Zum Inhalt springen

Filme und interaktive Whiteboards

Filme und interaktive Whiteboards


Mit Filmen unterrichten am SMART Board

Filme und Animationen sind eine sinnvolle Ergänzung zu anderen Lehr- und Lernmaterialien im Unterricht.

Ganz neue organisatorische, methodische und didaktische Möglichkeiten eröffnet der Einsatz eines interaktiven Whiteboards insbesondere direkt im Klassenraum. Mit dem SMART Board hat man in Form der Hardware ständig eine fest installierte Präsentationsmöglichkeit bestehend aus Beamer und Projektionsfläche zur Verfügung. Mit Hilfe der SMART-Notebook-Software kann eine rein frontale Vorführung eines Filmes methodisch-didaktisch aufbereitet werden.

Die Filme
Die Filme werden am Computer abgespielt und über den Beamer auf die interaktive Tafel projiziert. Im einfachsten Fall handelt es sich also um eine einfache Filmpräsentation. Die Filme müssen dafür als DVD, CD oder als Datei am Computer vorliegen. Der SMART-Videoplayer kann dabei nicht mit allen gängigen Videoformaten genutzt werden. Bei der Vielzahl der Formate bietet sich ein kostenloser Player wie der vlc-Player an.

Präsentationsmöglichkeiten
Der Film kann in seiner ganzen Länge hintereinander abgespielt werden. Mit Hilfe der Bedienelemente des Players sind aber auch eine Unterbrechung mit Standbild oder sogar eine Zeitlupe möglich. Das Einschalten oder Abschalten des Tons ergibt weitere didaktische Einsatzmöglichkeiten. So kann z.B. ein Lehrfilm über das Verhalten im Straßenverkehr durchaus einmal ohne Tonspur präsentiert werden, wobei die Schüler/-innen selbst ergänzen, was wohl der Sprecher sagt. Im zweiten Durchlauf wird der selbst erdachte Text dann vielleicht mit dem vorgegebenen verglichen.

Arbeitsformen
Die Schülerinnen und Schüler müssen, wenn das SMART Board im Klassenraum steht, den Raum nicht für eine Vorführung verlassen. Insbesondere, wenn der eigentliche Film nur wenige Minuten lang ist, lassen sich so längere Umbaupausen oder ein Raumwechsel vermeiden. Die Schüler/-innen können am Tisch sitzen bleiben und z.B. nebenher Notizen machen. In einer kurzen Pause während der Präsentation können sie ein Arbeitsblatt bearbeiten. Eine Filmvorführung muss so nicht die ganze Unterrichtsstunde dominieren, sondern sie kann von der Lehrkraft auch flexibel und spontan in den Unterrichtsverlauf als eine Aktivität unter anderen integriert werden. Auch in geöffneten Unterrichtssituationen lassen sich das Vorführen von Filmen und die Arbeit damit leichter durchführen.

Die Arbeit mit der SMART-Notebook-Software zeigt aber noch weitere Möglichkeiten auf.

Spezielle Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Software
Am SMART Board kann der Film im Player z.B. angehalten werden (Pause). Wenn man nun einen Stift aus der Stiftablage des SMART Boards nimmt, schaltet sich eine Funktion ein, die es erlaubt direkt in das Standbild hinein zu schreiben oder hinein zu zeichnen. So kann ein Standbild am SMART Board mit Hilfe von Zeichen (Pfeile o.ä.) und Texten noch genauer analysiert werden.

Schließlich können mit der SMART-Notebook-Software auch Screenshots (Bildschirmaufnahmen) erstellt werden. Diese können dann in der Software in Tafelbilder integriert, beschriftet und weiter bearbeitet werden. So kann aus einer Filmvorführung ein Tafelbild werden, das ausgedruckt auch den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden kann (z.B. Bildschirmaufnahmen von Schlüsselbildern eines Films mit im Unterricht gemeinsam erarbeiteten Anmerkungen und Texten).
 
Quellen für Filme
In Berlin gibt es mit dem Portal Medienforum-Online-Medien (MOM) für die Schulen eine hervorragende Möglichkeit Filme für den Unterricht zu beschaffen. Nach einer kostenfreien Anmeldung unter www.mom-katalog.de können aus einem Katalog mit vielen tausend Titeln Filme ausgewählt und als Datei heruntergeladen werden. Somit stehen sie sofort zum Einsatz am Computer und am SMART-Board bereit.

Redaktionell verantwortlich: Bernd Haß