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Halbe

Halbe

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Waldfriedhof Halbe

Mit etwa 25.000 militärischen und zivilen Kriegstoten gehört der Waldfriedhof Halbe zu den größten Kriegsgräberstätten in Deutschland. Unter der schlichten und zuerst einheitlich wirkenden Gestalt verbirgt sich ein historisch gewachsener Ort, an welchem die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft in der jüngeren deutschen Geschichte auf einmalig kontroverse Art und Weise ihren Ausdruck finden. Sein Entstehungshintergrund ist die Kesselschlacht von Halbe in den letzten Kriegstagen 1945.                                 

Weiterhin fanden hier auch Opfer stalinistischer Gewaltherrschaft ihre letzte Ruhestätte, denen man erst 1991 ihre Namen wiedergeben durfte. So beispielsweise den Menschen, die im Speziallager Nr. 5 in Ketschendorf ums Leben gekommen sind. Auch heute werden noch jedes Jahr hunderte von Kriegstoten im ehemaligen Kessel von Halbe gefunden und erhalten auf dem Waldfriedhof ihre letzte würdige Ruhestätte.

Gedenken, erinnern, lernen und verstehen am historischen Ort—warum Halbe?

Knapp eine Autostunde südlich von Berlin liegt inmitten von märkischen Kiefernwäldern und Seen der kleine Ort Halbe. So ruhig er uns heute erscheinen mag war es nicht immer. In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 tobte rings um den Ort die letzte verheerende Kesselschlacht des Zweiten Weltkriegs.

Tausende Zivilisten und Soldaten verloren hier kurz vor Kriegsende ihr Leben. Auf einer der größten Kriegsgräberstätten Deutschlands fanden sie ihre letzte würdige Ruhestätte.

In der Märkischen Allgemeinen wird ein Projekt in Halbe vorgestellt: https://www.maz-online.de/Lokales/Dahme-Spreewald/Begreifbare-Geschichte-in-Halbe 

Auf der Website des Deutschlandfunks ist ein Audio-Beitrag über einen Zeitzeugen der Kesselschlacht von Halbe downloadbar: https://www.deutschlandfunkkultur.de/zeitzeuge-der-kesselschlacht-von-halbe-hier-lagen-ueberall-100.html 

Das Lernen am historischen Ort ermöglicht zielgruppenorientierte Besucherbetreuung auf der Basis historischer Bildung und wissenschaftlicher Forschung zu den Themen Krieg, Gewalt und Diktatur in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Angebote für Besucherinnen und Besucher

Der Dokumentarfilm "Am Rande der Straßen—Der Waldfriedhof Halbe" gibt Einblick in die Geschichte der Kesselschlacht.

Für die Besichtigung des Waldfriedhofs können Sie einen Audioguide nutzen, der Sie über das Gelände führt.

Eine Ausstellung informiert über den Waldfriedhof Halbe und das Speziallager Nr. 5 des NKWD in Ketschendorf.

Speziell für Schulklassen, Jugendgruppen oder Erwachsenenbildung

Sachkundige Führungen begleiten durch den Ort und über den Waldfriedhof.

Lehrplanorientierte Vorträge informieren zu Schwerpunkten der Fächer Geschichte, Politische Bildung, Religion und LER.

Exkursionen, Projekttage oder Projektwochen können zusammen vor- und nachbereitet werden ebenso können Seminar-, Fach- und Projektarbeiten individuell betreut werden. (Angebote nach vorheriger Absprache)

Kontakt und Anschrift

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Landesverband Brandenburg

Bildungs- und Begegnungsstätte Halbe

Kirchstraße 6

15757 Halbe

 

Gedenkstättenlehrer Holger Wedekind

Tel.: 033765 / 21 92 03 (Di. u. Do. 09.00 -16.00 Uhr)

Fax: 033765 / 21 92 08

Mail: holger.wedekind@~@volksbund.de

Internet: https://www.volksbund.de/jugend-bildung/schulen-und-hochschulen.html

Anfahrt mit Auto

Halbe liegt an der A 13 (Berlin – Dresden), ca. 40 km südlich von Berlin und 130 km nördlich von Dresden. Mit dem Auto nehmen Sie die Ausfahrt 5a-Teupitz und folgen der L 74 Richtung Halbe noch 4 km.

Anfahrt mit Bahn

Die Regionalbahn RB 24 fährt stündlich zwischen den Endstationen Eberswalde und Senftenberg, über Berlin Ostkreuz, Königs Wusterhausen und Lübben nach Halbe. Vom Bahnhof erreichen Sie die Bildungs- und Begegnungsstätte Halbe zu Fuß in wenigen Minuten.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM