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Sinus-Transfer Grundschule

SINUS-Transfer Grundschule

Laufzeit: 08/2004 - 07/2009

Bundesweites Modellprogramm unterstützt Veränderungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht

Unterricht ist veränderbar. Das zeigten die Ergebnisse des Modellprogramms "SINUS", das neun Jahre an Brandenburgs Schulen durchgeführt wurde. SINUS steht für "Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts". Mit diesem Programm reagierten Bund und Länder unter anderem auf Befunde aus Schulleistungsvergleichsstudien. Die positiven Erfahrungen und wesentlichen Ansätze des bundesweiten Versuchs in der Sekundarstufe I wurden bis Juli 2009 in einem Transferprogramm auch auf die Grundschulen übertragen.

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 startete die bundesweite Erweiterungsphase des Programms. Die Auftaktveranstaltung für das Land Brandenburg fand am 12. und 13. September 2007 im Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) in Ludwigsfelde statt.

"In diesem Modellprojekt geht es nicht nur um die Etablierung von Arbeitsstrukturen, die Unterrichtsentwicklung unterstützen, sondern auch um die Realisierung von Unterrichtsveränderung.", so Dr. Jan Hofmann, Direktor der Einrichtung. "Das können wir durch Videoaufzeichnungen aus dem Mathematikunterricht der Jahrgangsstufen 4 und 5 bereits belegen." Die Erfahrungen aus der Begleitung von Lehrkräften in ihrem Unterricht flossen in ein Konzept zur Unterrichtsentwicklung durch Videocoaching ein, das in Zusammenarbeit mit dem Allgemeen Pedagogisch Studiencentrum (APS) in Utrecht entstand. Es wurde auf der Bundestagung im September 2007 in Erkner vorgestellt.

An dem Projekt "SINUS-Transfer Grundschule" beteiligten sich seit dem Programmstart im Februar 2006 sechs brandenburgische Grundschulen, eine Grundschule je Schulamtsbereich. Um den landesweiten Transfer der Ergebnisse zu sichern, wurden sechs weitere brandenburgische Grundschulen in den Modellversuch aufgenommen.
Für das Projekt wurden bundesweit Schwerpunkte zur Unterrichtsveränderung entwickelt, die in zehn Modulen beschrieben wurden. Das Land Brandenburg arbeitete mit den Modulen "Umgang mit Aufgaben im Mathematikunterricht" und "Mathematikunterricht zwischen Offenheit und Zielorientierung". Im weiteren Programmverlauf  wurde die inhaltliche Arbeit der beteiligten brandenburgischen Schulen durch weitere Module ergänzt.

Die Teams der SINUS-Grundschulen sind auf dem Weg, den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln,  diesen Prozess zu dokumentieren und zu evaluieren. Vom LISUM werden für die beteiligten Schulen Fortbildungsveranstaltungen angeboten, die u. a. den landesweiten Erfahrungsaustausch sichern sollen. Aufgabe der Landeskoordination ist es, darüber hinaus die Vernetzung dieses Programms mit anderen Systemen der Qualitätssicherung und kooperative Kontakte u. a. zur Universität Potsdam zu befördern. Erste Erfahrungen aus der Programmarbeit wurden auf der Grundschultagung Mathematik im März 2007 am LISUM vorgestellt.

Das SINUS-Programm wird mit dem Projekt "SINUS an Grundschulen" ab dem Schuljahr 2009/2010 fortgeführt.