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Schulbibliothek und Leseinteressen

Die Schulbibliothek unterstützt und berücksichtigt die Entwicklung von Leseinteressen der Schülerinnen und Schüler   

 
Die Schulbibliothek nimmt die Leseinteressen der Kinder wahr. Dazu nutzt sie in Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Schule vielfältige Dokumentationsformen und stellt auf dieser Grundlage ein passendes, differenziertes Angebot zusammen.
 
Die Schulbibliothek sollte auch als Ort genutzt werden, an dem die dokumentierten Leseinteressen immer wieder ausgestellt werden können. Dabei könnten sich verschiedene Lerngruppen über das Schuljahr hinweg mit ihren Präsentationen abwechseln. Die Schülerbeispiele regen zum Austausch über Lesegewohnheiten und das Gelesene an.

Übers Vorlesen nachdenken

Über einen motivierenden Bogen, auf dem die individuellen Vorleserituale und Vorlesevorlieben der Schulanfängerinnen und -anfänger eingefangen werden, erhält auch die Schulbibliothek wichtige Informationen bezüglich ihres Angebots für ihre jüngsten Nutzerinnen und Nutzer. 

Bücherfenster

Welches sind unsere beliebtesten Bücher? Auf diese Frage gibt das Bücherfenster eine anschauliche Antwort. Die fotografierten Bücherfenster sind (nicht nur) eine sehr passende Dekoration in der Schulbibliothek.

Lesesteckbrief

Schülerinnen und Schüler der Schulanfangsphase reflektieren im Lesesteckbrief z. B. über ihr Lieblingsbuch, ihren Lieblingsleseort, über eine besonders geliebte Textsorte und worüber sie sich gerne in Büchern informieren. Auf Pappe aufgeklebt und mit einem Aufsteller versehen können sie in der Schulbibliothek präsentiert werden.

Drehbücherei

Mit der Drehbücherei können die Schülerinnen und Schüler anschaulich zeigen, wie viele Bücher sie im Laufe der Grundschulzeit (zu Hause oder im Unterricht) gelesen haben und wie sie diese einschätzen. Bei einem „Drehbücherei-Wettbewerb“, den die Schulbibliothek ausschreiben könnte, können z. B. die zehn tollsten Leserinnen und Leser der Schule ermittelt und ausgezeichnet werden, die im Laufe eines Schuljahrs die meisten Titel gelesen haben.

Bücherregal

In der Schulbibliothek können z. B. für die verschiedenen Lerngruppen einer Jahrgangsstufe „Bücherregale“ (Bögen mit gezeichneten Buchrücken) an einer Wand angebracht werden, in die die Kinder ihre gelesenen Bücher eintragen und unaufwändig einschätzen. Das kann zu einem motivierten Lesewettstreit unter den Lerngruppen und zu beeindruckend langen Bücherregalen führen: Welche Klasse liest am meisten?

Leseinterview

In einem kleinen Leporello geben Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 3 Antworten zu ihrem Leseverhalten. Interessante Fragen für die Schulbibliothek sind z. B.: In welcher Situation kannst du dich beim Lesen am besten konzentrieren? Was kann dich während des Lesens besonders stören? 

Lese-Report

In einem Faltblatt, das ab Jahrgangsstufe 5 eingesetzt werden kann, reflektieren die Schüler(innen) z. B. über ihren liebsten Lesestoff, welches ihr Lieblingsbuch ist und warum man es unbedingt lesen muss. Dies bietet wichtige Informationen für das Buchangebot in der Schulbibliothek.

Textuhr

Die Textuhr unterstützt besonders Schülerinnen und Schüler der Schulanfangsphase, ihren Eindruck von einem Text zu beschreiben und zu begründen. Variiert kann die (verkleinerte) Textuhr auch in der Schulbibliothek genutzt werden. In eine Auswahl von Büchern eingelegt (z. B. in Erstlesebücher) können die Kinder nach der Lektüre ihre Einschätzung zum Buch dokumentieren, indem sie einen Zeiger in das Segment mit dem Adjektiv zeichnen, das ihrer persönlichen Einschätzung entspricht, und ihre Unterschrift hinzufügen. Für Kinder, Pädagog(inn)en wie Mitarbeiter(innen) der Schulbibliothek ist es interessant festzustellen, ob sich nach mehrmaliger Ausleihe die Einschätzungen auf der Textuhr gleichen oder ganz unterschiedlich sind.

Redaktionell verantwortlich: Erna Hattendorf