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Minisprachen

Minisprachen im Anfangsunterricht Informatik

Nach wie vor ist für jede Lehrerin und jeden Lehrer die Einführung in die Programmierung eine reizvolle Herausforderung, die weitgehende didaktische Entscheidungen erfordert und ein sorgfältig geplantes methodisches Vorgehen verlangt. Zum Beispiel sieht der neue Berliner Rahmenplans Informatik Sek II als einen von drei alternativen Einstiegswegen die "variablenfreie Programmierung" vor. Auch in der Sekundarstufe I bieten sich die Programmierumgebungen für die Einführung an.

Die Grundidee zu variablenfreien Programmierumgebungen (besser Minilanguages, da manche der an sich variablenfreien Umgebungen doch wenige Variablen zulassen) stammt von Richard E. Pattis der bereits 1981 (Wiederauflage 1995) in dem Buch Karel the Robot, A Gentle Introduction for the Art of Programming ein solches System beschreibt. Ein Roboter kann mit wenigen Befehlen in einer definierten Bildschirmwelt dirigiert werden. Ziel ist es eine leicht bedienbare Programmierumgebung mit einem kleinen Sprachumfang bereitzustellen, um im Anfangsunterricht zum Programmieren die Anfängerinnen und Anfänger nicht mit dem Handling von Profisystemen wie JBuilder oder Delphi zu belasten. Der Unterricht kann sich deshalb auf die Algorithmik konzentrieren, deren Ablauf sofort sichtbar wird. Es kann sofort nachgeprüft werden, ob das Programm die gewünschten Reaktionen zeigt (Johann Penon).

 

Redaktionell verantwortlich: Frank Oppermann