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Kompetenzfelder

Für die Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung werden in der Handreichung die folgenden sechs Kompetenzfelder ausgewiesen:

Schülerinnen und Schüler lernen zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Verkehr teilzunehmen und ihren Aktionsradius auszuweiten, um auch unbekannte Ziele unter Verwendung nötiger digitaler und analoger Informationsmedien pünktlich zu erreichen. Weiterhin wird auch motorisierter Individualverkehr behandelt.

Schülerinnen und Schüler erwerben Regelwissen und verkehrsspezifische Kenntnisse, um am öffentlichen Verkehr gefahrenbewusst teilzunehmen und situationsbezogen zu handeln. Um Risiken zu vermeiden, passen sie ihre Fahrweise und ihr Tempo der Verkehrssituation an und schützen sich als Radfahrende durch Nutzung eines Fahrradhelms.

Schülerinnen und Schüler erkennen, dass es sich beim Verkehr um ein soziales System handelt, das besonderen Regeln und Normen des Rechts und der sozialen Interaktion unterworfen ist. Es erfordert vom Einzelnen Umsicht und Rücksichtnahme, um als System am besten zu funktionieren und andere Verkehrsteilnehmende nicht unnötig zu beeinträchtigen. Schülerinnen und Schüler treffen bewusste Entscheidungen für sich selbst und nehmen zunehmend auch Verantwortung für andere wahr.

Schülerinnen und Schüler erweitern durch ihre Verkehrsteilnahme ihre motorischen Fertigkeiten sowie ihr Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen. Sie erkennen, dass die Wahl des Verkehrsmittels Auswirkungen auf die eigene Gesundheit hat und dass Verkehrswege auch für die Aktivierung der eigenen Bewegung genutzt werden können. Ebenso kann die Verkehrsmittelwahl zur Reduzierung von Beeinträchtigungen anderer durch Lärm und Abgase beitragen.

Schülerinnen und Schüler erkennen, dass der Verkehr Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima hat. Sie wählen ihre Verkehrsmittel unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung wie Flächenbedarf, Kraftstoffverbrauch, Kohlendioxidbelastung auf Wegen zu Wohnen, Arbeit, Versorgung, Bildung und Erholung aus.

Schülerinnen und Schüler nehmen partizipatorisch an gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Verkehr teil und entwickeln Ideen für eine Mobilität der Zukunft, die sich auf die Verkehrsumwelt, Mobilitätsformen, Fahrzeuge und Antriebe bezieht. Sie erwerben Grundlagen und Wissen über städtebauliche und wirtschaftliche Aspekte heutiger Verkehrswirklichkeit und ihrer Folgen.


Die beschriebenen sechs Kompetenzfelder sind voneinander abhängig. So sind beispielsweise Kompetenzen des sicheren und verantwortungsbewussten Verhaltens Voraussetzung für eine selbstständige Mobilität und umwelt- und gesundheitsbewusstes Verhalten Voraussetzung zur Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität. Diese Interdependenzen gibt es zwischen allen Kompetenzfeldern der Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung.

Darüber hinaus gibt es bei den Kompetenzfeldern Überschneidungen. So wird z. B. „nachhaltig mobil sein“ als ein eigenes Kompetenzfeld benannt, spielt aber auch in anderen Kompetenzfeldern eine wichtige Rolle. Darüber hinaus überschneiden und ergänzen sich auch Inhalte der Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung mit denen anderer übergreifender Themen des Rahmenlehrplans. Es bestehen Überschneidungen bezüglich der Mobilität beim übergreifenden Thema Gesundheitsförderung mit den Themen Bewegung und Suchtprophylaxe. Das übergreifende Thema Verbraucherbildung könnte die Mobilität ebenfalls berücksichtigen.