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Antisemitismus: Sind die anderen schuld?

Am Mittwoch, 21. Februar 2018, von 18 bis 20.30 Uhr diskutieren über antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft

  • Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main,
  • Saba-Nur Cheema, Pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank,
  • und Sanem Kleff, Pädagogin und Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Die Veranstaltung moderiert Stefan Reinecke, Journalist bei der tageszeitung.

Antisemitismus ist geächtet – offiziell. Verschiedene Studien belegen jedoch, dass jeder Fünfte latent antisemitisch denkt. Obwohl also die gesamte Gesellschaft davon betroffen ist, werden besonders muslimische Jugendliche unter den Generalverdacht des Antisemitismus gestellt. Die Fokussierung auf den angeblich Fremden dient zum einen der Entlastung der Mehrheitsgesellschaft, die sich so von dem Vorwurf des Antisemitismus freispricht.

Gleichzeitig gilt aber auch, dass islamistischer Antisemitismus sich anders ausdrückt als der der Mehrheitsgesellschaft. Das zeigen die Demonstrationen in deutschen Großstädten anlässlich der angekündigten Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem und auch die in diesem Zusammenhang erfolgten gewalttätigen antisemitischen Übergriffe in einigen europäischen Ländern.

Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, plädiert dafür, im Umgang mit islamistischem Antisemitismus stets zugleich auch antimuslimischen Rassismus zu thematisieren. Denn nur wenn anerkannt wird, dass auch als muslimisch markierte Jugendliche von Rassismus und Stigmatisierung betroffen sind, kann eine gelungene Auseinandersetzung mit islamistischem Antisemitismus erfolgen.

Gemeinsam mit Sanem Kleff, Leiterin der Bundeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, und Saba-Nur Cheema, Pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank, diskutiert er, wie pädagogische Interventionen und eine antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft aussehen können.

Ort: Landeszentrale für politische Bildung, Besucherzentrum, Hardenbergstraße 22-24, 10625 Berlin.

Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden, die in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung stattfindet. 

Für Rückfragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

medien@aktioncourage.org und Tel.: 030/21 45 86 0

Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Karl-Heinrich-Ulrichs-Str. 11, 10787 Berlin