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Mediation in der Schule

Mediation als Methode der gewaltfreien Konfliktbearbeitung strebt mit Hilfe einer allparteilichen, dritten Person bei Konflikten win-win-Lösungen an. Dieses Verfahren wurde aus juristischen Schiedsverfahren in den 90-er Jahren auf die Schule übertragen.

Evaluationen haben ergeben, dass eine Gelingensbedingung für die Mediation das programmatische Ziel einer wertschätzenden Schulkultur ist. In der Schullandschaft hat sich der Begriff „Streitschlichtung“ etabliert. In Berlin existiert der Begriff "Konfliktlosten"(nach Ortrud Hagedorn benannt).

In einer Ausbildung (mind. 40 Std.) erlernen die zukünftigen Schulmediatorinnenen und -mediatoren Kommunikations- und Mediationsmethoden, wie z. B. „aktiv zuhören“, „offene Fragen stellen“,„spiegeln“ und  „paraphrasieren“.

Das Konfliktklärungsgespräch ist für die Kontrahenten (möglichst) freiwillig und verläuft nach einem definierten Ablauf. 

Zwei oder mehr Schülerinnen bzw. Schüler, die im Konflikt stehen, erarbeiten sich mit Unterstützung der Mediatoren eine für sie akzeptable Lösung.

Diese wird vertraglich durch eine Vereinbarung geregelt und nach einem mehrwöchigen Zeitraum auf Einhaltung überprüft.

Weitere Gelingensbedingungen sind, dass

  • ein bis zwei besonders qualifizierte Kolleginnen/ Kollegen die Streitschlichter der Schule coachen,
  • ein Raum für die Gespräche eingerichtet ist und
  • die Klärungsgespräche auch während der Unterrichtszeit geführt werden können.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM