachen sind. Ein humorvoller, knallig-bunter Film.

 

Die wilden Hühner und die Liebe

Deutschland, 2007, 108 min, FSK 6, empfohlen ab Klasse 5
Die Mädchenbande „Wilde Hühner“ bestehen Abenteuer und erleben die Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe. Es geht um Romantik, Eifersucht und Trennung. Wilma ist in ein anderes Mädchen verliebt, Leonie, was in der Bande und in der Schule für Konflikte sorgt. Die Schulaufführung von Shakespears Ein Sommernachtstraum sowie die bevorstehende Party bei der Jungenbande halten alle noch zusätzlich auf Trab. Auch Trennung der Eltern und der Umgang der Kinder mit deren neuen Lebenspartnern werden zum Thema gemacht.

Evet, ich will!
Deutschland, 2008, 94 min, FSK 0
Rund um ein Berliner Hochhaus führt EVET, ICH WILL fünf höchst unterschiedliche Paare zusammen - darunter auch ein Männerpaar: Der hübsche KFZ-Mechaniker Emrah will heiraten. Sein Auserwählte ist ein deutscher Mann. Er hat keine Idee, wie er dies seiner Familie beibringen soll, die grade seine Hochzeit mit einem türkischen Mädchen plant. Bis sein Freund Tim ihm kurzerhand selbst einen Heiratsantrag macht und beginnt, "aktiive Coming-Out-Hilfe" zu leisten.

Fremde Haut

Deutschland/Österreich, 2005, 97 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 10
Sie ist jung, sie ist schön, sie ist intelligent. Und sie liebt Frauen. Dafür droht der Dolmetscherin Fariba (Jasmin Tabatabai) in ihrem Heimatland Iran die Todesstrafe. Nachdem ihr lesbisches Verhältnis von unerbittlichen Sittenwächtern entdeckt wurde, flieht sie nach Deutschland. Nach Ablehnung ihres Asylantrages am Flughafen Frankfurt droht ihr die Abschiebung. Der Selbstmord eines iranischen Mitinsassen (Navid Akhavan) eröffnet ihr einen Ausweg aus der verzweifelten Situation: Fariba nimmt seine Identität an und erhält als Siamak Mustafai eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung in der schwäbischen Provinz. Die kultivierte Großstädterin in fremder Haut landet in einem kleinen Kaff. Sie kennt Deutschland aus der Literatur - auf Sielmingen ist sie nicht vorbereitet. Ein Film über Lesbischsein, Rollenbilder und Migration.

 

Kick it like Beckham

USA, 2003, 107 Minuten, FSK ab 6, empfohlen ab Klasse 4
Wer sagt, dass Frauenfußball öde ist? Ganz im Gegenteil! Jess ist 18 Jahre alt und ein ganz gewöhnlicher Teenager. Sie spielt einfach nur gerne Fußball und steht auf David Beckham. Allerdings sind ihre Eltern orthodoxe Sikhs und haben ein Problem mit kurzen Hosen und ihrer stürmischen Tochter. Über ihre neue Freundin Jules tritt Jess heimlich einer Frauenmannschaft bei. Zu dem geheimen Sport kommt eine geheime Liebe und jedes Geheimnis fliegt irgendwann auf!

Englischsprachiges Schulmaterial für den Englischunterricht beim Klett-Verlag
Material im Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung

 

Kommt Mausi raus?!

Deutschland, 1995, 88 min, FSK ohne Angabe, empfohlen ab Klasse 9
Die 20-jährige Kati, genannt Mausi, ist auf dem Weg von Hamburg in ihre dörfliche westfälische Heimat, um ihrer Familie von ihrem Lesbisch-Sein zu erzählen. Auf der Fahrt lässt sie die letzten sechs Monate Revue passieren. Sie war nach Hamburg um der dörflichen Enge ihrer Heimat zu entfliehen. Erst hier fand sie die Möglichkeit sich mit ihrer eigenen Sexualität auseinanderzusetzen. Sie hat eine Affäre mit einer Frau und auch die Liebe läßt nicht lange auf sich warten und kommt in Gestalt von Yumiko, die Kati in dem Bioladen, in dem sie arbeitet, kennenlernt.  Ein witziger Film über die Rückkehr an den Ort der Kindheit, die Schwierigkeiten des Coming out gegenüber der Familie, die Erinnerung an das erste Verliebtsein in die Lehrerin, dörfliche Enge und die Liebe zwischen jungen Frauen.

 

Lola & Bilidikid

Deutschland, 1999, 95 min, FSK ab 16, empfohlen ab Klasse 10
Der deutsch- und türkischsprachige Spielfilm von Kutluğ Ataman befasst sich mit (männlicher) Homosexualität und Trans*-Identität in der türkeistämmigen Community in Berlin. Er ist sowohl für ein jugendliches als auch ein erwachsenes Publikum geeignet, um einen frontalen Einstieg ins Thema zu bekommen.

 

Mein Leben in Rosarot

Belgien/F/GB, 1997, 85 min, FSK 6, empfohlen ab Klasse 5
Der siebenjährige Ludovic träumt davon ein Mädchen zu sein. Er trägt gern Kleider, spielt mit Puppen und träumt von der romantischen Hochzeit mit dem Nachbarsjungen und Freund Jérôme. Was für ihn völlig normal scheint, ist es für andere nicht. Seine Familie wird in der Nachbarschaft geschnitten. Die Diskriminierung geht sogar so weit, dass Ludovic gezwungen wird die Schule zu wechseln. Ludovic aber hält ganz stark an seiner gewählten Identität fest, vorbehaltlos und voller Phantasie. Ein poetischer, hoffnungsvoller Film über die Träume und Gefühle eines kleinen Jungen, der eigentlich ein Mädchen ist und über eine Gesellschaft, die ihre Furcht vor der Andersartigkeit und Kommunikationsunfähigkeit durch Ausgrenzung zeigt.

 

Mein wunderbarer Waschsalon

GB, 1985, 94 min, FSK 16, empfohlen ab Klasse 10
Ein geschäftstüchtiger Pakistani macht mit Hilfe seines englischen Liebhabers aus dem heruntergekommenen Waschsalon seines Onkels eine Goldgrube und zieht damit die Aggressionen ausländerfeindlicher Jugendlicher auf sich. Eine bissige Satire auf die britische Gesellschaft der 80er Jahre, ein Statement gegen Homophobie und Rassismus.

 

Milk

USA, 2008, Regie Gus van Sant, 128 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 10
Der Film basiert auf der Biographie von Harvey Milk, einem US-amerikanischen Bürgerrechtler der Schwulen- und Lesbenbewegung, der erste offen Schwule, der in ein öffentliches Amt in Kalifornien gewählt wurde. Auszeichnungen: Oscars 2009: Bester Hauptdarsteller (Sean Penn) und Bestes Original-Drehbuch (Dustin Lance Black).

 

Raus aus Åmål (Originaltitel: Fucking Åmål)

Dänemark/Schweden, 1998, 90 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 9
In der schwedischen Kleinstadt Åmål herrscht große Langeweile, vor allem für Jugendliche. Die 16-jährige Agnes lebt nun schon seit zwei Jahren in dem Ort, aber Freunde hat sie noch keine gefunden. Die zwei Jahre jüngere Elin dagegen stürzt sich von einem Abenteuer ins nächste, aber das gesuchte Glück kann sie bei keinem der Jungs finden. Ihre Eltern organisieren für Agnes eine Geburtstagsparty, aber von den eingeladenen Mitschülern erscheint keiner. Nur Elin und ihre Schwester stehen plötzlich vor der Tür. An diesem Tag kommen Agnes und Elin einander näher und ein erster Kuss bringt die beiden Mädchen durcheinander. Elin will nicht wahrhaben, dass sie sich in ein Mädchen verliebt hat und stürzt sich erst mal in ein weiteres Liebesabenteuer mit einem Jungen, bevor sie sich zu ihren Gefühlen Agnes gegenüber bekennt. Der Film handelt vom Erwachsenwerden, Liebe und Freundschaft. Ein Film über die Höhen und Tiefen eines lesbischen Coming-outs, über Geschlechterstereotype und Homophobie, mit einem wunderschönen Happyend.

 

Romeos
Deutschland, 2011, 94 min, FSK 12
Lukas ist transsexuell. Äußerlich ein Junge, ist er rein biologisch noch eine Frau. Als er sich in Fabio verliebt, wird das zum Problem. „Romeos" ist ein bewegendes Drama über Konflikte und Identitätskrisen, über den Taumel der Gefühle und über wahre Freundschaft.

 

Sascha
Deutschland, 2010, 102 min, FSK 12
Der 19-jährige Serbokroate Sascha ist in seinen dubiosen Klavierlehrer verliebt. Doch das durfte bislang niemand wissen. Denn obwohl Sascha als Immigrant in Köln, einer der schwulenfreundlichsten Städte der Welt, lebt, hat er große Angst vor dem Coming-Out. Derweil setzt seine Mutter ihn unter Druck, sich endlich voll und ganz auf seine Konzertpianisten-Karriere zu konzentrieren, während der schwulenfeindliche Vater bereits die Rückkehr nach Montenegro plant. Zu allem Überfluss scheint sich auch seine beste Freundin in den verwirrten Youngster zu verlieben. Sascha muss Entscheidungen treffen, die sein späteres Leben bestimmen werden...

 

Shahada
Deutschland, 2010, 95 min
Der Epidsodenfilm des Regisseurs Burhan Qurbani handelt von drei jungen Muslimen in Berlin. Während des Fastenmonats geraten alle drei in Lebenskrisen, die ihr bisheriges Werte- und Glaubenssystem auf eine harte Probe stellen. Der Titel spielt auf die erste Säule des Islam, das islamische Glaubensbekenntnis Shahada, an.

 

Sommersturm

Deutschland, 2004, 98 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 9
Tobi und Achim sind seit langem die besten Freunde und zugleich die Hoffnungsträger ihres Ruderclubs. Voller Freude reisen sie in ein Sommercamp, doch während sich zwischen Achim und seiner Freundin Sandra eine immer engere Beziehung entwickelt, fühlt sich Tobi in den Hintergrund gedrängt. Er stellt fest, dass er in seinen besten Freund Achim verliebt ist und nicht in ein Mädchen. Plötzlich taucht anstelle der heiß erwarteten Berliner Mädchengruppe das schwule Ruderteam "Die QueerSchläger" auf. Diese können nicht nur unerwartet gut rudern, sondern sind schnell dabei, mit gängigen Klischees aufzuräumen. Tobi ist überfordert und kann sich nicht auf das Training konzentrieren. So mündet der Abend nicht nur wettertechnisch in einem wahren Sturm... Sommersturm ist eine einfühlsame und authentische Coming-out-Geschichte an der Schwelle zum Erwachsensein.

 

Tomboy
Frankreich, 2011, 82 min, FSK 6, empfohlen ab Klasse 5
"Die 10-jährige Laure (Zoé Heran) ist mit ihrer Familie gerade in die neue Nachbarschaft einer beschaulichen Stadtrandsiedlung gezogen. Als sie zunächst bei der gleichaltrigen Lisa (Jeanne Disson) und dann auch bei den anderen Kindern des Ortes als Junge durchgeht, erhält sie das Bild aufrecht und wird zu Michaël. Forthin versucht sie alles so zu machen, wie es ihre Scheinidentität erfordert, sie spielt Fußball und prügelt sich mit anderen Jungs, doch es kommt der unvermeidliche Tag, an dem Komplikationen auftreten. Laure verliebt sich in Lisa, und verstrickt sich in einem Netz aus Lügen, um ihre zweite Identität geheim zu halten, bis ihr doppeltes Spiel plötzlich auffliegt."
Quelle: www.filmstarts.de

 

Transamerica

USA, 2005, 103 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 10
Bree steht kurz vor ihrer letzten Operation, die sie endlich vom Mann zur Frau machen wird. Da erreicht sie ein Anruf aus einem New Yorker Jugendknast. Es ist Toby, das Ergebnis eines One-Night-Stands, als Bree noch ein Mann war und Stanley hieß. Auf Anraten ihrer Therapeutin reist Bree von der Westküste nach New York, um Toby in Empfang zu nehmen. Er ahnt nicht, dass die Frau sein Vater ist und lässt sich überreden, mit ihr nach Los Angeles zu fahren, wo er im Pornogeschäft Karriere machen will. Ein kurioser Trip beginnt. Ein witziger und berührender Film über eine konservative Transfrau, die Beziehung zu ihrem Sohn, Transphobie und über tiefe Gefühle.

 

Women love Women

USA, 2000, 96 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 10
Der Episodenfilm erzählt die Geschichte dreier lesbischer Paare in unterschiedlichen Dekaden:
1961 - Edith und Abbey leben schon lange zusammen. Als Abbey durch einen tragischen Unfall ums Leben kommt, verliert Edith auch das gemeinsame Haus, da sie gegenüber Abbeys Familie nicht sagen kann, dass sie ein Liebespaar waren.
1972 - Linda und ihre feministischen Freundinnen stehen offen zu ihrer Homosexualität. Als Linda sich in ein burschikoses Mädchen der Arbeiterschicht verliebt, bekommt sie jedoch die Verachtung der anderen zu spüren.
2000 - Fran und Kal sind ein Yuppie-Lesbenpaar im Jahr, das sich ein Kind wünscht.
Der Film beschäftigt sich mit dem Umgang der Gesellschaft mit lesbischen Frauen im Wandel der Zeit.

 

XXY

Argentinien, Frankreich, Spanien 2007. 91 min, FSK 12, empfohlen ab Klasse 10
"Alex ist fünfzehn – und hat ein Geheimnis. Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen. Die Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires an eine einsame Küste gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Eines Tages kommt ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch. Könnte, sollte man vielleicht?
Dabei möchte Alex doch nur den Dingen ihren Lauf lassen. Da kommt ihr Alvaro gerade recht, der sechzehnjährige Sohn der Gäste. Ein Kandidat für das erste Mal? Alvaro ist überrumpelt - und fasziniert von der herausfordernden Art, mit der Alex ans Werk geht ..." Quelle: www.koolfilm.de