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Projekte

Erziehung über den Holocaust

Projekte

Allgemeines

  • Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V.:
    "Lernen aus der Geschichte - Projekte zu Nationalsozialismus und Holocaust in Schule und Jugendarbeit"
    Das vom Goethe Institut Inter Nationes e.V., der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dem Auswärtigen Amt unterstützte Projekt gibt einer bislang kaum beachteten Erinnerungsarbeit couragierter junger Leute und ihrer Lehrer in Deutschland eine größere Öffentlichkeit und versteht sich deshalb als aktiver Beitrag zu einer neuen Erinnerungskultur. Das Projekt schlägt eine Brücke aus der Vergangenheit in die Gegenwart, indem es umfassend zeitgenössische Projektarbeit vor allem mit Schülern darstellt. Die Lehrer als die Organisatoren der meisten Projekte treten auch als verantwortliche Autoren auf, die Beiträge der Schüler werden in ihrer authentischen Form gezeigt.

Spurensuche (Auswahl)

  • Jakob Grimm Schule (Rotenburg an der Fulda):
    Arbeitsgruppe Spurensuche
    Die Arbeitsgruppe Spurensuche besteht seit Mitte der 1990er-Jahre. Das Bemühen der Arbeitsgruppe gilt der Geschichte der jüdischen Minderheit im Raum Bad Hersfeld-Rotenburg an der Fulda, deren Anfänge sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Die AG will die Beziehungsgeschichte zwischen Juden und nichtjüdischer Umwelt in dieser Region mit ihren Licht- und Schattenseiten aufzeigen.
  • Kooperative Gesamtschule Stuhr-Brinkum:
    Projektkurs "Spurensuche" - Erinnern für die Zukunft
    Seit Anfang der 1990er-Jahre wird an der Kooperativen Gesamtschule Stuhr-Brinkum - angeleitet durch eine Deutsch- und Religionslehrerin - in Projektkuresen Spurensuche betrieben. Die Ergebnise der Recherchen wurden in Wanderausstellungen, im Rahmen szenischer Lesungen und in Buchform veröffentlicht.
  • Stiftung Menschen für Demokratie e.V.:
    Initiative Mahnung gegen Rechts
    Die Deutsche Geschichte ist durch die schreckliche Zeit des "Dritten Reichs" schwer belastet. Wie kaum eine andere Nation lernen die Deutschen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Diese Aufklärung führt bei einer überwiegenden Mehrheit zu der klaren Haltung: Nie wieder. Dennoch existiert eine lautstarke Minderheit, die nicht in der Lage zu sein scheint, aus der Geschichte zu lernen. Daher entstand das Internet-Projekt "Mahnung gegen Rechts". Mit den Mitteln der Dokumentation und Publikation bietet das Projekt allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit der NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen.
  • Verein Lernen aus der Zeitgeschichte (Österreich):
    A Letter To The Stars - Briefe in den Himmel
    15.000 Schüler aus ganz Österreich haben 2003 die Lebensgeschichten der Opfer des NS-Regimes recherchiert. Es wurde damit zum größten schulischen Forschungsprojekt zur Zeitgeschichte. Durch die Recherche der SchülerInnen ist aus der anonymen, gesichtlosen Liste der Opfer ein berührendes Living Memorial entstanden, das den Ermordeten des NS-Regimes ihre Namen, ihre Geschichte, ihre Würde zurückgibt. Tausende Lebensgeschichten sind bereits dokumentiert - und das Archiv dieses ganz persönlichen Erinnerns wächst mit jedem Tag weiter. Es sind Briefe aus der Gegenwart an die Vergangenheit für die Zukunft. Das Projekt wird 2004 fortgesetzt.

Berufliche Bildung

  • Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee Konferenz:
    Körperkult und ästhetische Normierung im Nationalsozialismus
    Junge Friseure in der Ausbildung lernen in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz die Geschichte ihres Handwerks im Dritten Reich kennen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht "ästhetische Normensetzung und Rassismus". Der Ausschnitt aus Claude Lanzmanns Film "Shoah" über einen Friseur in Treblinka macht ihnen die Auswirkungen der rassistischen NS-Politik am Einzelschicksal erfahrbar.

Diskussion/Foren

  • Jugendakademie im C.-Pirckheimer-Haus:
    Erinnerungsarbeit DIDANAT
    Seit Anfang November 2001 bietet die Jugendakademie im C.-Pirckheimer-Haus Nürnberg - als Partner im Lern- und Studienforum des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände - ein neues Seminarprogramm für Schulklassen und Jugendgruppen. Es informiert über die Geschichte des Nationalsozialismus und regt die Teilnehmenden zur Erinnerungsarbeit mit Blick auf die eigene Lebenswirklichkeit an.

Redaktionell verantwortlich: Jens Nitschke, LISUM