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Gewaltfreie Kommunikation

Gefühle und Bedürfnisse während des Lernprozesses zu berücksichtigen, hat für den Lernerfolg eine zentrale Bedeutung. Wenn starke Gefühle und wichtige Bedürfnisse über längere Zeit nicht bewusst wahrgenommen und ausgedrückt werden und damit keine Chance bekommen, berücksichtigt zu werden, entsteht ein innerer Zustand der Frustration. Dies trifft auf Schülerinnen und Schüler wie auf Lehrkräfte zu. Wie die Selbstbestimmungstheorie von Deci/Ryan  zeigt, hängt der Erfolg in Lernprozessen wesentlich davon ab, dass die Bedürfnisse nach Kompetenzerfahrung, nach Partizipation und nach Sicherheit, einem Klima des Vertrauens, erfüllt werden. Gelingensbedingungen sind dafür die Kommunikation und Interaktion zwischen den Lehrenden und den Lernenden. Die Wahrnehmung der Bedürfnisse in der Kommunikation kann man lernen. Dazu gehören die

  • Sensibilisierung für die Grundbedürfnisse von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern im Schulalltag,
  • Übernahme von Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse und
  • Wege zur Berücksichtigung der Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden
  • Schulbeispiel zum Kommunikationsmodell von Friedemann  Schulz von Thun

Nach dem Modell von Marshall Rosenberg gehören zu der gewaltfreien Kommunikation 4 Schritte:


Wenn uns etwas nicht gefällt, sagen wir der anderen Person
...
1. Was wir beobachten - ohne Bewertung.
2. Wie es uns geht (Gefühl).
3. Was wir brauchen (Bedürfnis).
4. Was der andere tun/sagen kann, unser Bedürfnis zu
erfüllen (Wunsch).

Material

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM