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Angebote außerschulischer Träger in Berlin

Im Folgenden werden einige Berliner Träger vorgestellt, die sich im engeren oder weiteren Sinne im Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus bzw. Prävention engagieren und Angebote für Jugendliche und pädagogische Fachkräfte bereitstellen. (Die folgende alphabetische Vorstellung der Träger und ihrer Angebote ist weitgehend dem Wortlaut ihrer Internetpräsenz entnommen.)

ADAS - Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen

www.adas-berlin.de (Zugriff 26.03.2018)

Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) ist eine unabhängige berlinweite Beratungsstelle, an die sich Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte und alle Schulbeschäftigte wenden können, die an einer Schule diskriminiert beziehungsweise aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, Kultur, Sprache, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder einer Behinderung gemobbt, beleidigt oder benachteiligt wurden.

Es wird angeboten:

Persönliche Beratung, Telefonische Beratung und Online-Beratung und anonyme Meldung von Diskriminierungsfällen. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. Auf Wunsch wird eine weitergehende Unterstützung und Begleitung angeboten.

Falls die Diskriminierung an einer Schule in Neukölln stattfand, besteht für Betroffene zusätzlich die Möglichkeit, das Neuköllner Clearing Verfahren zum Diskriminierungsschutz an Schulen zu nutzen.

Amaro Drom e.V.

http://amarodrom.de/ (Zugriff 26.03.2018)

Amaro Drom e.V. ("Unser Weg") ist eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma mit dem Ziel, jungen Menschen durch Empowerment, Mobilisierung und Selbstorganisation Raum für politische und gesellschaftliche Beteiligung zu schaffen. Amaro Drom versteht sich als basisdemokratische Struktur, welche jungen Menschen Möglichkeiten zur Vernetzung, des gemeinsamen Lernens und Erlebens bietet, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen für Achtung und gegenseitigen Respekt.

Als Bundesverband bietet Amaro Drom ein Netz des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung der Landesverbände, sowie der Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden, insbesondere mit der djo – Deutsche Jugend in Europa und den MJSO Bundesgruppen (Migrantenjugendselbstorganisationen) in der djo sowie dem Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity (VIW).

Black Diaspora School

Ein wichtiges Ziel von EOTO ist es, schwarze Jugendliche zu empowern. In der Black Diaspora School (BDS) treffen sich schwarze Jugendliche mittwochs bei EOTO und lernen gemeinsam für die Schule und in außerschulischen Projekten. Themen, die in der BDS behandelt werden, umfassen zudem: afrikanische Geschichte, Prüfungsvorbereitung, literarische Vorbilder, Menschenrechte, Nachhilfe, Ferienangebote und der Austausch mit Vorbildern aus der Community. Die BDS entwickelt sich nach den Bedürfnissen der Jugendlichen weiter. Jeden letzten Freitag im Monat sind schwarze Jugendliche außerdem zum Black Youth Fridayz eingeladen – zum gemeinsamen Musikhören, Austauschen, Kennenlernen und Netzwerken.

cultures interactive e.V. (CI)

Mainzer Str. 11

12053 Berlin

Tel.: 030/60401950

E-Mail: info@cultures-interactive.de

www.cultures-interactive.de (Zugriff 26.03.2018)

cultures interactive (CI) ist ein bundesweit und international tätiger Fachträger zu Jugendkulturen in der Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. CI-Mitarbeiter*innen arbeiten seit 2001 in der Konzeption, Durchführung und Evaluation von Modellprojekten. Als interdisziplinäres Team aus unterschiedlichen Jugendkulturfeldern, Sozialarbeit/-Pädagogik, Mediation, Supervision, psychologisch fundierter Gruppenarbeit, Kulturwissenschaften und politischer Bildung geben sie ihre Expertise in der direkten Arbeit mit Jugendlichen, bei Projekttagen und Intensiv-Trainings, bei Fachkräfte-Fortbildungen sowie bei der Erarbeitung von Handlungskonzepten und pädagogischen Materialien, weiter. CI berät national wie international  Ministerien, Netzwerke, Kommunen, Institutionen und Verbände, insbesondere der Jugendarbeit und Jugendhilfe.

Seit 2015 wird CI im Rahmen der Förderung zur Strukturentwicklung im Bundesprogramm “Demokratie leben!” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Denkzeit-Gesellschaft e.V.

Goebenstr. 24

10783 Berlin

U-/S-Bhf Yorckstraße

Tel.: (030) 689 15 666

E-Mail: info@denkzeit.com

www.denkzeit.info (Zugriff 12.06.2018)

Die Denkzeit-Gesellschaft entwickelt als gemeinnütziger Freier Träger der Jugendhilfe wissenschaftlich fundierte, wirksame Programme gegen Gewalt, Delinquenz und Verhaltensauffälligkeiten, wendet diese bundesweit erfolgreich an und bildet interessierte Kolleginnen und Kollegen aus.

Dialog macht Schule

Prinzenallee 22

13359 Berlin

Tel.: 030/65775617

E-Mail: info@dialogmachtschule.de

www.dialogmachtschule.de (Zugriff 26.03.2018)

Dialog macht Schule setzt sich für eine Demokratie ein, in der alle gesellschaftlichen Gruppen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft die Gesellschaft und Politik mitgestalten können. Diesem Selbstverständnis folgend, sollen Schulen dabei unterstützt werden, den Anforderungen einer vielfältigen Schülerschaft gerecht zu werden. 

Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer demokratischen Bewusstseinsbildung gefördert werden und sich zu selbstbestimmten Persönlichkeiten entwickeln, die geleitet von ihren Stärken für sich und andere Verantwortung übernehmen. Das Angebot wurde speziell auf die Bedarfe ethnisch vielfältiger Schulen mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten  Schülerinnen und Schüler konzipiert. Das Programm bringt die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, politische Bildung und Integrationsarbeit zusammen:

Jugendliche ab der 7. Klasse werden in ihrer (multikulturellen) Identitätsbildung unterstützt und demokratische Handlungskompetenzen gestärkt. 

Durch Projekte, Aktionen und Kampagnen wird eine dialogische und demokratische Schulkultur gefördert. 

Dialoggruppen:

Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker werden zu Dialogmoderierenden ausgebildet und für zwei Jahre an Schulen in schwieriger Lage geschickt. Diese Dialogmoderierende sind Mentorinnen und Moderatoren politischer Bildung, die in interkulturellen und interdisziplinären Teams geschützte Vertrauensräume in den Schulen schaffen, in denen die Themen und Interessen der Jugendlichen im Vordergrund stehen. Dazu teilen sie eine Schulklasse in zwei Dialoggruppen mit max. 15 Schülerinnen und Schüler auf. Dabei wird jeweils eine Gruppe von zwei Dialogmoderatorinnen und Dialogmoderatoren im Rahmen des Regelunterrichts (Ethik oder Gemeinschaftskunde) begleitet. Durch die intensive zweijährige Begleitung können sie die Beziehungen zu den Schülerinnen und Schülern aufbauen, ihre Themen erkunden und diese durch langfristige Projekte, die die gesamte Schule einbinden, umsetzen. Themen wie Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Geschlechterrollen, Gerechtigkeit, Rassismus, Grund- und Menschenrechte werden so schrittweise bearbeitet und persönliche, soziale und demokratische Kompetenzen aufgebaut.

Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland

Koppenstr. 93

10243 Berlin

Tel.: 030/30308080 

E-Mail: weis@gesichtzeigen.de

www.gesichtzeigen.de (Zugriff 26.03.2018)

Gesicht Zeigen! steht und arbeitet für Respekt und Toleranz, gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt sowohl in  Kampagnen als auch in  Fortbildungen, Veranstaltungen sowie Workshops.  

Diese Angebote – von A wie Ausgrenzung bis Z wie Zivilcourage – werden von Gesicht Zeigen! begleitet. Das heißt auch: Die Schulen erhalten immer ein individuell zusammengestelltes Angebot. In Vorgesprächen werden geklärt: die Schwierigkeiten innerhalb der Gruppe, die Bearbeitung spezieller Themen, der Wunsch nach vertiefenden Fragestellungen, die Frage nach mehr Theorie oder mehr Praxisnähe.   

Workshops: 

Ausstellung und Lernort 7xjung von Gesicht Zeigen! 

Die künstlerische Ausstellung "7xjung – Dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt" ist der Lernort von Gesicht Zeigen! mitten in Berlin. 7xjung bietet ungewöhnliche Zugänge zur aktiven Auseinandersetzung mit der NS-Zeit früher sowie Identität, Ausgrenzung und Zivilcourage heute. Lebendig wird 7xjung in intensiven Workshops mit möglichst vielen Sinnen, die dem Bewusstsein und der Motivation für couragiertes Handeln Raum geben. So entstehen neue Perspektiven auf die Geschichte, die Gegenwart und die ganz eigenen persönlichen Möglichkeiten, die Gesellschaft mitzugestalten – auch in der eigenen Schule und Klasse. Everybody can BE a Change Agent! 

http://www.7xjung.de/workshops/ 

Mit dem Projekt "Die Freiheit, die ich meine" sollen im Bezirk Mitte muslimische und nicht-muslimische Mädchen und junge Frauen gestärkt und so zu Multiplikatorinnen innerhalb ihrer Familie, ihres Milieus, ihres Umfeldes sowie Freundeskreises gemacht werden. Denn: Die Diskussionen um den Islam nehmen großen Raum in der Wahrnehmung vieler Menschen ein und führen zu Verunsicherungen. Das zivilgesellschaftliche Engagement soll gestärkt werden und sowohl Diskriminierungen als auch Radikalisierungstendenzen entgegen gewirkt werden. 

HAYAT-Deutschland

Beratungshotline 

Montag–Freitag von 11.00 – 17.00 Uhr:

Tel.: +49 (0)157/71359963 und +49 (0) 30 2348 93 35

PC-Fax und Voice: +49 (0) 212 1745890

E-Mail: info[at]hayat-deutschland.de

www.hayat-deutschland.de (Zugriff 26.03.2018)

HAYAT (türkisch und arabisch für 'Leben') ist ein Projekt der Berliner ZDK (Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH). Die deutschlandweit arbeitende Beratungsstelle richtet sich vorrangig an Angehörige von Personen, die sich salafistisch radikalisieren oder sich dem militanten Jihadismus anschließen und gegebenenfalls in Konfliktregionen ausreisen. HAYAT ist auch eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen.  

Zur Beratung und Begleitung von Eltern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden, Lehrkräften oder auch Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern von islamistisch ideologisierten und radikalisierten Personen wurden Methoden und Ansätze entwickelt, die auf Erfahrungen mit einer Deradikaliserungs- und Ausstiegsinitiative für hochradikaliserte Neonazis basieren. Ziel ist es, Menschen im Umfeld radikalisierter Personen zu beraten und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um einen Radikalisierungsprozess von Angehörigen zu verhindern, zu verlangsamen oder umzukehren. Darüber hinaus arbeitet HAYAT-Deutschland direkt mit den sich radikalisierten Personen, um ihnen Erfordernisse und Möglichkeiten einer Distanzierung von radikaler Ideologie und radikalen Gruppen aufzuzeigen.

HEROES

Hermannstraße 22

12049 Berlin-Neukölln

Tel.: 030/509 18 060

E-Mail: info@heroes-net.de 

http://www.heroes-net.de (Zugriff 26.03.2018)

HEROES ist ein Projekt des Strohhalm e.V., in dem sich junge Männer gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern engagieren. In regelmäßigen Trainings setzen sich die jungen Männer mit Themen wie Ehre, Identität, Geschlechterrollen und Menschenrechte auseinander. Als offizielle HEROES besuchen sie anschließend Schulklassen, Ausbildungsstätten oder Jugendeinrichtungen, wo sie Workshops für Mädchen und Jungen anleiten.  

