Zum Inhalt springen
Warum eine neue GOSTV?

Um die Bildungsgerechtigkeit, die Mobilität der Schülerinnen und Schüler und die Vergleichbarkeit der Abschlüsse, mit denen die allgemeinen Hochschulreife erlangt wird, in den Ländern zu verbessern, hat die 354. Tagung der Kultusminister der Länder (KMK) im Juni 2016 die Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe und der Abiturprüfung beschlossen. Ihr Ziel ist eine stärkere Vereinheitlichung der Oberstufen in den Ländern, um eine höhere Vergleichbarkeit des Abiturs und verbesserte Bedingungen für Mobilität zu gewährleisten.

Bisher sah die KMK-Oberstufenvereinbarung lediglich Untergrenzen für die Zahl der Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau (in Brandenburg künftig: Leistungskursfach) sowie die Anzahl der Wochenstunden vor. Dies hat in der Folge zu unterschiedlichen Strukturen der gymnasialen Oberstufen in den Ländern geführt, die einer präzisen Vergleichbarkeit der Ergebnisse, aber auch der Mobilität der Schülerinnen und Schüler zwischen den Bundesländern entgegenstehen. Daher sieht die nun geänderte KMK-Oberstufenvereinbarung künftig folgende Begrenzungen vor:

  • eine Bandbreite von zwei bis vier Kursen auf erhöhtem Anforderungsniveau (in Brandenburg derzeit noch fünf Kurse),
  • eine Bandbreite von 32 bis 40 einzubringenden Kursen (in Brandenburg derzeit noch 42 Kurse),
  • doppelte Gewichtung von höchstens zwei Abiturprüfungsfächern im Rahmen der Gesamtqualifikation (in BB derzeit noch drei Abiturprüfungsfächer).


Diese neuen Maßgaben der KMK-Oberstufenvereinbarung haben eine Änderung der Brandenburger Gymnasiale-Oberstufe Verordnung (GOSTV 2009) notwendig gemacht. Die erste Abiturprüfung nach den neuen Regelungen in der GOSTV wird gem. der KMK-Oberstufenvereinbarung im Prüfungsjahr 2021 abgelegt.

Die wesentlichen Neuerungen der geänderten gymnasialen Oberstufe finden Sie in der anliegenden Präsentation „Änderungsaspekte in der gymnasialen Oberstufe“.

Entsprechend betreffen die o. g. Änderungen Schülerinnen und Schüler, die

  • ab dem Schuljahr 2018/19 in die Einführungsphase an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien eintreten und
  • ab dem Schuljahr 2019/20 in die Qualifikationsphase  eintreten oder diese aus anderen Gründen beginnen.

 

Potsdam, Juli 2018
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

 

>> Informationen zu den wesentlichen Neuerungen der geänderten Gymnasiale-Oberstufe-Verordnung