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"Lesen bildet und Jugend braucht Bildung."

... kommentiert von Franziska Schön

Bei meinen Spaziergängen durch die Brandenburger Innenstadt stach mir immer wieder dieses Schaufensterzitat ins Auge. Und immer wieder fragte ich mich, wie vielen Menschen diese Weisheit entgeht und wie viele Menschen, ebenso wie ich, davor stehen und über die Bedeutung dieses Satzes nachsinnen.
Da ich mich selbst, als Schülerin der 13. Klasse, tagtäglich mit der Bildungsthematik befasse, fand ich es angemessen und wichtig, mich mit diesem Thema auseinander zusetzen.
Daher ist es umso erstaunlicher festzustellen, dass es eine breite Schicht Jugendlicher gibt, die sich mit dem Thema Bildung durch Lesen wenig oder gar noch nie beschäftigt hat. Liegt das am mangelnden Interesse der Jugend oder schlicht und ergreifend an der „fehlenden Zeit“ dafür?
Da ich mich selbst dazuzähle, würde ich erfahrungsmäßig "die Jugend" in drei Gruppen einteilen: Die "Null-Bock-Generation", die "Zeitschriften-Leser" und die "Leseratten". Die Null-Bock-Generation zählt dabei zu den Nichtinteressenten am Bildungslesen. Und "Bildungslesen" bedeutet nicht einmal, dass es notwendig ist, sich durch Sachbücher und Schulbücher durchzuarbeiten. Ganz im Gegenteil: Ich bin der Meinung, dass jede Art von Lesen bildet. So interessieren sich die Zeitschriften-Leser zwar vorwiegend für Zeitschriften und Magazine, doch auch diese Art des Lesens ist ein wesentlicher Beitrag zum Umgang mit Sprache. Denn nur, wer liest, kann lernen mit unserer Sprache umzugehen.
Ich beschäftige mich viel mit Büchern aller Art, aber auch mit vielen Arten von Zeitungen/Zeitschriften und aus diesem Grund würde ich mich zu den "Leseratten" zählen. Lesen ist eine meiner Freizeitbeschäftigungen und ich lese für mein Leben gern. Umso schwieriger ist es für mich zu verstehen, dass das Lesen für einen Großteil der Jugendlichen "uncool" und "total öde" ist. Es gibt eine breit gefächerte Anzahl von Buchkategorien und auch eine Menge Zeitschriften, die in irgendeiner Weise zur Bildung durch Lesen beitragen.
Auch in meinem Freundeskreis habe ich mich erkundigt, welche Art von Büchern und/oder Zeitschriften diese lesen und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: Ausnahmslos alle meine Freunde lesen. Egal ob Zeitschriften oder dicke "Wälzer": Lesen gehört für sie und auch für mich einfach zum Leben dazu. Doch umso trauriger macht es mich, wenn ich erkennen muss, dass es ebenso viele Jugendliche gibt, die durch schlechten Einfluss und Umgang sich von der Schule und ihren Zielen ablenken lassen und mit dem "Strom der Coolen" mitschwimmen wollen. Denn auch Schule ist wichtig: Dort macht man die ersten Erfahrungen mit dem Lesen und lernt auch viele mehr oder weniger interessante Bücher kennen. Und auch die weniger interessanten bzw. weniger spannenden Bücher haben es in sich und sind es wert, gelesen zu werden. Denn auch Goethe und Schiller haben einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Literatur geleistet und sollten nicht in Vergessenheit geraten. Dass das Lesen dieser Werke nicht einfach und verständlich für uns junge Erwachsene ist, ist nur zu gut nachvollziehbar. Umso weiter die Literaturepochen zurückliegen, desto unverständlicher und komplizierter scheint für uns diese Literatur zu werden. Doch wie sagt man so schön: Jede Seite hat auch ihr Positives: Denn im Lesekanon der Schulen sind nicht nur Klassik-Werke vorgeschrieben. Ebenso haben bereits spannendere und interessantere Werke Einzug in das Lernprogramm gehalten und begeistern die Schüler. Durch Nachfragen habe ich herausgefunden, dass sich viele Jugendliche beispielsweise für das Buch "Crazy" von Benjamin Lebert begeistern oder auch für Bernhard Schlinks "Der Vorleser".
Ganz sicher gibt es für jeden, der Lust zu Lesen hat, das passende Buch oder die passende Zeitschrift, die ihm gefällt und womit er sich identifizieren kann. Lesen ist keine Sache der Zeit. Die Lust am Lesen ist eine Sache der Einstellung. Die Zeit dazu kann man sich nehmen, wenn man nur den Willen dazu hat. Ich habe diesen Willen.

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM