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Gewaltprävention

Was ist Gewalt?

"Als Gewalt wird die absichtsvolle Schädigung von Menschen durch Menschen bezeichnet.
Mit anderen Worten: Gewalt liegt dann vor, wenn es Opfer gibt. Der Gewaltbegriff kann unterschiedlich weit gefasst werden: Während sich ein enger Gewaltbegriff auf die zielgerichtete, direkte physische Schädigung beschränkt, schließt ein weiter gefasster Gewaltbegriff neben der körperlichen auch die psychische bzw. verbale und mitunter auch die strukturelle Gewalt ein. Unter struktureller Gewalt wird dabei jegliche Beeinträchtigung der Persönlichkeitsentwicklung (z. B. durch Armut) verstanden. Gewalt ist meist an Macht und Unterordnung gekoppelt. Das Opfer wird aufgrund von Macht (z.B. körperlicher Stärke, höherer Status) gegen seinen Willen zu etwas gezwungen.
Da der Gewaltbegriff auch im Alltag sehr unterschiedlich verwendet wird, empfiehlt es sich, bei Diskussionen den jeweils zugrunde gelegten Gewaltbegriff zu klären."

Aus: "Erst Nachdenken - dann Handeln" eine Broschüre zur Gewaltprävention des LISUM von 2009 download

Gewalt an Schulen

Gewalt an Schulen - psychische wie physische - ist völlig inakzeptabel. Schule hat den Bildungsauftrag, dieser aktiv entgegenzuwirken. Gewalt darf im schulischen Leben keinen Platz haben.
Neben einigen vorgeschriebenen Notfallinterventionen müssen Schulen immer wieder geeignete Interventions- und Präventionsstrategien entwickeln, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Intervention

= schnelles Handeln und Eingreifen bei aktuellen Gewaltvorfällen

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Prävention 

= intensive Arbeit aller am Schulleben Beteiligten, um Gewalt vorzubeugen

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Leitfaden "Diskriminierung an Schulen erkennen und vermeiden"

Der Praxisleitfaden der Antidiskrimierungsstelle des Bundes möchte Lehrkräfte, pädagogisches Personal und andere im schulischen Bereich Tätige beim Abbau von Diskriminierung unterstützen.

Der Leitfaden analysiert Diskriminierungspotenziale sowie Auswirkungen von Diskriminierung im Schulbereich, er klärt den rechtlichen Rahmen von Diskriminierungsschutz im Bildungsbereich und zeigt mit Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen, wie Schulen nachhaltig Vielfalt fördern können. Ausführlich wird erläutert, wie ein schulisches Diversity- und Antidiskriminierungskonzept aufgebaut werden kann – von der Identifizierung von Diskriminierung über Prävention hin zu Intervention sowie der Institutionalisierung von Maßnahmen gegen Diskriminierung. Ein abschließender Serviceteil liefert außerdem noch eine Liste von Ansprechpersonen zu Beratung bei Diskriminierung, Modellprojekte, Kontakte für Training und Projekttage und vieles mehr.

Der Leitfaden kann hier heruntergeladen werden (1,4 MB).