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Lesepaten-Frage 3

Welche Vorlesetipps gibt es?

  • Die Gruppe, der man vorlesen möchte, sollte nicht zu groß sein. Günstig sind - je nach Alter und Konzentrationsfähigkeit -  drei bis sieben Kinder.
  • Es sollte - wenn möglich - so etwas wie eine Vorlese-Atmosphäre, ein "wohliger" Rahmen geschaffen werden. Vielleicht kann der Stuhl, auf dem der Vorleser / die Vorleserin sitzt, besonders "gekennzeichnet" werden, z.B. durch ein besonderes Kissen oder durch ein Tuch, das man darüber legt. Wichtig ist auch, dass die Kinder gemütlich sitzen und zuhören können.
  • Man sollte darauf achten, während des Vorlesens Blickkontakt zu den Kindern zu halten. Das bindet die Zuhörer und Zuhörerinnen. Der/die Vorlesende erkennt so auch schnell, ob die Kinder etwas nicht verstanden haben und ob man eine Textstelle noch einmal mit anderen Worten wiederholen sollte.
  • Die Kinder brauchen Zuhörpausen. So bekommen sie einen Raum, in dem sie Zwischenfragen stellen können und angeregt werden, darüber nachzudenken, wie die Geschichte weitergehen könnte, wie sie sich in der beschriebenen Situation verhalten würden oder ob sie auch schon einmal so etwas erlebt haben usw. 
  • Bei längeren Texten kann zwischen Vorlesen und Erzählen abgewechselt werden. Der Text kann dabei auch gekürzt werden, wenn nötig und möglich. 
  • Das Zusammenstellen einer Vorlesetüte zu einem Buch unterstützt das Textverständnis der Kinder. In einer Vorlesetüte werden Gegenstände gesammelt, die im Buch eine wichtige Rolle spielen. Sobald ein Gegenstand im Text vorkommt, wird er aus der Vorlesetüte geholt und allen Kindern sichtbar präsentiert. Anhand der Gegenstände kann dann auch am Ende der ganze Text von allen gemeinsam nacherzählt werden.
    Variante: Schon vor dem Vorlesen können den Kindern Gegenstände aus der Vorlesetüte gezeigt werden. So werden die Kinder angeregt, Vermutungen über den Textinhalt anzustellen.

Redaktionell verantwortlich: Erna Hattendorf