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Cybermobbing

Was ist Cybermobbing?

Unter Cybermobbing (oder Cyberbullying) versteht man das absichtliche Belästigen, Beleidigen, Verleumden, Erpressen, Bedrohen, Bloßstellen sowie das Verbreiten intimer bzw. peinlicher Fotos oder Videoclips anderer Menschen in digitalen Umgebungen. Dazu gehört auch der Diebstahl von (virtuellen) Identitäten, um in fremdem Namen Beleidigungen auszustoßen oder jemanden diffamierend öffentlich bloßzustellen. Dies erfolgt häufig in sozialen Netzwerken und Chatrooms sowie über Videoplattformen und Messenger.

Mobbing hat es im Schulalltag schon immer gegeben. Durch die zunehmend mobile Nutzung des Internets beschränkt sich Mobbing nun nicht mehr auf die große Pause oder den Schulweg und findet rund um die Uhr statt. Verletzende oder sogar menschenverachtende Inhalte können sich weltweit schnell verbreiten und von einem unüberschaubaren Publikum eingesehen werden. Opfer von Cybermobbing können sich dem nur kaum entziehen und finden nur schwer Schutzräume.

Cybermobbing ist nicht cool – Handreichung des LISUM

Die vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg herausgegebene Handreichung "Cybermobbing ist nicht cool" bietet neben einem Projektbericht Handlungsempfehlungen für Maßnahmen der Prävention und Intervention bei Vorfällen von Cybermobbing. Die Handlungsempfehlungen für Schulen und der umfassende Serviceteil mit Unterstützungsangeboten und Kontakten sowie aktuellen Lernmaterialien und Medien soll Lehrer*innen, pädagogische Fachkräfte und Eltern in Ihrer pädagogischen Arbeit unterstützen und ermutigen, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die Mediengesellschaft kompetent zu begleiten und gemeinsam mit allen am Schulleben beteiligten Personen einen professionellen Umgang mit dem komplexen Phänomen Cybermobbing zu entwickeln.

Arbeitsmodule zur Prävention in Schule und Jugendhilfe

Speziell für schulische Lehrkräfte und Fachkräfte der Jugendarbeit hat die die Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V. (AKJS) in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) eine modulare Einheit für Einrichtungen zum Umgang mit Cybermobbing erstellt. Es besteht aus fünf aufbauenden Bausteinen, deren Inhalte und Ablauf ausführlich erläutert sind, sodass diese direkt für die eigene Arbeit genutzt werden können. Die Broschüre enthält zudem zahlreiche Ansprechpartner*innen und Informationsstellen.

Ansprechpartner*innen & Beratungsmöglichkeiten

Auf Vorfälle von Cybermobbing muss angemessen und entschieden reagiert werden. Viele Betroffene wissen nicht, wie sie sich wehren können. Viele Ansprechpartner*innen sind ihrerseits unsicher über die richtige Verhaltensweise und neigen zu Negierung und Verharmlosung der Vorfälle. Doch den Opfern muss gezielte Hilfestellung angeboten werden.

Redaktionell verantwortlich: Christian Richter, LISUM