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KUQS (BE)

Modellvorhaben

Kollegiale

Unterrichtshospitation zur

Qualitätsentwicklung des Unterrichts in der

Schulanfangsphase

 

Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Transferphase des Modellvorhabens KUQS abgeschlossen.
Diese Seiten zum Modellvorhaben KUQS werden nicht weiter aktualisiert!

 

Zum Beginn des Schuljahres 2009/10 startete das Berliner Modellvorhaben Kollegiale Unterrichtshospitation zur Qualitätsentwicklung des Unterrichts in der Schulanfangsphase  (KUQS). Es diente der Weiterentwicklung des Unterrichts – insbesondere des jahrgangsübergreifenden Lernens - in der Schulanfangsphase und soll die Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse - nicht nur - im Bereich der Schulanfangsphase unterstützen. Das Modellvorhaben wurde von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin durchgeführt. Es endete im Juli 2013 und befindet sich seit Beginn des Schuljahres 2013/14 in der Transpherphase.
 
Kernstück des Projekts war die kollegiale Unterrichtshospitation. Je zwei Lehrkräfte aus zwei Schulen bildeten Tandems und hospitieren gegenseitig unter Berücksichtigung ausgewählter Beobachtungskriterien. Nach dieser kriteriengestützten Beobachtung des Unterrichts erfolgte ein Feedback durch eine gleichgestellte Kollegin bzw. einen gleichgestellten Kollegen.

Eine aktive Unterstützung der Projektmitarbeiterin/des Projektmitarbeiters seitens der Schulleitung war dabei Voraussetzung, damit – mittelfristig - eine schulinterne Verankerung kollegialer Unterrichtshospitation erfolgen konnte.

Das sind die Vorteile kollegialer Unterrichtshospitation:
Fortbildung findet dort statt, wohin sie zielt: im Unterricht. Lehrkräfte reflektieren „auf Augenhöhe“ ihr Unterrichtshandeln und seine Wirkungen. Im Dialog erarbeiten sie neue Erkenntnisse und erweitern ihre Professionalität.

Was unterscheidet die kollegiale Unterrichtshospitation von der bekannten Hospitation bei einer anderen Kollegin?

Jede Kollegin, bei der hospitiert wird, bestimmt selber, was sie lernen möchte.  Nur diese Aspekte ihres Unterrichtshandelns sind Gegenstand der Beobachtung und des anschließenden Feedbackgesprächs.

Was bewirkt die kollegiale Unterrichtshospitation?

Für die einzelne Lehrkraft:

  • Rückmeldung zum Unterrichtshandeln und Anregungen zur Reflexion des eigenen Handelns und seiner Wirkungen.
  • Lernen durch Beobachtung <-> Lernen durch Feedback.
  • Verbesserung des Unterrichtshandelns der Lehrkraft und damit der Lernqualität für die Schüler/innen.
  • Höhere Berufszufriedenheit und Gesundheit durch gestärkte Selbstkompetenz.

Für das Kollegium:

  • Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses von Unterricht.
  • Verbesserung der Feedbackkultur und Teamfähigkeit.
  • Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität durch Personalentwicklung.

Ziele des Projekts

  • Verbesserung des Lehrens und Lernens durch
    - Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität für die Lernenden,
    - Verbesserung der Feedbackkultur, der Kooperationskompetenz und der Teamfähigkeit der Lehrenden.
  • Ausweitung der kollegialen Hospitationen innerhalb der Projektschulen und in den Regionen – auch über die Schulanfangsphase hinaus.
  • Fortlaufende Entwicklung einer i-Box (=Materialsammlung, die allen Interessierten die Möglichkeit einer professionellen kollegialen Unterrichtshospitation ermöglicht).

Projektskizze

  • Schuljahr 2009/2010: Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für kollegiale - kriteriengestützte - Hospitationen durch die 12 Projektmitarbeiterinnen, die sechs Tandems bilden. Beginn der schulinternen Ausweitung an den 12 Projektschulen.
  • Schuljahr 2010/2011: Die 12 KUQS 1-Mitarbeiterinnen haben ihre wichtigsten Arbeitsergebnisse für eine i-Box (Informations- und Indikatorensammlung) zusammengestellt, die allen Projektschulen und weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
    Neun neue KUQS-Mitarbeiterinnen aus weiteren neun Schulen bilden Tandems  bzw. ein Tridem und beginnen mit der schulinternen Ausweitung.
  • Schuljahr 2011/2012 und Schuljahr 2012/13: Auswertung bisheriger Entwicklungsschritte in Bezug auf den Unterricht und die Hospitationen, Erprobung weiterer Beobachtungsschwerpunkte und Indikatoren und kontinuierliche Dokumentation für die Erweiterung der i-Box sowie Ausweitung der beteiligten Schultandems – sowohl schulintern als auch regional - unter Einbindung in die regionale Fortbildung.