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Die Friedliche Revolution

Die Friedliche Revolution


1960 wurde in der DDR unter dem Titel "Was wäre, wenn" ein Film in einigen Kleinkinos gezeigt, in dem die Wende schon zu diesem Zeitpunkt stattgefunden hat.

Der Berliner Tagesspiegel bietet Sammlung unterscheidlichster Beiträge zum Mauerfall an und lädt auch zu einem Schülerwettbewerb ein.

Auch die Stadt Berlin lädt zu zahlreichen Veranstaltungen, Führungen u.a. Events ein, um auf den Mauerfall hinzuweisen.

 

Gerade der Zusammenbruch der DDR kann dazu anregen, die Begriffe "Wende" und "Revolution" kritisch zu hinterfragen. Annette Simon hat in der Zeit versucht, begriffliche Klarheit zu entwickeln.

Unter dem Titel "Begriffsgeschichte der Friedlichen Revolution" wird diese Begrifflichkeit von der Bundeszentrale für Politische Bildung  untersucht.

 

Aktuell steht die geplante Überführung der Stasi-Unterlagenbehörde in das Bundesarchiv in der Kritik. Bemängelt wird, dass die bisher 12 Außenstellen der Behörde auf fünf (also eine je ostdeutschem Bundesland) reduziert werden sollen. Zudem leiste die jetzige Behörde gute Forschungsarbeit, deren Fortführung im Bundesarchiv in der jetzigen Form fraglich sei. Drittens befürchten Bürgerrechtler, dass durch das Bundesarchivgesetz der Zugang zu den Stasi-Unterlagen erschwert werden könnte.

Beiträge hierzu finden sich im Tagesspiegel, der Tagesschau, dem Spiegel und auch der Deutschen Welle.

 

Der Beginn der Friedlichen Revolution ist eng mit den sächsischen Städten Leipzig, Dresden und Plauen verbunden. Daher hat die sächische Staatskanzlei einige Dokumente zur Friedlichen Revolution zusammengetragen.

Die Stadt Leipzig hat in der Friedlichen Revolution eine ganz besondere Rolle gespielt und im Netz sind wichtige Ereignisse und Dokumente bereit gestellt. Auch die Stadt selbst betreibt eine Seite mit Zeitdokumenten, Veranstaltungen, etc.

Plauen hat eine Seite gestaltet, die neben Veranstaltungshinweisen auch eine Stadtführung und eine Stadtralley anbietet. Daneben gibt es auch eine gute private Sammlung von Zeitdokumenten über Plauen.

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden betreibt eine Seite, auf der die Ereignisse 1989 dargestellt werden.

Berlin bietet eine Auflistung aller Orte an, die in Berlin für den Mauerfall und die deutsche Einheit von Bedeutung waren.

Michael Gorbatschow leitete in der Sowjetunion als Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion eine neue Politik ein, die mit den Begriffen Glasnost und Perestroika verbunden waren. Der Politiker galt für viele Bewohner der DDR als ein Hoffnungsschimmer für eine Verbesserung der politischen Erstarrung in der DDR. Mit der Absetzung des Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Erich Honecker, wurde die Wende eingeleitet. An der Spitze der DDR stand nunmehr Egon Krenz; in seiner Regierungszeit kam es zur weltberühmten Pressekonferenz unter Leitung von Günter Schabowski am 09. November 1989, in deren Folge letztlich die Mauer fiel.

Ingo Juchler hat mit seinem Buch "1989 in Berlin: Schauplätze der Friedlichen Revolution Taschenbuch" einen Zeitreiseführer entworfen, in dem er die Friedliche Revolution in den historischen Kontext einbindet.

Harald Bretschneider und Bernd Oettinghaus sind die Herausgeber des Buches "Das Wunder der Freiheit und Einheit: Mit Zeitzeugen auf dem Weg der Friedlichen Revolution". Sie haben über 50 Zeitzeugen zu Wort kommen lassen, wobei die Autoren eher im kirchlichen Umfeld beheimatet sind.

Katharina Mälzer hat in dem von ihr herausgegebenen Buch "Das Wendebuch. Revolution 1989/90, Massenflucht, Reisefreiheit, D-Mark, Wiedervereinigung - Wir sind das Volk!" 30 Leute ihre Gefühle, Hoffnungen und Ängste thematisieren lassen. Interviews mit Zeitzeugen, Briefe, Erinnerungen lassen die Erwartungen der Wendezeit nochmal lebendig werden.

Meist ist die geschichtliche Überlieferung von den vermeintlichen Gewinnern geprägt. Thomas Ahbe hat mit seinem Buch "Ostalgie: Zu ostdeutschen Erfahrungen und Reaktionen nach dem Umbruch" versucht, die Erfahrungen der ostdeutschen Mehrheitsbevölkerung zu sammeln.

Basierend auf einer Examensarbeit aus dem Jahre 2009 untersucht Oliver Paus mit seinem Werk "Die "friedliche Revolution" in der DDR. Die Wirkung eines Diskurses auf das kollektive Bewusstsein der Deutschen in den Wendejahren 1989/90" die Wechselwirkung von Medien und Ereignissen in der Wendezeit.

Thomas Mayer hat mit seiner Reihe "Helden der deutschen Einheit" sächsische Persönlichkeiten porträtiert und ihre Rolle in der Revolutionszeit aufgezeigt. Die Reihe ist in der "Schriftenreihe des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen" erschienen.

 

Der Verein Perspektive-hoch-drei bietet interessante Projekte zur Friedlichen Revolution und deutschen Einheit an.

Redaktionell verantwortlich: Jens Nitschke, LISUM