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"Der Kalte Krieg in Berlin", "Wie aus Feinden Freunde wurden"

Workshops für Klassen der Sekundarstufe II

Vor 70 Jahren, am 12. Mai 1949, beendete die sowjetische Besatzungsmacht in Deutschland nach fast 11 Monaten die Blockade Berlins. Daraufhin stellten die Westmächte einige Wochen später auch die Berliner Luftbrücke ein: in einer einzigartigen Hilfsaktion versorgten die Westmächte während der Berlin-Blockade mehr als zwei Millionen West-Berliner über den Luftweg mit Kohle, Nahrungsmitteln und anderen Gütern und sicherten so - wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges - das Überleben West-Berlins. Die Berliner Luftbrücke veränderte das Verhältnis zwischen den West-Berlinern und den westalliierten Besatzern: aus Besatzungsmächten wurden Schutzmächte und in den folgenden Jahren mehr und mehr Freunde. Berlin und Deutschland blieben jedoch in Folge dieser ersten Krisen im Kalten Krieg über 40 Jahre geteilt.

In dem Workshop „Der Kalte Krieg in Berlin“ formulieren die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen eigenständig Fragen zu Leitobjekte aus der Dauerausstellung des AlliiertenMuseums und werten zu ihrer Beantwortung Tondokumente, gegenständliche Quellen und Textquellen in der Ausstellung quellenkritisch aus. Sie erwerben Kenntnisse über wichtige Ereignisse und Entwicklungen des Kalten Krieges in Berlin und präsentieren diese objektgestützt. Der Workshop eignet sich als Einstieg in das Themenfeld „Konfrontation der Blöcke und die Deutsche Frage“.

In dem Workshop „Wie aus Feinden Freunde wurde - die Ausstellung des AlliiertenMuseums“ lernen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II die Ausstellung des Museums lesen und bewerten: sie setzten sich mit der Auswahl und Präsentation von Objekten auseinander und überprüfen Deutungsmöglichkeiten. Bei einem gemeinsamen Ausstellungsrundgang präsentieren sie ihre Ergebnisse.

Außerhalb von Führungen und Workshops können Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler die Dauerausstellung auch eigenständig entdecken! An sieben interaktiven Stationen werden zentrale Themen der Ausstellung wie die Entnazifizierung, die Berliner Luftbrücke, Spionage oder die Zusammenarbeit der alliierten Mächte multiperspektivisch beleuchtet. Jede der sieben Stationen ist mit einer bewusst polarisierenden Leitfrage betitelt (z.B. Die Berliner Bevölkerung 1945: besiegt oder befreit?, Die Entnazifizierung: gelungen oder gescheitert?, Spionage im Kalten Krieg: Sicherheit oder Risiko?), um die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, sich mit den Themen auseinanderzusetzen.
 
Begleitend zur Sonderausstellung LITTLE AMERICA. Leben in der Militär-Community in Deutschland - Eine Fotoausstellung wird den Sekundarstufen I und II einen Workshop angeboten. Die Fotoausstellung gibt mit rund 200 Fotografien einen motivreichen Eindruck vom beruflichen und privaten Alltagsleben der amerikanischen Militär-Community in Deutschland. Die in der Schau präsentierte amerikanische Militär-Community in Deutschland war jedoch nicht einzigartig. Sie hatte viele historische Vorbilder. Ihnen ist gemeinsam, dass sie in der Fremde das Zugehörigkeitsgefühl der Soldaten und ihrer Familien stärken sollten. Den in der Ausstellung präsentierten Fotografien kam dabei eine ganz besondere Funktion zu. Nach einer objektgestützten Einführung in den Entstehungskontext der Fotografien und in die analoge Fotografie, schlüpfen die Schülerinnen und Schüler selber in die Rolle eines Bildredakteurs. Anhand ausgewählter Motive erzählen sie aus verschiedenen Perspektiven das Leben in den bundesdeutschen „Little Americas“ während des Kalten Krieges.
 
Weitere Angebote wie die Überblicksführungen durch die Dauerausstellung oder die Großobjekte sowie die Stadtführung finden Sie unter: http://www.alliiertenmuseum.de/bildungsangebote/schulen.html

Organisatorische Hinweise für den Museumsbesuch

Öffnungszeiten

  • Täglich außer montags von 10.00 bis 18.00 Uhr

Buchung Führung/Workshop:

Bitte buchen Sie mindestens zwei Wochen im Voraus.

Kosten:

Der Eintritt ist frei. Führungen sind ebenfalls kostenfrei, doch die Workshopangebote sind kostenpflichtig.

Erstellt von André Koch (Pressemitteilung) |  

Redaktionell verantwortlich: Thomas Hirschle, LISUM