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Eine Schule liest ein Buch

Eine Schule liest ein Buch

Alle Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte einer Schule lesen dasselbe Buch. In den Mittagspausen finden während einer Projektwoche Veranstaltungen statt, die thematisch an das Buch geknüpft sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterricht, der über den organisatorischen Rahmen des Deutschunterrichts hinausgeht.

Organisation
  1. In Form eines Vorlesewettbewerbs stellen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte Bücher vor. Danach stimmen die Jugendlichen ab.
  2. Das Buch wird als Vorbereitung auf die Projektwoche während des Deutschunterrichts bzw. während der Klassenlehrer- bzw. Klassenlehrerinnen-Stunden besprochen. Zu Beginn der Projektwoche sollten alle das Buch gelesen haben.
  3. Die Projektwoche kann mit einer Auftaktveranstaltung beginnen, bei der aus dem Buch vorgelesen wird und die Veranstaltungen vorgestellt werden.
  4. Während der Projektwoche gibt es in der Mittagspause zum einen für diejenigen, die das Buch nicht im Unterricht behandelt haben, die Möglichkeit, in gemütlicher Atmosphäre das Buch (zu Ende) zu lesen und zu besprechen. Zum anderen können die Jugendlichen Workshops zu Themen besuchen, die sich aus der Lektüre des Buchs ergeben.
  5. Als Abschlussveranstaltung eignet sich z.B. eine Podiumsdiskussion, die Darstellung kurzer szenischer Sequenzen aus dem Buch, eine Bildergalerie etc.
Ziele
  • eine Lektüre mit allen Sinnen erfassen
  • Diskussion über Bücher anregen
  • Lesemotivation fördern
  • erfahren, dass die Lektüre eines Buches über den Deutschunterricht hinausgehen kann
Erfahrungen

An der Lina-Morgenstern-Schule, einer Gesamtschule in Berlin-Kreuzberg, die vor einigen Jahren das Projekt durchführte, entschieden sich 50 Prozent der befragten Schüler und Schülerinnen für "Ich knall euch ab" von Morton Rhue. Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen las das Buch. Diejenigen, deren Lehrkräfte das Buch nicht in den Unterricht eingebracht hatten, lasen das Buch nicht.

Da Sport in dem Buch eine große Rolle spielt, konnten die Jugendlichen Fußball spielen und an Workshops für asiatische Kampfsportarten und Entspannungstechniken teilnehmen. Auf diese Weise konnten sie sich mit den Themen "Aggression" und "Stärkung des Selbstbewusstseins" auseinandersetzen. 
Das Projekt wurde von denen, die aktiv teilnahmen, positiv bewertet. 

Redaktionell verantwortlich: Erna Hattendorf