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Gewaltpräventionsprojekte/-programme in Brandenburg

Schulische Gewaltprävention gewinnt vor dem Hintergrund sich häufender Gewaltsituationen zunehmend an Bedeutung. Im Brandenburgischen Schulgesetz zählt zu den Zielen und Grundsätzen von Bildung und Erziehung auch der Schutz zur seelischen und körperlichen Unversehrtheit der Schülerinnen und Schüler. Der neue Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 trägt diesem Anspruch besonders Rechnung. Die Schulen sind verpflichtet, das übergreifende Thema "Gewaltprävention" im schulinternen Curriculum zu verankern und somit ein gewaltfreies Schulklima zu schaffen bzw. zu erhalten. 

Die beste schulische Prävention stellt ein positives und wertschätzendes Miteinander aller Beteiligten dar. So gibt es u. a. einen Zusammenhang zwischen der Schulkultur und dem schwierigen Verhalten seitens der SchülerInnen. Eine wesentliche Möglichkeit zur Prävention ist daher die Entwicklung der sozialen und persönlichen Kompetenzen bei den SchülerInnen, aber auch bei den Lehrkräften.

Hierbei erhalten die Schulen auch Unterstützung von externen Partnern und Anbietern. Nachfolgend sind einige ausgewählte Gewaltpräventionsprojekte/-programme mit deren Anbietern und Kontaktdaten aufgeführt. Ebenso ist ersichtlich, in welchen Klassenstufen diese Angebote durchgeführt werden. Grundsätzlich werden die Angebote mit den Partnern/Anbietern besprochen und individuell auf die Situation in der Schule angepasst, sodass die Projekte/Programme letzten Endes für alle Klassenstufen durchführbar sind. 

Die Angebote der RAA, der Polizei sowie der Unfallkasse sind in der Regel für die Schulen kostenfrei. Gegebenenfalls anfallende Kosten anderer Anbieter sind im Vorfeld mit ihnen abzustimmen.

Die in der Übersicht aufgeführten Projekte und Programme der Unfallkasse werden speziell für Lehrkräfte angeboten. Darüber hinaus bietet die Unfallkasse Fortbildungen für Lehrkräfte, u. a. zu kollegialer Fallberatung, Burnout-Vorbeugung, Stressmanagement und Kommunikation an. 

Die BUSS-Beratungssysteme sind Ansprechpartner hinsichtlich der Fortbildung von Lehrkräften, u. a. zum sozialen Lernen/(Cyber-)Mobbing/Demokratiepädagogik/Konfliktmanagement/Mediation, der Suchtprävention und der Arbeit mit heterogenen Lerngruppen/Umgang mit Störungen. 

Das Thema "Gewalt an Schulen" in seinen vielfältigen Facetten wird weiterhin eine Herausforderung für die Schulen darstellen. Das beste Mittel gegen Gewalt an Schulen stellt daher deren Prävention dar. Gewaltprävention kann und soll jedoch nicht für sich allein betrachtet werden; so sind auch die übergreifenden Themen Demokratiebildung, Interkulturelle Bildung und Erziehung sowie Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity) mit in den Blick zu nehmen. Diese Verzahnung wird sich auch in immer mehr Angeboten wiederfinden.

Die Übersicht ist nicht vollständig und abschließend; es gibt eine weitere Vielzahl von Projekten/ Programmen zur Gewaltprävention (gerade im regionalen Bereich). Sie soll jedoch einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten zur Umsetzung des Themas aufzeigen und die Schulen bei ihrer Auswahl nach geeigneten Anbietern unterstützen.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM