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Präventionsprogramme

Definition

Prävention bezeichnet Handlungen, die einer Gefahr vorbeugen sollen, so z. B. die Verbrechens- oder die Sucht- und Gewaltprävention. Präventionsarbeit erfordert Informationen über Risikofaktoren. Prävention im schulischen Kontext richtet sich vor allem auf die Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen  von Schülerinnen und Schülern.

Präventionsarbeit fördert diese Kompetenzen durch schulische Konzepte

  • mit einem systemischen die ganze Schule umfassenden -  Ansatz, z B. dem Olweus-Konzept. Der Norwegische Psychologe Dan Olweus entwickelte in den achtziger Jahren im Anschluss an umfangreiche Längsschnittuntersuchungen ein Programm zur Gewaltprävention und ?intervention in der Schule. Seine Wirksamkeit und leichte Anwendbarkeit sind erwiesen. Ziele des Programms sind eine deutliche Verminderung mittelbarer und unmittelbarer Gewalt und die Verbesserung der Beziehungen unter den Schülerinnen und Schülern durch Förderung der sozialen Kompetenzen. Es sollen Bedingungen geschaffen werden, die sowohl Opfern als auch Tätern ein besseres Auskommen miteinander innerhalb und außerhalb der Schule möglich machen. Weiterhin soll eine allgemeine Verbesserung des Schulklimas und des Zusammenhalts erreicht werden.
  • zum sozialen Lernen bzw. durch Übernahme von Programmen zur Förderung der sozialen Kompetenz, die in der Präventionsfachsprache weltweit als Lebenskompetenz bezeichnet wird. Diese Programme sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebaut. Eine Gelingensbedingung ist, dass diese Programme in den Schulalltag  integriert werden.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM