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Souveränität verleihen

Souveränität verleihen

"Für diese Versöhnung mit dem Lesen gibt es eine einzige Bedingung: nichts als Gegenleistung zu verlangen. Absolut nichts. [...] Nicht die geringste Frage zu stellen. Nicht die kleinste Hausaufgabe zu geben."

Daniel Pennac: Wie ein Roman. Von der Lust zu lesen. 1998


Die Kunst bzw. das poetische Wort bieten eine Chance, neue positive Erfahrungen zu schaffen und dadurch alte Ressentiments zu ersetzen. Die Bedeutung des poetischen Wortes liegt außerhalb der Kategorien richtig und falsch. Kinder mit schwierigem soziokulturellen Hintergrund lernen Sprache oft nicht als Instrument und Möglichkeit kennen, sich und ihre Gefühle, Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, sondern leben vielmehr in dem Gefühl, von der Sprache beherrscht zu werden.

In einer spielerischen Auseinandersetzung mit der literarischen Geschichte haben die Schülerinnen und Schüler die Chance mit dem Unverstandenen umzugehen.

Es ist notwendig die Rolle des Leseversagers mit der des Buchexperten immer wieder erneut zu ersetzen. Eine Methode wäre die Buchpräsentation. Hat man jemanden einmal in die Lage versetzt, vor einem Publikum ein Buch als Experte desselben zu präsentieren, dann ist er zunächst für eine konkrete Situation kein Versager mehr, sondern genau das Gegenteil. Dies ist ein vielversprechender Anfang. Ideen zur Umsetzung gibt es für diese Bücher: Schwi-Schwa-Schweinehund, So B.It und Rissi.

Katja Eder

Redaktionell verantwortlich: Erna Hattendorf