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Militärische Standorte

Hinweise zur Durchführung der Projekttage zum Thema: Militärische Standorte

Im Bereich der Militärstandorte vollzog sich in den letzten 20 Jahren ein starker Wandel.
Viele Standorte der ehemaligen NVA wurden geschlossen. Das bedeutete für die Städte und Gemeinden eine Stilllegung von Militärflächen und Militärgebäuden, ebenso eine Freisetzung ehemaliger NVA Angehöriger.

War es für die betroffenen Menschen nicht immer leicht, in der Region eine neue Lebensgrundlage zu finden, so war der Rückzug der NVA ein Gewinn für die Natur. In dem Maße, in dem militärische Anlagen zurückgebaut wurden, holte sich die Natur die Flächen zurück, so dass an vielen Stellen nichts mehr auf eine ehemalige Nutzung als Armeegelände hinweist.

Ein aktuelles Beispiel ist die Nutzung des ehemaligen Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide als Tourismusgebiet.
 
Einige militärische Liegenschaften und Einrichtungen wurden in den Bestand der Bundeswehr überführt, so z.B. das ehemalige Verteidigungsministerium der DDR in Strausberg, das jetzt von der Wehrbereichsverwaltung Ost und der Akademie für InAIK genutzt wird.

An vielen Stellen erschien es ratsam, alte Kasernen und militärische Verwaltungsgebäude einer neuen Nutzung zuzuführen. So ist beispielsweise in der ehemaligen sowjetischen Garnison in Eberswalde das Landesbehördenzentrum untergebracht, die Waldstadt in Wünsdorf entwickelte sich u. a. zum Bildungs- und Kulturstandort „Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf“.

Mögliche Fragen für die Projektarbeit:

  • Gab es in deiner Region vor 1990 militärische Objekte der NVA oder der Sowjetarmee?
  • Was ist aus den Flächen und Gebäuden in den vergangenen 20 Jahren geworden?
  • Wie hat sich das Vorhandensein oder die Auflösung militärischer Einrichtungen auf das Leben in der Region ausgewirkt?
  • Wie hat sich das Leben der Menschen, deren Beruf eng mit einer Armee verbunden war oder ist (Militärangehörige, Zivilbeschäftigte) verändert?