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Schulvisitation im Land Brandenburg

Der zweite Durchgang der Schulvisitation, der im Jahr 2011 begann, wurde mit dem Ende des Schuljahres 2015/2016 abgeschlossen. Die Schulvisitation wird sich in den kommenden Jahren inhaltlich und organisatorisch verändern. Bei der weiteren Entwicklung wird als Gesamtziel eine erhöhte Wirksamkeit der Visitationsergebnisse im Qualitätskreislauf der Schul- und Unterrichtsentwicklung angestrebt.

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat entschieden, dass die Schulvisitation ab dem Schuljahr 2016/2017 in einer veränderten Form durchgeführt wird. Wesentliche Veränderungen sind die Einbeziehung der Schulkonferenz, die zwingende Beteiligung der operativen Schulaufsicht am Verfahren und die Verkürzung des Qualitätsprofils auf zehn zu untersuchende Merkmale. Diese teilen sich in für alle Schulen pflichtige Basismerkmale sowie Wahlmerkmale aus einem Angebot auf. 

Für das Schuljahr 2016/2017 hat das MBJS die Evaluation des Ganztages als Schwerpunkt festgelegt, um vor dem weiteren Ausbau der ganztägigen Angebote die bestehenden Ganztagskonzepte und deren Umsetzung zu untersuchen. Dahinter steht die Erwartung, die unterschiedlichen qualitativen Ausprägungen in der Umsetzung von Ganztagskonzepten, die Verwendung der bereitgestellten Investitionsmittel sowie die zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen zu erheben. Ganztägige Bildung und Erziehung sind nicht losgelöst von anderen Qualitätsdimensionen der Schule zu betrachten, darum werden nicht nur ganztagsspezifische Kriterien, sondern auch Merkmale untersucht, die für eine gelingende Schulentwicklung wesentlich sind.  

Alle allgemeinbildenden Schulen mit Ganztagsangeboten (verlässliche Halbtagsschulen und Ganztagsschulen in vollgebundener Form), deren letzte Visitation mehr als zwei Jahre zurückliegt, werden unter diesem Fokus evaluiert. 

Die Einbeziehung der operativen Schulaufsicht im Regelverfahren 2017/2018 setzt auf eine stärkere Zusammenarbeit mit der Schulvisitation. Beginnend mit dem Regelverfahren wird eine Evaluation von Schulen in Abhängigkeit fachlicher Dringlichkeiten terminiert. Die fachliche Dringlichkeit und damit der Zeitpunkt der Visitation werden in enger Abstimmung mit der zuständigen Schulaufsicht und der Schulleiterin/ dem Schulleiter bewertet und festgelegt. Für das zukünftige Regelverfahren ab 2017/2018 werden die neuen Einzelschritte, z. B. das Lageeinschätzungsgespräch im Rahmen der Ganztagsevaluationen, gemeinsam mit der operativen Schulaufsicht entwickelt und erprobt.

Nähere Informationen zu diesem Verfahren können dem Handbuch zur Schulvisitation an verlässlichen Halbtagsschulen (VHG) und Ganztagsschulen in vollgebundener Form (VG) im Schuljahr 2016/2017 entnommen werden.

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