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Jugendmedienschutz

Rechtliche Vorgaben und Organisationen

In Deutschland wird der Jugendmedienschutz auf mehreren Ebenen und von einer Vielzahl von Institutionen wahrgenommen, die Hand in Hand arbeiten. Dazu gehören rechtliche Vorschriften wie das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), die regeln unter welchen Bedingungen Jugendliche Zugang zu bestimmten Inhalten erhalten dürfen. Über die Einhaltung wachen mehrere öffentliche Organisationen wie die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien oder die Institutionen der freiwilligen Selbstkontrolle. Diese prüfen die Inhalte von Medienangebote auf mögliche Jugendgefährdungen und geben die einzelnen Beiträge für die jeweiligen Verbreitungswege für bestimmte Altersgruppen frei.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend trägt in einem Flyer die Inhalte der wichtigsten Gesetze zusammen. Die Kommission für Jugendmedienschutz bietet auf ihrer Internetseite eine vollständige Liste aller relevanten Gesetze und Verträge an. Einen Überblick über die Prüfverfahren und Freigaben verschafft wiederum die Broschüre "Der Jugendschutz in den Medien", die von der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. herausgegeben wurde.


Pädagogische Ansätze und Prävention

Ergänzend zu rechtlichen Aspekten des Jugendmedienschutzes und technischen Vorrichtungen erhält die pädagogische Prävention eine besondere Bedeutung. Durch Aufklärung und Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen sollen übergriffige Verhaltensweisen verhindert und ein souveräner Umgang mit potentiellen Schäden der Mediennutzung bewirkt werden. Hier nimmt das Thema "Cybermobbing" in den vergangenen Jahren einen besonderen Stellenwert ein.

Safer Internet Day

Der weltweite Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet findet jedes Jahr am zweiten Dienstag im Februar statt. Er wurde initiiert von der Europäischen Union und verfolgt das Ziel, die Sensibilität für das Thema "Sicheres Internet" bei allen Bevölkerungsgruppen zu fördern, wobei möglichst viele Institutionen, Einrichtungen, Unternehmen usw. dazu bewegt werden sollen, sich in eigener Regie an diesem Tag mit Aktivitäten und Veranstaltungen zu beteiligen.

Während in Berlin die Medienkompetenzzentren an diesem Tag verschiedene Projekte anbieten, wird er in Brandenburg traditionell mit einer zentralen Veranstaltung für Schüler*innen begangen, die von der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. (AKJS) zusammen mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) durchgeführt wird.

Einen Überblick über die Aktion und ein Verzeichnis aller beteiligten Partner*innen wird alljährlich unter www.klicksafe.de/sid zusammengetragen.

Aktion "Kinder sicher im Netz" der Polizei

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), die Deutsche Telekom AG und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) setzen sich gemeinsam für den Jugendmedienschutz ein. Ziel ist es, alle beteiligten Akteure und vor allem auch Eltern für die Möglichkeiten aber auch Gefahren, die unter anderem auf Seiten mit jugendgefährdenden Inhalten, Chatrooms etc. lauern, zu sensibilisieren.

Im Rahmen der Aktion ist eine umfangreiche Broschüre zum Thema "Internet, Handy, Computerspiele - Chancen und Risiken für Kinder und Jugendliche" für Lehrkräfte und Fachkräfte in der außerschulischen Jugendarbeit entstanden. Sie beinhaltet Basisinformationen mit Präventionstipps zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten.

Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V.

Die AKJS ist ein wichtiger Ansprechpartner für den erzieherischen Jugendschutz im Land Brandenburg. Schwerpunktbereiche der Landesarbeitsstelle sind der Jugendmedienschutz und die Medienpädagogik. Die Initiative engagiert sich zudem stark in der Medien-Beratung für Eltern.

Redaktionell verantwortlich: Christian Richter, LISUM