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Brandenburg und seine Nachbarn

Hinweise zur Durchführung der Projekttage zum Thema: Brandenburg und seine Nachbarn - Euroregion-Projekte, Schulkooperation

Das Verhältnis der Brandenburger zu ihren Nachbarn veränderte sich in den letzten 20 Jahren stetig. Bis 1990 war die Grenze nach Polen relativ undurchlässig, es gab wenige Grenzübergänge und – von einigen RGW-Partnerschaften abgesehen – relativ schwach entwickelte Kooperationen. Das änderte sich nach der Friedlichen Revolution 1989 in beiden Ländern drastisch. Polen wurde für viele Brandenburger zunächst das Land der billigen Preise. Kilometerlange Staus an den Grenzen kündeten von einem gigantischen Einkaufstourismus. Gleichzeitig kamen viele Polen nach Deutschland, um hier zu arbeiten, was bei einigen Bevölkerungsgruppen schnell zu einer latenten Angst vor „den Fremden“ führte, die sich nicht nur, aber eben auch gegen unsere Nachbarn im Osten richtete.

Viele Organisationen versuchten auf den unterschiedlichsten Gebieten, ein gegenseitiges Kennenlernen und damit eine Ebene für Verständigung und friedliches Zusammenleben beiderseits von Oder und Neiße zu ermöglichen. Das umfasst Partnerschaften von Städten und Gemeinden, von Schulen, von Wirtschaftsverbänden, kulturellen Organisationen und anderen.

Mit der Aufnahme Polens in die EU und dem Abbau der Grenzkontrollen wurde es unkompliziert und völlig „normal“, von Deutschland nach Polen und von Polen nach Deutschland zu fahren, der Einkauftourismus ist einem Kulturtourismus gewichen, auf beiden Seiten wuchsen das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz.

Mögliche Fragen für die Projektarbeit:

  • Welche deutsch-polnischen Begegnungen und Partnerschaften gibt es in deiner Region?
  • Wie hat sich das Verhältnis von Brandenburgern und ihren polnischen Nachbarn verändert?
  • Lassen sich Beispiele für Leben und Arbeiten polnischer Bürger in Deutschland oder Brandenburger in Polen finden und dokumentieren?