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Zitat Dezember 2018

"Jeder Mensch befindet sich ständig in einem Wachstumsprozess, daher darf niemand je aufgegeben werden." (Lew Tolstoi)

Tolstoi plädiert dafür, jedem Menschen immer wieder eine neue Chance zu geben. Ich wünsche mir, dass Lehrkräfte uns Schülerinnen und Schülern auch immer wieder neue Chancen geben, weil auch wir uns ständig in einem Wachstums- oder Entwicklungsprozess befinden.
Ich halte es außerdem für wichtig, dass die individuelle Interessenbildung und das Stärken eines jeden Schülers und einer jeden Schülerin im Mittelpunkt der schulischen Bildung stehen. Dazu ist es notwendig, die Voraussetzungen, die jeder von uns in ganz unterschiedlicher Weise mitbringt, für die individuelle Förderung zu beachten. Das kann eine gute Grundlage für die Unterstützung der charakterlichen und geistigen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sein. 
Eine besondere Stärke unserer Schulen stellt das System der wählbaren Kurse dar. Es eröffnet die Möglichkeit, dass wir Schülerinnen und Schüler den Unterricht in der Oberstufe an unsere Interessen anpassen können. Schulische Bildung wird dadurch individueller.
Das Statement Lew Tolstois ist auch deshalb bedeutsam, weil es uns auffordert, auch unsere ausländischen Mitschülerinnen und Mitschüler beim schwierigen Prozess des Erlernens der deutschen Sprache immer wieder neue Chancen zu geben. Wir sind verpflichtet, sie ihren Fähigkeiten entsprechend mit besten Mitteln in ihrer Entwicklung zu unterstützen, damit sie auf der Grundlage einer guten sprachlichen Ausbildung adäquate Qualifikationen erreichen können. 
Ich bin der Meinung, dass es die Aufgabe der Schule ist, jedem Einzelnen durch bestmögliche Bildung auch bestmögliche Zukunftschancen zu eröffnen. Das könnte ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft fördern.


Lambert Wolff ist Schüler des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Königs Wusterhausen und Sprecher des Landesrates der Schülerinnen und Schüler Brandenburg.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM