Interkulturelle Bildung und Erziehung

Bedeutung des übergreifenden Themas

Kinder und Jugendliche wachsen in einer globalisierten Welt auf, die von kultureller, ethnischer, sprachlicher, sozialer und religiös-weltanschaulicher Vielfalt gekennzeichnet ist. Sie haben die Chance, in der eigenen – von verschiedenen Kulturen geprägten – Umgebung, aber auch weltweit interkulturell erfolgreich zu kommunizieren und zu handeln und dies für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung zu nutzen. Schule und Erziehungsberechtigte leisten einen Beitrag dazu, die Heranwachsenden auf die Nutzung dieser Chancen und die damit verbundenen vielfältigen Herausforderungen im Alltags- und im späteren Berufsleben vorzubereiten. Erfolgreiches interkulturelles Handeln erfordert ein Bewusstsein für die kulturelle Prägung eigener Verhaltens- und Urteilsmuster und setzt die Fähigkeit zur Wahrnehmung, Wertschätzung und kritischen Reflexion kultureller Unterschiede und Handlungsansätze voraus. Auf dieser Grundlage können Strategien entwickelt und umgesetzt werden, die ein konstruktives und erfolgreiches Handeln in einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft und in einer globalisierten Welt ermöglichen.

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Kompetenzerwerb

Im Rahmen von interkultureller Bildung setzen sich die Schülerinnen und Schüler im gesellschaftlichen Leben mit anderen Wahrnehmungen und Ausdrucksweisen produktiv auseinander. Dazu gehört die Fähigkeit, die eigenen Bilder von anderen kritisch zu hinterfragen sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Entstehung solcher Bilder zu kennen und zu reflektieren. In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen, Religionen und unterschiedlichen Traditionen werden eigene Standpunkte und Werte relativiert. Die Wertschätzung der kulturellen Vielfalt führt zur Erweiterung des persönlichen Erfahrungs- und Handlungshorizontes. Schule nutzt die inner- und außerschulischen Gegebenheiten zur Förderung dieser Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mehrsprachigkeit befähigt Schülerinnen und Schüler, erfolgreich mit anderen zu kommunizieren, ihr Wissen über andere Kulturen zu erweitern und Vorurteile zu überwinden. In diesem Sinne erkennen und nutzen Lernende die ihnen gebotenen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer sprachlichen Kompetenzen in der Schule und in ihrem Lebensumfeld. So erhalten sie die Gelegenheit, durch Nutzung der digitalen Medien sowie durch persönliche Begegnungen im Rahmen von Schulfahrten und Austauschprogrammen vielfältige Kontakte zu Menschen in anderen Ländern zu knüpfen und diese auch zu pflegen. Auf diese Weise werden sie befähigt, ihre interkulturelle Kompetenz in realen Situationen zu nutzen, weiterzuentwickeln und sprachliche, soziale und kulturelle Mittleraufgaben zu übernehmen.

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Bezüge zu den Fächern

Insbesondere in den Fächern Ethik (Berlin) und Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (Brandenburg) wird die Perspektivübernahme und Auseinandersetzung mit anderen Kulturen thematisiert und geübt. In den künstlerischen Fächern ist der kritisch-kreative Zugang zu kulturell geprägten Werken und Erscheinungsformen ein wichtiger Gegenstand. In den Fremdsprachen ist die interkulturelle Kompetenz ein zentraler Bestandteil des Unterrichts und wird daher explizit im Kompetenzmodell ausgewiesen. In den Gesellschaftswissenschaften und im Fach Deutsch sind Anknüpfungspunkte für vergleichende Betrachtungen aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven gegeben.

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Links und Materialien

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Bildungsstandards/Gesetze/Beschlüsse/Handreichungen

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Bildungsserver

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Redaktionell verantwortlich: Thomas Hirschle, LISUM