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Safer Internet Day 2015: „Meine App ist eine Plaudertasche“

Dokumentation: Projekttag zum Safer Internet Day 2015 in Brandenburg: „Meine App ist eine Plaudertasche“

Datenschutz und Privatsphäre im mobilen Internet“ -  Brandenburger Aktionstag zum weltweiten Safer Internet Day 2015 im Landtag Brandenburg

Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Britta Stark fand am 10. Februar 2015 der zentrale Brandenburger Aktionstag zum weltweiten Safer Internet Day 2015 im Landtag in Potsdam statt. Unter dem Motto „Meine App ist eine Plaudertasche“ beschäftigten sich insgesamt 75 Schülerinnen und Schüler mit Fragestellungen aus dem Bereich Datenschutz und Privatsphäre im mobilen Internet. Veranstalter waren die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. (AKJS) und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb).

Der Safer Internet Day will Schülerinnen und Schüler auf die Chancen und Risiken im Umgang mit ihrem Smartphone aufmerksam machen und sie im Dialog mit Experten und Politikern anregen, eigene netzpolitische Vorstellungen zu entwickeln. Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung: Wie privat ist das Netz? Kann ich mich im Netz eigentlich verstecken und will ich das überhaupt? Wie kann ich mich gegen Cybermobbing schützen? Während der Arbeitsgruppen stellten die Schüler mit einem einfachen Grafikprogramm Comics zu den Themen des Tages her.

In ihrer Begrüßungsrede appellierte Landtagspräsidentin Stark an die Jugendlichen, sich der Tragweite ihres Onlineverhaltens stets bewusst zu sein: „Interaktive Medien bieten die großartige Chance, Informationen, Alltagserfahrungen, Gedanken und Erlebnisse miteinander zu. Gleichzeitig können im Internet kleinste Auslöser schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.“

Auch Bildungsminister Günter Baaske wies auf Risiken und Herausforderungen hin, die der heutigen Netzkultur entspringen und betonte die Rolle der Medienbildung in Brandenburg: „Auch wir kümmern uns: Medienbildung wird im neuen Rahmenlehrplan bereits in der Primarstufe deutlich gestärkt. Ziel ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Netz und Smartphone auch im Umfeld von Schule.“

Als Mitglied des Medienrates der mabb unterstrich auch Bärbel Romanowski-Sühl die Notwendigkeit, bereits junge Internetnutzer über den digitalen Fußabdruck aufzuklären, den jeder User hinterlässt: „Nur wer medienkompetent ist, kann sich sicher in der digitalen Medienwelt bewegen. Hier setzt das Engagement der mabb an - nicht nur beim Safer Internet Day, sondern mit zahlreichen Medienkompetenz-Projekten und -Initiativen für Bürgerinnen und Bürger aus dem Land Brandenburg und aus Berlin.“

Mit einem Einführungsvortrag wandte sich die Landesbeauftragte für den Datenschutz und das Recht auf Akteneinsicht (LDA) Dagmar Hartge an die Jugendlichen: „Heutzutage ist es ein Leichtes, mithilfe von Onlinedaten über jeden von uns ein Profil anzulegen. Der beste Schutz ist es, sparsam mit den eigenen Daten umzugehen. Man sollte sich immer überlegen, ob die Auskünfte, die man im Internet von sich preisgibt, nicht zu persönlich sind und ob man sie auch in zehn Jahren noch gerne über sich lesen möchte."

Im Laufe des Vormittags setzen sich die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 13 und 14 Jahren in Workshops mit verschiedenen Aspekten der Internetsicherheit auseinander. Die Arbeitsgruppen sind mit den Titeln „Geknipst, geklickt: Selfies, das Recht am Bild und die Privatsphäre im Netz“, „‘Klar, kenn ich mich mit meinem Smartphone aus’ – Apps, aber sicher“ und „Ausgemobbt – Respekt im Netz“ überschrieben. In diesem Jahr nehmen Jugendliche der Wiesenschule Jüterbog, der Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder und der Potsdamer Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ teil. Abschließend präsentieren sie ihre Arbeitsergebnisse und diskutieren mit Landtagsabgeordneten aus dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport.

Erfordernisse eines erfolgreichen Jugendmedienschutzes vorausschauend zu erkennen und ihnen qualifiziert zu begegnen, gehört zum Aufgabenprofil der Veranstalter. So bekräftigte der Geschäftsführer der AKJS Brandenburg, Klaus Hinze, am Rande der Veranstaltung: „Aus unserer Sicht ist ein wirksamer Jugendmedienschutz nur möglich, wenn wir uns nicht allein auf die Förderung der Medienkompetenz konzentrieren, sondern vor allem die sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen stärken. Hier muss die Prävention etwa von Cybermobbing und Sexting ansetzen.”

In mehr als 100 Ländern machen am Safer Internet Day Aktionen und Veranstaltungen auf das Thema Internetsicherheit aufmerksam.

Der Safer Internet Day im Brandenburgischen Landtag in Potsdam ist eine Veranstaltung der Medienanstalt Berlin- Brandenburg (mabb) und der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. (AKJS). 

Workshops zur Internetsicherheit

Die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 13 und 14 Jahren haben im Rahmen eines Workshops Comics zu den besprochenen Themen hergestellt.

Workshop 1: „Geknipst, geklickt: Selfies, das Recht am Bild und die Privatsphäre im Netz“

Workshop 2: „‘Klar, kenn ich mich mit meinem Smartphone aus’ – Apps, aber sicher“

Workshop 3: „Ausgemobbt – Respekt im Netz“

Redaktionell verantwortlich: Thomas Hirschle, LISUM