Workshops: 

Die HEROES regen die Jugendlichen anhand von Rollenspielen dazu an, mit ihnen über Ehre zu diskutieren und animieren sie gegen Unterdrückung im Namen der Ehre Stellung zu beziehen. Dem Workshop liegt der Gedanke der Peer Education zu Grunde: Die HEROES kennen die Konflikte, Zwänge und Träume der meist gleichaltrigen Jugendlichen. Gerade bei schwierigen Themen nehmen Jugendliche am ehesten alternative Perspektiven von anderen Jugendlichen an, vor allem wenn sie sich in ihren Emotionen und sozialen Kontexten verstanden fühlen. In den Rollenspielen werden Konfliktsituationen anschaulich dargestellt und durch Interaktion mit den Jugendlichen weiterentwickelt und vorgeschlagene Lösungsansätze durchgespielt.  

Fortbildungen: 

HEROES bietet auch eine Fortbildung an für Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, migrantische Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Polizeikräfte, Jugendamtsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Familienhelferinnen und -helfer, Einzelfallhelferinnen und -helfer, Ausbildungsstätten, Universitäts-Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Fachhochschulen sowie Studierende. Themen der Fortbildung sind u.a.: Vorstellung der HEROES-Workshops, Begriff der Ehre und Unterdrückung im Namen der Ehre; Umgang mit Diskriminierungserfahrungen; Sexismus, Geschlechterrollen, Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit; pädagogische Praxis und Lösungen für Fachkräfte aus 'Nicht-Ehrenkulturen'.

JUMA – jung, muslimisch, aktiv

www.juma-ev.de/ (Zugriff 26.03.2018)

JUMA ist ein Forum, über das sich junge Muslime gesellschaftlich einmischen und aktiv mitmischen können. JUMA steht für jung, muslimisch, aktiv. Die Macher sind bei JUMA die muslimischen Jugendlichen selbst. Sie engagieren sich in unterschiedlichen Themenfeldern wie der Flüchtlingsinitiative, dem Atlas zur muslimischen Jugendarbeit, der Redaktionsgruppe, bei dem Projekt jung, gläubig, aktiv (JUGA), im Rahmen der Ausbildung zum "Türöffner", der Gruppe Identity und in weiteren Bereichen. Welche Themen die JUMA Teilnehmer auf die Agenda setzen, wofür sie Initiative ergreifen und welche Aktionen sie starten, entscheiden sie selbst. Träger des 2010 gestarteten Projekts ist die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie Berlin (RAA). Finanziert wird JUMA durch Mittel der Robert-Bosch-Stiftung. 

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA)

Oranienstraße 34

10999 Berlin

Tel.:030/23588230 (Mo-Do 9.00 bis 15.00 Uhr)

E-Mail: mail@kiga-berlin.org

www.kiga-berlin.org (Zugriff 26.03.2018)

Der Bildungsträger KIgA e.V. entwickelt Konzepte, lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze sowie Materialien für die politische Bildung und die pädagogische Arbeit und setzt diese in die Praxis um. 

KIgA e.V. arbeitet in den Themenfeldern 

  • Antisemitismus
  • Islam/Islamismus/Antimuslimischer Rassismus
  • historisch-politische Bildung .

Die Zielgruppe ist die Migrationsgesellschaft. Spezifischer Schwerpunkt ist die Arbeit mit muslimisch sozialisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Team arbeitet interdisziplinär und setzt sich aus Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen.

Angebote für Jugendliche:

Die Bildungsangebote für Jugendliche reichen von Projekttagen über mehrtägige Workshops bis hin zu schuljahresbegleitenden Seminarreihen. 

Zu Inhalten und Nutzungsmöglichkeiten wird eine Beratung angeboten. Workshops bzw. Projektschultage umfassen den Zeitraum von sechs Unterrichtsstunden. Sie werden in der Regel von zwei Teamleiterinnen bzw. Teamleitern der KIgA durchgeführt und richten sich an Jugendliche ab Klasse 9. Themen sind u.a.: der Nahostkonflikt; Juden in islamischen Gesellschaften; jüdisches Leben in Kreuzberg; Prävention islamistischer Radikalisierung durch Sensibilisierung, Information und Stärkung von Dialogfähigkeit und pluralistischem Demokratieverständnis.  

Fortbildungen:

Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und anderen Formen stereotypisierenden und ausgrenzenden Denkens berührt komplexe und hochsensible Themenbereiche. Dazu werden bundesweit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und lokale Akteure der schulischen und außerschulischen Bildung unterstützt. Die Angebote umfassen die Bereitstellung von Hintergrundmaterial, die Vermittlung eines sensiblen Umgangs mit schwierigen oder umstrittenen Inhalten, Anregungen zur kritischen (Selbst-) Reflexion sowie konkrete Methodentrainings und Fortbildungen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße 11

10787 Berlin

Tel.: 030/21 45 86 0 

E-Mail: schule@aktioncourage.org 

www.schule-ohne-rassismus.org (Zugriff 26.03.2018)

Das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage befasst sich u.a. mit den Themen 'Diskriminierung aufgrund der Religion' und 'Diskriminierung durch Religionen'. In diesem Kontext werden auch Materialien, Veranstaltungsformate und Konzepte zur Prävention von Islamismus/Salafismus und Muslimfeindlichkeit entwickelt.  

So hat SoR 2014 das Handbuch 'Islam & Schule' für Lehrkräfte und Pädagoginnen und Pädagogen erstellt und 2015 aktualisiert. Es präsentiert einen multidimensionalen Präventionsansatz zu Islamismus und Muslimfeindlichkeit und thematisiert u.a., welche Rolle Lehrkäfte und Eltern dabei spielen können. Das Handbuch informiert über historische, organisatorische und rechtliche Hintergründe von Anerkennungs- und Gleichbehandlungsdefiziten gegenüber der muslimischen Minderheit in Deutschland. Zugleich liefert es Sachinformationen über islamistische Gruppen. Es analysiert Problemfelder in den muslimischen Lebenswelten und die Bedarfe und Anforderungen im schulischen Alltag. Es hilft, Lösungswege für praktische Probleme im Schulalltag zu entwickeln. 

Denn: Viele Debatten und Konflikte, die sich vordergründig um den Islam drehen, haben ihre Ursprünge nicht in der Religion, sondern in den aktuellen sozialen Lebenswelten von Jugendlichen oder manche auch in Traditionen der Herkunftsgesellschaften der Migrantinnen und Migranten. Das Handbuch trägt zu einer differenzierten Analyse pseudoreligiöser Haltungen und daraus resultierender Problemen bei und bietet mit einer an den Menschenrechten orientierten Pädagogik das methodische und argumentative Rüstzeug, damit Kinder und Jugendliche menschenverachtenden Ideologien kritisch begegnen können. SoR bietet regelmäßig Fortbildungen und Workshops für Fachkräfte zum Handbuch an.

ufuq.de – Jugendkulturen, Islam und politische Bildung

Boppstr. 7, Hausteil A

10967 Berlin 

Tel.: 030/98 34 10 51

E-Mail: info@ufuq.de

www.ufuq.de (Zugriff 26.03.2018)

Das arabische Wort ufuq heißt Horizonte oder Perspektiven. ufuq.de will einen möglichst unaufgeregten Beitrag zu einem selbstverständlichen Miteinander in der pluralistischen Migrationsgesellschaft leisten. Das Themenfeld umfasst den Islam, die Islamfeindlichkeit und die Islamismusprävention. Zielgruppe von ufuq.de sind Jugendliche sowie Fachkräfte, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten. Ziel der Arbeit ist es, Jugendliche zu stärken, ihr Demokratieverständnis zu fördern und sie für die einfachen Antworten zu sensibilisieren, die ihnen von Ideologien angeboten werden. Provokationen von Jugendlichen werden auch als Chance für beständig notwendige Prozesse der Vergewisserung und Weiterentwicklung von Werten und Normen in einer von Diversität geprägten demokratischen Gesellschaft verstanden. Dazu will ufuq.de Räume schaffen. 

Workshops: 

In Schulklassen und Jugendeinrichtungen arbeitet ufuq.de mit heterogenen Gruppen zu Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Diskriminierung, Gewalt, Gerechtigkeit, Geschlechterrollen oder Islam, Demokratie und Islamismus. Die Teamleiterinnen und Teamleiter sind meist zwischen 20 und 30 Jahre alt, unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlich religiös. Die Leitfrage an die Jugendlichen lautet dabei jeweils: "Wie wollen wir leben?" - in der Klasse, in der Schule, in unserer Stadt oder in der Welt.

Fortbildungen: 

ufuq.de bietet Fortbildungen und Beratung für Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit im Umgang mit den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. Auch das Portal auf www.ufuq.de richtet sich an pädagogische Fachkräfte.

Kritische Medienkompetenz:

Das Projekt "bildmachen" fördert die kritische Medienkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Umgang mit religiös-extremistischen Ansprachen und zeigt alternative Zugänge und Perspektiven zu lebensweltbezogenen Fragen auf. Die interdisziplinäre Ausrichtung verbindet Ansätze der politischen Bildung, der Präventionsarbeit, der Medienpädagogik sowie des Jugendschutzes und überträgt diese in eine nachhaltige präventive und handlungsorientierte Jugendarbeit.

Videos und Lernmaterialien zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit, Demokratie und Islamismus: Im Projekt "Alternativen aufzeigen!" entstehen Videos, die Fragen und Ereignisse aufgreifen, die Jugendliche im Alltag beschäftigen, und eignen sich für Unterricht und Jugendarbeit.

Violence Prevention Network (VPN)

Alt-Moabit 73

10555 Berlin

Tel.: 030/91705464

E-Mail: post@violence-prevention-network.de 

www.violence-prevention-network.de (Zugriff 26.03.2018)

Die MitarbeiterInnen von Violence Prevention Network arbeiten in verschiedenen Projekten in den Bereichen Prävention, Intervention und Deradikalisierung/Ausstiegsbegleitung. Die Zielsetzungen der einzelnen Projekte richten sich nach dem jeweiligen Bedarf in der Region. Sie unterscheiden sich in inhaltlicher Ausrichtung, regionaler Abdeckung und Dauer. Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Projekte wir derzeitig durchführen:

AL-MANARA 

Beratung und Begleitung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Erfahrungsgemäß sind junge Menschen mit biographischen Brüchen besonders anfällig für die Rekrutierungsbemühungen extremistischer Salafisten. Aus diesem Grund bietet Violence Prevention Network speziell für unbegleitete minderjährige Geflüchtete Beratung und Begleitung an, um sie gegen Rekrutierungsversuche extremistischer Gruppen zu immunisieren.

Weiterlesen: AL-MANARA 

BAHIRA Beratungsstelle 

BAHIRA ist ein Kooperationsprojekt von Violence Prevention Network und der DITIB - Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.

Weiterlesen: BAHIRA Beratungsstelle 

CROSSROADS – Beratung • Vorbeugung • Deradikalisierung 

CROSSROADS ist ein Beratungs- und Interventionsprojekt von Violence Prevention Network zur Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen in Berlin. Ziel ist es, junge Menschen, die gefährdet sind, sich zu radikalisieren oder bereits einen Radikalisierungsprozess durchlaufen haben, vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse zu initiieren.

Weiterlesen: CROSSROADS – Beratung • Vorbeugung • Deradikalisierung 

MAXIMA 

Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu religiös begründetem Extremismus für Mädchen und junge Frauen in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin

Das Projekt ist die Antwort auf den wachsenden Bedarf, dem Phänomen des religiös begründeten Extremismus durch präventive politische Bildungsarbeit speziell bei Mädchen und jungen Frauen zu begegnen.

Weiterlesen: MAXIMA 

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM