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Transferprojekt MuK

Transferprojekt "Medien und Kommunikation"

Spätestens seit Mitte der 90er Jahre und parallel zur rasanten Medienentwicklung im Bereich der Neuen Medien und deren gesellschaftlichen Auswirkungen wurden die Forderungen und Bemühungen einer verstärkten Integration von Medien in schulische Lehr-Lernprozesse intensiviert und Initiativen gestartet, diesen Integrationsprozess voranzutreiben. Eine komplexe Initiative war das BLK-Programm "Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr-Lernprozesse" (SEMIK), in welchem die 16 Bundesländer im Zeitraum von 1998 bis 2003 insgesamt 25 Projekte zu den Entwicklungsschwerpunkten Unterrichtskonzepte, Lehrerbildung, Schulentwicklung Curriculum-Entwicklung, Bereitstellung technischer Tools realisierten. 


Das Land Brandenburg beteiligte sich an diesem BLK-Programm sehr erfolgreich mit dem Modellprojekt "Profilbildung Medien und Kommunikation in der gymnasialen Oberstufe" (MuK) - eine komplexe Konstruktion aus Aspekten der Schulorganisation und -entwicklung, der Entwicklung innovativer Unterrichtskonzepte und der systematischen Einbeziehung traditioneller und neuer Medien im Rahmen der Curriculum-Entwicklung.  

Der richtungsweisende Ansatz, den Umgang mit traditionellen und vor allem Neuen Medien als neue Kulturtechnik zu begreifen und im Rahmen schulischer Bildung insbesondere auch der gymnasialen Oberstufe systematisch zu integrieren, veranlasste das Land Brandenburg dazu, im Jahre 2004 ein Transfervorhaben "Medien und Kommunikation" zu initiieren, das weiteren brandenburgischen Schulen unterschiedlicher Schulform die Möglichkeit eröffnet, das im Modellprojekt entwickelte Know-how und die dafür entwickelten innovativen Unterrichtskonzepte nachzunutzen bzw. weiterzuentwickeln. 


Die Bedeutung dieses brandenburgischen Transferprojektes liegt in der Art und Weise, wie moderne Schulentwicklung praktiziert wird. Immer geht es in diesem Zusammenhang um die Entwicklung einer neuen Lernkultur, um schulische Öffnung, interdisziplinäre Kooperation und mediale Integration. Dabei kommt es nicht vorrangig auf das professionelle Beherrschen bestimmter Programmiersprachen, Software-Anwendungen und Hardware-Konstellationen an, sondern eher auf einen kritisch-emanzipatorischen Umgang mit Medien im Unterrichtsalltag, also auf den oft gebrauchten Begriff "Medienkompetenz" und dessen Entwicklung in neuen Lehr-Lern-Arrangements. 

Redaktionell verantwortlich: André Koch, LISUM