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Aktuelles aus der Alphabetisierung/Grundbildung

Aktuelles aus der Alphabetisierung/Grundbildung


BVAG: Umfrage "Beschäftigungsbedingungen in Alphabetisierung und Grundbildung"

Mit einer Umfrage möchte der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG) mehr über die Beschäftigungsbedingungen von Kursleitenden erfahren und führt dazu noch bis zum 14.8. eine Umfrage durch. In der Winterausgabe der Zeitschrift ALFA-Forum werden die Ergebnisse vorgestellt. Auch Ihre Erfahrungen und Meinungen sind gefragt; es dauert wenige Minuten. Zur Umfrage

Nationale Weiterbildungsstrategie: Positionspapier des DGB zu Alphabetisierung und Grundkompetenzen

Eines von vier Themenlaboren im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstartegie beschäftigt sich mit Alphabetisierung und Grundkompetenzen. Der DGB, der im Themenlabor mitarbeitet, hat dazu im Juni ein Positionspapier vorgestellt, in dem Forderungen zu Grundkompetenzen in der Arbeitsförderung und die Bedeutung verbesserter Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen hervorgehoben werden. Ein eigenes Kapitel wurde zur Verantwortung der Länder und zur Forderung nach flächendeckenden Grundbildungszentren aufgenommen. Mehr zur Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) und direkt zum NWS-Strategiepapier

Weiterbildung wieder möglich - Verordnung über den Umgang mit dem Corona-Virus seit dem 12. Juni in Kraft

Am 12. Juni wurde die neue "Verordnung über den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 in Brandenburg" veröffentlicht. Damit gilt keine generelle Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr. Sie regelt den Mindestabstand, der auch Auswirkungen auf die Personenzahl haben kann, und weitere Sicherheitsmaßnahmen wie zum Beispiel das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zur Senkung eines Infektionsrisikos. Sie gilt vorerst - vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen -  bis zum 16. August 2020.

Online-Seminare für digitale Angebote in der Grundbildung ab 22. Juni

Zu einer Online-Seminar-Reihe zur Nutzung digitaler Formate und Instrumente laden ab dem 22. Juni die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung Niedersachsen und die Fachstelle für Grundbildung und Alphabetisierung Baden-Württemberg ein. Alle Angebote sind kostenlos. Themen, Termine und Anmeldelinks finden Sie in der Einladung.

Corona-Informationen in leichter Sprache

Viele Internetseiten informieren über das Corona-Virus und die Maßnahmen für seine Eindämmung in leichter oder einfacher Sprache. Eine Zusammenstellung verschiedener Informationsquellen finden Sie hier.
Mit einem Video weist das Bundesbildungsministerium auf Informationen in einfacher Sprache hin, die es im Rahmen seiner Alphabetisierungs-Kampagne „Lesen und Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ veröffentlicht hat. Dort gibt es allgemeines Wissen rund um das Corona-Virus und detaillierte Informationen zu den Themengebieten Arbeit, Familie und Online-Lernangeboten.

ESF-Förderung während der Corona-Pandemie im Land Brandenburg

Durch die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie stellen sich in verschiedenen ESF-Förderprogrammen im Land Brandenburg für Zuwendungsempfänger jetzt eine Reihe von Fragen. Das betrifft auch die Förderung von Alphabetisierung und Grundbildung sowie Deutschkurse für Geflüchtete. Am 14. April hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) in einer Zusammenstellung Antworten auf wesentliche Fragen zur Förderung veröffentlicht. Das gesamte Dokument zu den FAQ finden Sie hier.

Finanzielle Soforthilfe für Freiberufler und kleine Unternehmen in Brandenburg

Freiberufler/innen und kleine und mittlere Unternehmen im Land Brandenburg, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind, können seit dem 25.3.2020 kurzfristige Hilfe aus dem Soforthilfeprogramm des Landes beantragen. Die Soforthilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Antragstellung und weitere Informationen bei der Inverstitionsbank des Landes ILB: "Soforthilfe Corona Brandenburg"; außerdem: Corona-Sonderseite der ILB

Artikel in der "ÄrzteZeitung": Lesekompetenz stärkt die Gesundheit

In Deutschland haben 6,2 Millionen Menschen große Lücken in der Lese- und Schreibfähigkeit. Das hat gravierende Folgen auch für die Gesundheit: Wer selbst kurze Texte nicht versteht, scheitert an schriftlichen Informationen beispielsweise über Krankheiten, Arzneimittel oder andere medizinische Behandlungsmöglichkeiten. Zum Artikel

Ratgeber "Hygiene bei der Arbeit" in einfacher Sprache

Viel wird derzeit über die Verbreitung von Krankheiten und über Schutzmaßnahmen diskutiert. Schon lange hatte der Spaß-am-Lesen-Verlag den Ratgeber "Hygiene bei der Arbeit" vorbereitet. Jetzt erscheint der Ratgeber am 6. April - mit unerwarteter Aktualität - und erläutert verständlich die wichtigsten Hygienemaßnahmen im professionellen und heimischen Umfeld. Die Texte sind kurz und für jedermann leicht verständlich; schwierige Wörter werden besonders erklärt. Das Buch kostet 12 Euro; Leseprobe und Möglichkeit zur Vorbestellung auf der Homepage des Verlags.

Gesundheits- und Lese-Schreib-Kompetenzen stärken: Projekt "HEAL" legt Empfehlungen vor

Das von Stiftung Lesen und dem AOK-Bundesverband durchgeführte Projekt „HEAL – Health Literacy im Kontext von Alphabetisierung und Grundbildung“ hat Empfehlungen veröffentlicht, wie die Lese- und Schreibfähigkeit im Bereich der Gesundheitsversorgung gestärkt werden und der Zugang zu Gesundheitsinformationen verbessert werden kann. Sie konzentrieren sich auf vier Handlungsbereiche: Vernetzung von Akteuren, Gestaltung von Rahmenbedingungen, Erreichung und Ansprache von Zielgruppen sowie Einbezug von Chancen und Implikationen der Digitalisierung. Download der Empfehlungen

Apotheken-Umschau: Gesundheitsinfos jetzt auch in einfacher Sprache

Die Webseite der "Apotheken-Umschau" bietet jetzt auch Informationen zu verschiedenen Erkrankungen in einfacher Sprache. Die Texte werden doppelt geprüft: inhaltlich durch den Wort & Bild Verlag, sprachlich von der Forschungsstelle Leichte Sprache FLS Hildesheim. Apotheken-Umschau in einfacher Sprache

Oldenburger Manifest für Grundbildung

Die drei niedersächsischen Selbsthilfegruppen haben bei der ersten Lerner-Tagung in Niedersachsen Mitte Juni Forderungen für ein Oldenburger Manifest für Grundbildung diskutiert und aufgestellt. Die Gruppen laden alle ein zur Diskussion dieser Forderungen:

  1. eine Wahrnehmung auf Augenhöhe sowie Respekt und Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit.
  2. einen einfachen Zugang zu Grundbildungsangeboten.
  3. eine bessere Ausstattung mit digitalen Medien und erwachsenengerechter Lernsoftware.
  4. Lerner-Experten mehr Gehör und Mitsprache beim Thema Grundbildung zu geben. 
  5. kostenfreie Grundbildungskurse.
  6. eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte.
  7. finanzielle Unterstützung von Selbsthilfegruppen in der Grundbildung.
  8. die Einführung einfacher Schriftsprache im öffentlichen Bereich. 

Einen ausführlicher Bericht zur Lerner-Tagung finden Sie hier.

Ergebnisse der LEO-Grundbildungsstudie 2018 liegen vor - 6,2 Millionen gering literalisierte Erwachsene

Auf der Tagung der "Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung" wurden die Ergebnisse der Studie "LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität" der Öffentlichkeit vorgestellt. Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Prof. Dr. Heike Solga berichteten detailliert über den Trend zwischen 2011 und 2018. Die Ergebnisse: Rund 6,2 Millionen Deutsch sprechende Erwachsene im Alter zwischen 18 und 64 Jahren haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Das sind 12,1 Prozent der entsprechenden Gesamtbevölkerung. In der Systematik der Studie entsprechen ihre Lese- und Schreibkompetenzen den Alpha-Levels 1 bis 3.
Die Hauptergebnisse liegen in Form einer Pressebroschüre vor.

Hier ein Kommentar zur Einschätzung der Ergebnisse der LEO-Studie von Ralf Häder, Geschäftsführer des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung.

Über die LEO-Grundbildungsstudie
Die LEO-Studie 2018 der Universität Hamburg ist die größte und wichtigste repräsentative Studie zu geringer Literalität von Erwachsenen in Deutschland. Sie gibt Aufschluss über Alter, Geschlecht, Herkunft, Familien- und Erwerbsstatus sowie Schul- und Berufsbildung von Menschen mit geringen Lese- und Rechtschreibkompetenzen in Deutschland. Darüber hinaus untersucht die Studie, wie sich eine geringe Literalität auf alltägliche und gesellschaftliche Teilhabechancen auswirkt. Im Fokus der aktuellen Studie stehen finanzielle Grundbildung, Gesundheitsgrundbildung, arbeitsorientierte Grundbildung, familiäre, politische und digitale Grundbildung sowie die Weiterbildungsteilnahme der Betroffenen. Insgesamt wurden im Sommer 2018 rund 7.200 deutschsprechende Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Größe und Auswahl der Stichprobe lassen den Rückschluss auf die Gesamtbevölkerung zu. Die LEO-Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Berliner Grundbildungs-Atlas ist mit verbesserter Suchfunktion online

Pünktlich zur Vorstellung auf dem Fachtag des GBZ Berlin war die neue Suchfunktion für den Berliner Grundbildungs-Atlas online. Wo bislang auf den Seiten der jeweiligen Bezirke über Lern- und Beratungsangebote informiert wurde, können jetzt durch die Eingabe verschiedener Suchkriterien Angebote gezielter angezeigt werden. Bei Lernangeboten kann nach Zeitfenster, Kosten, Kursniveau, erforderlichen mündlichen Vorkenntnissen und u.v.m. gesucht werden. Bei den Beratungsangeboten kann man sich gezielt die mit dem Alpha-Siegel ausgezeichneten Einrichtungen anzeigen lassen. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen z. B. Suchwörter oder Funktionen fehlen, informieren Sie bitte das GBZ Berlin.

Redaktionell verantwortlich: Birgit Hensel, LISUM