Beratungsstelle für ehrenamtliche Geschichtsarbeit in Brandenburg
Hilfestellung für die Vermittlung von ortsbezogener Alltags- und Regionalgeschichte
Seit drei Jahren gibt es die Beratungsstelle für ehrenamtliche Geschichtsarbeit in Brandenburg, die von der Brandenburgischen Historischen Kommission e. V. getragen wird. Kernziel dieser Einrichtung ist es, orts- und regionalgeschichtliche Forschungen in vielerlei Hinsicht zu unterstützen und für unsere Gesellschaft nutzbar zu machen. Während der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, Vereinigungen und Privatpersonen rückte die Nachwuchsförderung dabei immer mehr in den Fokus. Es steht die berechtigte Frage im Raum: Wer wird zukünftig dafür Sorge tragen, dass die Lebenswelt vergangener Tage auch zukünftig dokumentiert, erforscht und an alle Interessenten vermittelt wird? Es geht um einen nachhaltigen, verantwortungsvollen und auch besonnenen Umgang mit der brandenburgischen Regional- und Ortsgeschichte. So gilt es, die nächsten Generationen mit dieser Aufgabe vertraut zu machen.
Vor diesem Hintergrund bemühte sich die Beratungsstelle in der Folge um die Entwicklung entsprechender Unterrichtseinheiten. Oftmals ist es auch für gestandene Lehrkräfte nicht leicht, aus der Sicht der heutigen Zeit heraus sinnvolle und eingängige Bezüge zur regionalen Vergangenheit herzustellen – das ist es im Übrigen auch nicht für die Beratungsstelle. Doch in Zusammenarbeit mit interessierten Schulen, Geschichtsvereinen und Ortschronisten entstanden schließlich Musterstunden für verschiedene Altersklassen (Primarstufe, gymnasiale Oberstufe). Diese setzten sich u. a. mit Mundart, Trachten, alten Handschriften (Paläografie) und Alltagsgeschichten der jeweiligen Region auseinander und stießen bei den Schülern auf rege Aufmerksamkeit.
Nach den durchweg positiven Rückmeldungen möchte die Beratungsstelle ihr Engagement in der Nachwuchsförderung weiter ausbauen, Kenntnisse vertiefen und praktikable Ansätze zur Unterrichtseinheit Orts- und Regionalgeschichte erarbeiten. Sie beabsichtigt die Entwicklung und Durchführung geeigneter Maßnahmen für die Zielgruppe Jugend, die in die Breite streuen. Was ist hier möglich? Was wird in welcher Tiefe bereits an brandenburgischen Schulen gelehrt? Wo ist noch Potential für Vertiefungen in die Thematik gegeben? – Gern tritt die Beratungsstelle in den produktiven Austausch mit Schulen im Land ein und bietet eine beiderseits fruchtbare Zusammenarbeit mit ihren Lehrkräften an. Auf Grundlage ihrer bisher gesammelten Erfahrungen zur Vermittlung ortsbezogener Alltags- und Regionalgeschichte im schulischen Unterricht gibt sie an Interessierte gern Anregungen weiter.
Kontakt:
Link zur Internetseite der Beratungsstelle: https://brhiko.de
Email: geschaeftsfuehrung(at)brhiko.de; beratungsstelle(at)brhiko.de
Telefon: 0331 / 5674213
Zeitzeugenportal Brandenburg
Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen DiktaturAuf der Internetseite der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur finden Sie unter dem Link Videointerviews von Zeitzeugen zur DDR-Geschichte. Die Videos werden durch Kurzbiographien und teilweise private Dokumente bzw. Fotos begleitet.
weitere Informationen: http://www.zeitzeugen.brandenburg.de/zeitzeugen/
Zeitenwende - Alltagsperspektiven auf die SED-Diktatur und Wiedervereinigung
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturÜber des Portal www.zeitenwende-lernportal.de erhalten Lehrer*innen und außerschulische Akteur*innen der historisch-politischen Bildung neue inhaltliche und didaktische Zugänge zur Auseinandersetzung mit Alltagsperspektiven auf die DDR-Diktatur und die Wiedervereinigung.
Das Portal www.zeitzeugenbuero.de ist ein Angebot der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, mit dem bundesweit Zeitzeugen zur Geschichte von Demokratie und Diktatur nach 1945 recherchiert und kontaktiert werden können. Über das Portal können darüber hinaus Biografien recherchiert, Unterrichtsmaterialien herunter geladen und Anregungen für Exkursionen, Projekttage, Veranstaltungen und Vorträge gefunden werden. Die Online-Plattform ermöglicht außerdem die Recherche von Themen und Erinnerungsorten sowie von didaktischen Materialien.
Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation
2011 ist das Projekt "Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation"gestartet. Es hat zum Ziel, Erinnerungen von Zeitzeugen an die wechselvolle deutsche Geschichte in Form von Videointerviews aufzuzeichnen und für nachfolgende Generationen dauerhaft zu bewahren. Die Erinnerungen sind redaktionell aufbereitet und systematisch geordnet, kostenlos für jedermann abrufbar. Angesprochen werden sollen Geschichtsinteressierte, insbesondere Schulen und Universitäten. Im Zentrum des Zeitzeugenarchivs steht die Website des "Gedächtnisses der Nation". Sie enthält etwa 1.600 Zeitzeugeninterviews aus den Beständen des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), die nun fortlaufend ergänzt werden. www.gedaechtnis-der-nation.de
Zeitzeugenbörse Berlin
Die Zeitzeugenbörse e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, den reichhaltigen Erinnerungs- und Erfahrungsschatz älterer Menschen an jüngere Menschen weiterzugeben und so den generationenübergreifenden Dialog zu fördern.
Die Zeitzeugenbörse vermittelt Zeitzeugen aus Berlin zum Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit, zum geteilten Berlin bis zum Fall der Mauer, zu kulturellen und politischen Ereignissen von der Weimarer Republik bis heute. Viele Zeitzeugen sprechen englisch, einige auch französisch oder andere Sprachen. Die Zeitzeugenbörse bietet insbesondere Geschichtslehrern eine lebendigere Unterrichtsgestaltung zur Erweiterung der Methodenkompetenz der Schüler.
Anfragen bitte an: info@zeitzeugenbörse.de
Zeitzeugeninterviews im "Visual History Archive"
USC Shoah Foundation Institute for Visual History and EducationDas "Visual History Archive" des "USC Shoah Foundation Institute for Visual History and Education" ist der weltweit größte Oral-History-Bestand, es enthält nahezu 52.000 lebensgeschichtliche Interviews mit Opfern und Zeugen des Nationalsozialismus. Die Freie Universität Berlin ermöglicht Studierenden, Lehrenden und Forschenden, aber auch LehrerInnen und SchülerInnen den Zugang zu diesen Interviews.
Das Ansehen der Interviews ist nur auf dem Campus der Freien Universität Berlin möglich.
Mehr Informationen unter: www.vha.fu-berlin.de oder www.zeugendershoah.de
Online-Archiv "Zeugen der Shoah"
Die Freie Universität Berlin macht mit ihren Projekten "Zeugen der Shoah" lebensgeschichtliche Video-Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung aus dem Bestand der USC Shoah Foundation (vgl. oben) für den Unterricht in verschiedenen Schulformen zugänglich.
Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie alle anderen Interessierten finden hier verschiedene Angebote, die vom Center für Digitale Systeme an der Freien Universität Berlin erarbeitet wurden. Im aktuellen Projekt "Zeugen der Shoah. Video-Interviews in der schulischen Bildung" entwickelt das Projektteam Angebote für Sekundar- und Oberschulen.
NS-Zeitzeugenberichte - 360-Grad
WDRDas digitale Angebot des WDR stellt NS-Zeitzeugenvideos zur Verfügung, die über eine VR-App in 360 Grad erfahrbar sind.
Mehr Informationen unter: https://www.planet-schule.de/wissenspool/zeitzeugen-des-nationalsozialismus/inhalt.html
Redaktionell verantwortlich: Dr. Uwe Besch, LIBRA
Der Bildungsserver Berlin-Brandenburg ist ein Service des Landesinstituts Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Berlin) und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Land Brandenburg.




