Fachtag Steig ein - die ganztägige Bildung und Betreuung in Brandenburg in Bewegung bringen
Datum 29.04.2026 - abgeschlossen
Kurze Dokumentation des Fachtags
- Präsentation zum Fachtag des Landesinstitutes Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung
- Thesen aus den Thesenrunden am Vormittag
- Steckbriefe der Bildungsstandorte zu den Praxisbeiträgen
- Präsentation von Professorin Nicole Zaruba (ausstehend)
Mit sehr hoher Beteiligung, wertvollen Gesprächen und großer Lust auf gute Qualität im Ganztag ist der Fachtag „Steig ein“ nach acht intensiven Arbeitsstunden zu Ende gegangen. Das Besondere war die Vielfalt der Professionen, Perspektiven und Ausgangslagen, die an diesem Tag im Brandenburg Saal des LIBRA zusammenkamen.
Nach den herzlichen Begrüßungsworten des Institutsleiters Dr. Mathias Iffert trat der Bildungsminister Gordon Hoffmann vor und eröffnete den Fachtag mit hoher Wertschätzung für die Arbeit der Lehr- und Fachkräfte. Trotz engem Amtsantrittstermindruck war auch der kurze Besuch des Ministers ein deutliches Zeichen für den Stellenwert, den die Arbeit der Pädagog:innen und der Ganztag selbst im Land genießen.
Die anschließende Keynote machte deutlich, dass ein guter Hort noch kein guter Ganztag ist, sondern dass Hort und Schule gemeinsam Verantwortung für den Erfolg in der Umsetzung des Anspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung tragen. Professorin Nicole Zaruba präsentierte sich als ausgewiesene Expertin für die Umsetzung des Rechtsanspruches im GaFöGe für Ostdeutschland und insbesondere für Brandenburg und beantwortete die zahlreichen Nachfragen gern.
Die Thesenrunden zeigten den hohen Diskussions- und Austauschbedarf, der zwischen den Akteuren der Bildungslandschaft besteht. Hier entstanden sinnvolle Gespräche, wertvolle Kontakte und eine Debatte über den richtigen Weg zu gutem Ganztag.
Der Markt der Möglichkeiten brummte – von guten Angeboten, interessierten Anfragen, wertvollen Materialien und heiterer Stimmung. Gestärkt durch das Mittagsessen bot der Markt die Plattform, um Anregungen aus dem Land Brandenburg für das Land Brandenburg zu erhalten.
Namensgebend für den Fachtag und unterstützend für die Visualisierung der Handlungsfelder wurde in einer zweiten Keynote das Ganztagsriesenrad vorgestellt, das die Bereiche zeigt, in denen schulische Perspektive und sozialpädagogische Haltung in ausgewogener Harmonie den Ganztag gemeinsam gestalten können. Angesichts der gemeinsamen Herausforderungen im Land kann die Besinnung auf ko-konstruktiven Austausch und Zusammenarbeit ein Weg sein, um allen Kindern und Jugendlichen eine gerechte Bildungsbiografie zu ermöglichen. Hierzu wurden die Handlungsfelder für Brandenburg vorgestellt.
Ein besonders wichtiger Moment des Tages war das Eintauchen in die gute Praxis im Land – ob Gymnasium, freie Schule, heilpädagogischer Hort, großer Campus oder regionale Bildungsinitiative. Die vielen engagierten Pädagog:innen und Unterstützer:innen in Brandenburg brachten Vorschläge ein, wie man gemeinsam weiterkommt, statt jeder:r allein.
Den musikalischen Abschluss gestaltete Professorin Christiane Gerischer, die am Ende des Tages anregende Impulse mit willkommener Auflockerung verband.
Im Namen des Referats für Schulentwicklung und stellvertretend für das gesamte Landesinstitut Brandenburg bedanken wir uns herzlich bei Teilnehmenden, Anbietenden, Gästen, Besuchern, Amtstragenden und Mitwirkenden für diesen inspirierenden und – hoffentlich – erkenntnisreichen Tag.
Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere Arbeit alles Gute und stehen für Gespräche und Anfragen bereit.
i. A. Alexandra Bär
(03378 209 215)
Ganztagssnacks
Wir wollen uns die einzelnen Handlungsfelder der ganztägigen Bildung und Betreuung näher anschauen.
Besuchen Sie unsere snacks (kurze, prägnante Miniwebinare).
Die Reihe beginnt am Montag den 18.05.2025. Ab dann schauen wir uns (mit Ausnahme von Pfingstmontag) jeden Montag von 15:30 Uhr bis 17:00 Uhr ein anderes Handlungsfeld an.
Melden Sie sich im Fortbildungsnetz TIS an. Fachkräfte aus der Jugendhilfe müssen sich zuvor registrieren und können sich dann ebenso problemlos für die Veranstaltung anmelden.
Ganztag mit Geschmack
mit Pia Pfennigwerth-Pelka 26L211102 - 18.05.2026 | Verpflegung als Handlungsfeld ist mehr als das Mittagessen. Es umfasst pädagogische Momente des Beziehungsaufbaus, der Bildungsarbeit, der Gestaltung als Gelenk zwischen Vor- und Nachmittag und trägt wesentlich zur Chancengerechtigkeit und zum Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen bei. Ob im Hort organisiert, oder als Teil der Schulverpflegung – Verpflegung über den ganzen Tag ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Hort. |
Update: Bildung ist mehr als formale Inhalte
mit Jelena Hohloch 26L211103 - 01.06.2026 | „Vormittags lernen, nachmittags spielen – fertig ist der Ganztag“ … mit Nichten. Eine Vorleserunde auf dem Teppich am Vormittag und Aha-Momente am Nachmittag das alles ist Bildung … das bedeutet Ganztag. Wenn Lehr- und Fachkräfte Themen finden, an denen Sie Hand in Hand arbeiten, dann entsteht verzahnte Bildung aus einem Guss. Das können Basiskompetenzen sein oder übergreifende Themen. Lassen Sie uns schauen, in welchem (non-formalen) Setting der Ganztag sein ganzes Potential entfaltet. |
Gemeinsam mehr Schaffen: Wie multiprofessionelle Arbeit gut gelingt
mit Katrin Gerstner 26L211104 - 08.06.2026 | Gute Kooperationen können miteinander, nacheinander oder nebeneinander umgesetzt werden. Geteilte Räume und Zeiten können Kooperationen unterstützen, sind aber keine Voraussetzung für gelingende multiprofessionelle Zusammenarbeit. Wir schauen auf die Fülle an Kooperationsmöglichkeiten und Gelingensbedingungen für ein gemeinsames Miteinander mit dem Kind im Mittelpunkt. |
Im Rhythmus bleiben, ohne zu hetzen.
mit Marion Nagel 26L211105 - 15.06.2026 | Der Tag, die Woche, das Jahr – viele Termine, viele Ziele, viele Aufgaben. Herkömmliche Strukturen verursachen häufig Stress und Termindruck. Aber vielleicht lassen sich über eine Veränderung in der Rhythmisierung nicht nur das Wohlbefinden der Kinder, sondern auch das der Lehrkräfte und Fachkräfte verbessern. Wir zeigen Möglichkeiten der Rhythmisierung anhand von Beispielen auf. |
Räume zwischen Wohlfühlcharakter und Arbeitsatmosphäre mit Michael Bzdak 26L211106 - 24.06.2026 | Bitte berücksichtigen Sie den Brandschutz, dieser Raum ist nicht gut durchlüftet, hier ist kein Platz zum Rennen, das Geld für einen Neubau hat die Kommune nicht: ist das Thema „Raum“ damit abgehakt? Natürlich nicht. Mit einem Ausflug in die Betriebserlaubnis für gemeinsame Räume und Anregungen für kostengünstige Gestaltungsmodelle möchten wir Informationen vermitteln, die Ihre Räume zum „dritten Pädagogen“ machen. |
Einheitsbrei oder Maßanzug. Die individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sehen und stärken. mit Bianca Erdmann 26L211107 - 29.06.2026 | Kinder und Jugendliche bringen Kompetenzen und Stärken mit, zeigen aber auch herausforderndes Verhalten und agieren nicht immer so, wie es Erwachsene erwarten. Je besser es Kindern und Jugendlichen gelingt, Ihre Emotionen, Ihr Handeln, ihr Lernverhalten und ihre Lösungsstrategien zu regulieren, desto erfolgreicher ist auch ihre Bildungsbiografie. Hausaufgaben, freies Spiel, Lernzeiten oder Momente der Entspannung – Lehr- und Fachkräfte können über während der Bildung und Betreuung über den ganzen Tag die Selbstregulation der Kinder und Jugendlichen stärken und dürfen sich durchaus in machen Situationen auch zurückzuziehen. |
Leben und Lernen wohnen in derselben Straße.
mit Malte Detlefsen 26L211109 - 06.07.2026 | Wenn die Kinder mit ihrer Oma in der Mensa zum Mittag essen können, wenn die Hunde im Tierheim nebenan von den Kindern und Jugendlichen während der großen Pause ausgeführt werden und wenn die Bürgermeisterin ein bekanntes Gesicht im Büro des Schulleiters ist, dann ist der Bildungsstandort im Sozialraum verankert. Doch wie kann das gelingen? Nicht jede Schule ist ein community center und nicht jeder Hort hat Platz für mehr Menschen und Kooperationspartner sind knapp. Kann die Sozialraumverankerung trotzdem gelingen? |
"Steig ein!"- Aufbau einer gelingenden Kooperation zwischen Schule und Hort an ganztägigen Bildungsstandorten
Sie erhalten Unterstützung aus dem PZ Potsdam.
Frau Lingner und Frau Fuhrmann bieten in einem 90minütigen Online Seminar die Möglichkeit, die Kooperationsvereinbarung exemplarisch zu befüllen.
20./21.05.2026 - 26LP48901/-02
Redaktionell verantwortlich: Alexandra Bär
Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg ist ein Service des Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Berlin) und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg.
















