Zum Inhalt springen

Kinderfilmfest 2008

"Ich habe einen Traum"

17. Kinderfilmfest im Land Brandenburg

von September bis Dezember 2008 in 13 Orten Brandenburgs

Von Bernau über Seelow nach Rheinsberg und Kloster Lehnin beteiligen sich 13 Orte landesweit an der traditionsreichen Veranstaltungsreihe, die im vergangenen Jahr 9.400 Besucher zählte. Unter dem Motto "Ich habe einen Traum" präsentiert das Kinderfilmfest in medienpädagogisch begleiteten Vor- und Nachmittagsveranstaltungen künstlerisch herausragende und pädagogisch empfohlene Filme für Kinder und Jugendliche von 3 bis 14 Jahren.

"Ich habe einen Traum…" – Martin Luther Kings berühmte, ebenso leidenschaftliche wie programmatische Rede von einer Welt der Gerechtigkeit und Freiheit, von einer Welt ohne Diskriminierung, Rassismus und Repression, beflügelt die Vorstellungswelt des 13-jährigen Frits in "Der Traum". Schauplatz des Films ist eine dänische Provinzstadt im Jahr 1969. Das damals noch gar nicht allgegenwärtige Medium Fernsehen lässt Frits teilhaben an den Auf- und Umbrüchen seiner Zeit. Gebannt verfolgt er die Bilder von demonstrierenden Student*innen, die Proteste gegen den Vietnamkrieg und das Aufbegehren der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Ihre Ideen und Ideale bringen etwas zum Ausdruck, das auch in diesem 13-jährigen dänischen Jungen aufkeimt. Denn Frits führt seinen eigenen Kampf um Gerechtigkeit gegen einen autoritären Schuldirektor, der mit brachialen Methoden die Schüler diszipliniert. Frits träumt von einer Schule ohne Angst.

Veränderungen beginnen oft mit einem Traum. Tatsächlich sind sie ohne Vorstellungen davon, wie die Verhältnisse denn besser sein sollten, gar nicht realisierbar. Und wenn Veränderungen nicht vorstellbar sind, dann sind sie auch nicht zu bewerkstelligen. Träume sind ein Schlüssel, um Kreativität frei zu setzen, Mut zu entwickeln und kluge Lösungen für scheinbar unabänderliche Probleme zu finden. Das gilt auf der politischen Ebene genau so wie auf der ganz persönlichen. Tiffany, kindliche Heldin in "Die drei Räuber" (nach dem Buch von Tomi Ungerer), ersinnt einen kühnen Traum, der statt des vorgezeichneten, traurigen Schicksals im Waisenhaus ein freudvolleres Leben verspricht. Die Kraft dieses Traumes bewirkt zum guten Filmschluss nicht nur ein Happy-End für die unerschrockene Tiffany, sondern legt das Fundament für eine lebenswerte Gemeinschaft aller Waisenhauskinder – samt den von "eiskalten Dunkelgestalten" zu warmherzigen Menschen gewandelten drei Räubern.

Die Kraft des Träumens, das Entwickeln innerer Vorstellungsbilder hilft den Held*innen der hier vorgestellten Filme, Antworten auf schwierige Lebensfragen zu finden. Dabei geht es in den Geschichten um ganz Unterschiedliches: um Gerechtigkeit, um Vorstellungen von Glück und Erfolg, um das Zusammenleben in der Familie, die Suche nach der eigenen Identität, das Verhältnis von Mensch und Natur oder den Umgang mit dem Tod.


Das Kinderfilmfest im Land Brandenburg wird veranstaltet vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg und dem Filmverband Brandenburg e.V. in Kooperation mit folgenden örtlichen Partnern: Jugend- und Kulturamt der Stadt Bernau bei Berlin; Kreismedienzentrum Prignitz; Stiftung SPI, Niederlassung Brandenburg, Kultur- und Freizeitzentrum „Pegasus“, Senftenberg; Gemeindebibliothek Wildau; Filmmuseum Potsdam; CTA-Kulturverein Nord, Fürstenwalde; Kreiskulturhaus Seelow; SHIA e.V. / Landesverband Brandenburg; Schulförderverein der Thomas-Münzer-Grundschule Ziesar, Stadt und Amt Ziesar; Mehrgenerationenhaus „Mikado“, Frankfurt (Oder);  KiJu – Kinder- und Jugendzentrum, Brandenburg; Stadtbibliothek Rheinsberg; Bibliothek Lehnin.

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

Redaktionell verantwortlich: Beate Völcker