Das Kapitel 3 im Fach Naturwissenschaften 7 – 10 enthält 15 Themenfelder. Diese sind jeweils in Themen unterteilt, die durch Inhalte verschiedener Fächer unterlegt sind. Es wird empfohlen, mindestens ein Themenfeld pro Schulhalbjahr auszuwählen und zu bearbeiten.

Die Themen stellen Orientierungen dar. Die Öffnung des Unterrichts bietet die Möglichkeit, Inhalte regional, zeitlich und entsprechend der konkreten Situation an der Schule zu akzentuieren und zu verändern. Der Freiraum besteht sowohl in der inhaltlichen als auch der zeitlichen Dimension, die gewählt werden kann, um ein Themenfeld zu erschließen.

Die Themenfelder, Themen und Inhalte bilden die Grundlage für differenzierte Aufgabenstellungen und eine Materialauswahl, die eine Herausforderung für das gesamte Leistungsspektrum einer Lerngruppe darstellt. Die Lernenden erhalten Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den Themenfeldern, Themen und Inhalten allein und in der Zusammenarbeit mit anderen unter Beweis zu stellen. Sie erfahren dabei, in welchem Maße sie die gesetzten Standards erreichen bzw. was sie tun können, um ihre Kompetenzen zu vertiefen und zu erweitern.

Die ausgewiesenen Themenfelder werden für Schülerinnen und Schüler, die wegen einer erheblichen und langandauernden Beeinträchtigung ihres Lern- und Leistungsverhaltens sonderpädagogische Förderung erhalten oder für die sonderpädagogischer Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen5 festgestellt wurde, schülerbezogen berücksichtigt. Sie werden entsprechend der Lebensbedeutsamkeit für die Schülerinnen und Schüler ausgewählt.

Um die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, sozialem und wirtschaftlichem Status, Geschlecht und sexueller Orientierung, Alter und Behinderung sowie Religion und Weltanschauung zu ermöglichen, ist es erforderlich, diese individuelle Vielfalt der Lernenden bei der Planung des Unterrichts zu berücksichtigen. Damit fördert der Unterricht die Stärken unterschiedlicher Persönlichkeiten und ermöglicht inklusives Lernen.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren im Unterricht und an außerschulischen Lernorten etwas über Strukturen, Prozesse und Zusammenhänge in Natur und Technik. Damit sie dieses Wissen einschätzen, bewerten und sinnvoll in das eigene Weltbild einfügen können, ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie auch erfahren, wie diese Erkenntnisse gewonnen werden. Dazu lernen sie die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen kennen, zu denen sowohl die charakteristischen Denkmethoden, mit denen man in den Naturwissenschaften zu Erkenntnissen gelangt, als auch die charakteristischen Arbeitsmethoden der Fachgebiete Physik, Chemie und Biologie zählen.

Zur unterrichtlichen Erarbeitung der Themenfelder wird angeregt, zum jeweiligen Thema mit den Schülerinnen und Schülern Fragen zu entwickeln, die sich aus dem Entdecken, Beobachten und Beschreiben von Phänomenen ergeben und die dann experimentell oder durch Erkunden zu bearbeiten sind. Dabei werden die Fragen und deren Bearbeitung von Niveaustufe zu Niveaustufe zunehmend komplexer. Analyse, Deutung und Auswertung der Phänomene bestimmen die weitere Arbeit an den Themen.


5 In Brandenburg sind diese Schülerinnen und Schüler dem Bildungsgang Förderschule Lernen gemäß § 30 BbgSchulG zugeordnet.

 

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3.1Forschen wie eine Naturwissenschaftlerin bzw. ein Naturwissenschaftler
3.2Die Grenzen des Sichtbaren – optische Geräte
3.3Vom ganz Kleinen und ganz Großen
3.4Wasser ist Leben
3.5Energie gehört zum Leben – Energieversorgung der Menschheit
3.6Mensch – Bewegung – Gesundheit
3.7Klima im Wandel
3.8(Ein)Blick in den Haushalt
3.9Bauen und Wohnen
3.10Information und Kommunikation
3.11Sucht, Drogen und Doping
3.12Die Natur
3.13Licht und Farbe
3.14Nahrung für die Welt
3.15Kondensate zum Essen und Verpacken

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Redaktionell verantwortlich: Boris Angerer, LISUM