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Land Brandenburg

In den Ländern Brandenburg und Berlin

Gedenkstätten

  • Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten:


Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Als Modell- und Schulungslager der SS und Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe der Reichshauptstadt nahm Sachsenhausen eine Sonderstellung im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager ein. Diese wurde unterstrichen, als 1938 die Inspektion der Konzentrationslager, die Verwaltungszentrale für alle Konzentrationslager im deutschen Machtbereich, von Berlin nach Oranienburg verlegt wurde.


Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
In dem preußischen Dorf Ravensbrück ließ die SS u.a. durch Häftlinge des KZ Sachsenhausen ab November 1938 das Frauen-KZ Ravensbrück errichten. Es war das einzige große KZ auf deutschem Gebiet, das als sogenanntes Schutzhaftlager für Frauen bestimmt war.

 

Dokumentationsstelle Brandenburg
Im Zuchthaus Brandenburg-Görden wurden zwischen 1940 und 1945 insgesamt 2743 Menschen hingerichtet. Damit war Brandenburg die zweitgrößte Hinrichtungsstätte der NS-Justiz im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches.

 

  • weitere Gedenkstätten:


Mahn- und Gedenkstätte Lieberose
Zur Bereitstellung von billigen rechtlosen Arbeitskräften wurde im November 1943 das KZ Lieberose als Nebenlager des KZ Sachsenhausen im Dorf Jamlitz in unmittelbarer Nähe des damaligen Bahnhofs Lieberose errichtet und erhielt den Namen "Arbeitslager Lieberose". Die Häftlinge, überwiegend ungarische und polnische Juden, mußten Straßen, Kasernen und andere Anlagen des Übungsplatzes bauen. Aufgrund der mörderischen Arbeits- und Lebensbedingungen fanden viele den Tod. Das Lager war damit Teil des Holocaust.

Geschichtspark an der Berliner Straße in Falkensee
Das ca. 17 Hektar umfassende Gebiet an der Spandauer Straße in Nähe zur Stadtgrenze von Berlin wurde 1942/43 mit einem Außenlager des KZ Sachsenhausen bebaut. Zwischen 1.600 und 2.500 Männer aus nahezu allen Ländern Europas überwiegend jedoch aus Frankreich, Polen, der Sowjetunion und Norwegen waren in neun Baracken, den sogenannten Blocks, untergebracht.

Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer der politischen Gewaltherrschaft in Frankfurt (Oder)"
Die Gedenkstätte befindet sich in einem der ältesten Strafvollzugseinrichtungen der Mark Brandenburg. Die Ursprünge gehen auf ein Ende des 18. Jahrhunderts eingerichtetes Arbeitshaus zurück. Traurige Berühmtheit erlangte das Gefängnis am "Bollwerk" durch die Nutzung des Hauses durch die Gestapo in der Nazizeit.

Nationalsozialismus/Holocaust

  • Informationsdienst Wissenschaft e. V. (idw):
    Verhalten der Brandenburger während der Judenverfolgung
    Über die Schrecken der NS-Zeit in der deutschen Hauptstadt ist schon vieles bekannt. Wie aber verlief die Geschichte in der umliegenden Region Brandenburg? Bislang fand dieser Aspekt kaum Beachtung in der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Antisemitismus im Dritten Reich. Eine kürzlich an der Freien Universität Berlin erschienene Dissertation schließt nun diese Lücke. Die Historikerin Edda Weiß untersucht den Verlauf und die Entwicklung der nationalsozialistischen Judenverfolgung in den Jahren 1933 bis 1945 und wie die brandenburgische Bevölkerung sich dazu verhielt. Die Wissenschaftlerin kommt zu dem Schluss, dass das Verhältnis der Brandenburger zu den Juden von latentem Antisemitismus, moralischer Gleichgültigkeit und der egoistischen Angst vor dem nationalsozialistischen Regime geprägt war.
  • Pixelpark Multimedia Agentur (in Zusammenarbeit mit dem Museum und der Gedenkstätte Sachsenhausen, der Fachhochschule Potsdam und den Firmen Oxford Computer Consultants isowie Epsilon Software):
    Das Projekt CAMP: Alltag in Sachsenhausen
    Im Zentrum dieser Site steht das Zeugnis von Heinz Wollmann, Sohn eines jüdischen Schneiders aus Frankfurt/Oder, der während des Novemberprogroms 1938 ins KZ Sachsenhausen bei Oranienburg verschleppt wurde. Die Webseite bietet eine anschauliche Schilderung des Lagerlebens: Lagerappelle, Arbeitseinsätze, Schikanen und Quälereien der Aufseher, Kleidung und Abzeichen der Häftlinge (mit Texten, Fotos und Audiofiles).

Jüdisches Leben

  • Caritas-Kreisstelle Cottbus:
    "Dem Fremden begegnen ... Jüdisches Leben in der Lausitz"
    Der Caritasverband der Diözese Görlitz e.V. realsierte zwischen 2002 und 2004 das Projekt "Dem Fremden begegnen ... Jüdisches Leben in der Lausitz", in dem 24 junge Leute die Geschichte und Geschichten des jüdischen Lebens der Region zusammentrugen und einer breiten Öffentlichkeit präsentierten. An den Standorten Görlitz und Cottbus untersuchten Gruppen von je zwölf Jugendlichen unter Anleitung jeweils einer/s Sozialpädagogin/en und einer/s Historikerin/s das jüdische Leben der Stadt und des Umlandes.

 

Projekte

  • Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule e.V. (RAA Brandenburg):
    "Geschichtshäuser zum Blättern"
    Seit 1995 sind die "Geschichtshäuser" Teil des Projekts "Lokalhistorische Studien zu 1945 in Brandenburg: Zusammenbruch - Befreiung - Besatzung". Mit ihm sollen Lehrer, Schüler und andere Interessierte angeregt werden, an ihrem jeweiligen Ort zu recherchieren. Mehr als 60 Projekte sind inzwischen entstanden, darunter neue Geschichtshäuser, die in den Schulen Brandenburgs gezeigt werden.
  • Grundschule Peitz:
    "Theresienstadt und ich"
    Das fachübergreifende Schulprojekt zur historisch-politischen Bildung in der Primarstufe behandelte folgende Themen: Jüdisches Leben, Geschichte des jüdischen Volkes, Judenverfolgung und Ermordung der europäischen Juden in der Zeit des deutschen Faschismus.

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Redaktionell verantwortlich: Jens Nitschke, LISUM