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Schulwegsicherheit

Schulwegsicherheit

Schulwegsicherheit Brandenburg

Der Schulweg ist oftmals der erste eigene Weg für Kinder. Gleichzeitig ereignen sich die meisten Kinderunfälle im Straßenverkehr auf dem Schulweg. Dass es in Brandenburg einen Bedarf für die Sicherung der Schulwege gibt, zeigt die Unfallstatistik: 10,1% der im Straßenverkehr Verunglückten (in den Jahren 2010-2018) befand sich im Alter zwischen 0-15 Jahren, vgl. den Bericht zum Unfallgeschehen im Land BRB im Zeitraum von 2009-2018, S.46.

"Die Anzahl der verunglückten Kinder und Jugendlichen [steigt] mit zunehmendem Alter – und dementsprechend mit fortschreitender Selbstständigkeit im Straßenverkehr – an" (vgl. Statusbericht zur Halbzeitbilanz des Verkehrssicherheitsprogramms 2024 im Land Brandenburg, S.11). Die von den Kindern zu bewältigenden Wege sollten also vorbereitet und geübt werden. Unterstützung bieten zahlreiche kostenlose Materialien zum Thema "Schulwegsicherung". 


Sie finden auf der Seite vom "Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg" unterstützende Materialien: Der sicherere Schulweg (Fassung 01/2022), Wanderausstellung "Sicherer Schulweg" und weiteres Material zum Thema Elternhaltestelle, Schulweg im Elterntaxi...

Siehe unten auf dieser Seite den Brandenburger Leitfaden zur Schul- und Spielwegsicherheit des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg.


Das Projekt „Kleine Adler für sichere Schulwege“ ist für Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe konzipiert, die ihre Schulumgebung in kleinen Gruppen untersuchen. Unter Anleitung von Erwachsenen untersuchen sie Gefahrenstellen auf dem Schulweg. Erkannte Gefahrenstellen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Netzwerks für Verkehrssicherheit Brandenburg an die Zuständigen der jeweiligen Kommune weitergeleitet. Die Ergebnisse der Erkundungen können überdies als Grundlage für die Erstellung von Schulwegplänen genutzt werden, die zur Unterstützung von Kindern der 1. Jahrgangsstufe und ihren Erziehungsberechtigten dienen.

Eine Schulumfelderkundung durch die Schülerinnen und Schüler selbst leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätserziehung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Schulumfeld.

Den Schwerpunkt des Projektes bildet die Überprüfung des Schulumfelds auf Verkehrssicherheit durch die Kinder selbst. Vorbereitend (in einem theoretischen Teil) berichten sie zunächst von ihrem individuellen Schulweg und stellen dar, wie sie zur Schule kommen, an welchen Stellen sie Schwierigkeiten haben eine Straße zu queren, wo sie sich unsicher als Fahrradfahrerin bzw. Fahrradfahrer oder Fußgängerin bzw. Fußgänger fühlen, an welchen Stellen es besonders dunkel ist usw.

Bei der anschließenden Erkundung in kleineren Gruppen sollen sie mögliche Gefahrenstellen im Straßenverkehr aufdecken und diese dokumentieren. Zusätzlich beobachten die Schülerinnen und Schüler das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmenden, stoppen Wartezeiten an Ampeln und wiederholen Vorfahrtsregeln und Verkehrszeichen. Durch die Erkundungen werden die Schülerinnen und Schüler für mögliche Risiken und Gefahren auf ihrem Schulweg sensibilisiert. Außerdem werden bereits gelernte Inhalte, z. B. aus der Radfahrprüfung, wiederholt und gefestigt. Nach der Erkundung berichten die Gruppen von ihren Erlebnissen und Dokumentationen.

Die gesammelten Daten können im Anschluss an Verantwortliche in der Verwaltung weitergeleitet werden, die für die Beseitigung möglicher Mängel zuständig sind. Das können beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ordnungsamt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde oder die Mitglieder der örtlichen Unfallkommission sein. Die Erkundungsergebnisse können außerdem als Grundlage für die Erstellung von Schulwegplänen oder für weiterführende Aktionen genutzt werden.

Brandenburger Leitfaden zur Schul- und Spielwegsicherheit

Der Leitfaden "Schul- und Spielwegsicherheit", eine Publikation des Netzwerkes für Verkehrssicherheit Brandenburg, soll Lehrkräften, Erziehungsberechtigten und Planern helfen, geeignete Projekte und Maßnahmen zur Erhöhung der Schul- und Spielwegsicherheit kennenzulernen und umzusetzen. Er enthält praktische Tipps zur Einbindung des Themas "Verkehrssicherheit" in den Unterricht von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

Steckbriefe informieren über empfehlenswerte Projekte, eine Checkliste gibt einen Überblick über die verkehrssichere Ausstattung von Fahrrädern. Außerdem werden konkrete Maßnahmen vorgestellt, um optische und bauliche Defizite in der Infrastruktur von Straßen und Wegen zu beheben.


Teddy auf dem Schulweg

Die Unfallkasse Brandenburg hat zur Unterstützung bei Ihrer Arbeit zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung Arbeits- und Erlebnishefte zum Download für verschiedene Jahrgangsstufen erstellt.


"Mit Helm - aber sicher!"

"Mit Helm - aber sicher!" ist ein gemeinsames Präventionsprojekt der Kinderneurologie-Hilfe Berlin-Brandenburg, der Unfallkasse Brandenburg, des Netzwerkes Verkehrssicherheit Brandenburg und des Netzwerkes Berlin-sicher-mobil. 

Es ist ein nach dem Peer Group konzipiertes Projekt für die jugendliche Zielgruppe, damit sie ihre eigenen sicherheitsrelevanten Verhaltensweisen im Straßenverkehr reflektierten und entsprechend anpasst. Durch altersgerechte Mitmachaktionen und interaktive Aufklärung über die Funktionen des Gehirns und die Folgen von Kopfverletzungen werden die Schülerinnen und Schüler für die Risiken im Straßenverkehr sensibilisiert.

 

Leitfaden zum Erstellen von Schulwegplänen

Ein Schulwegplan soll helfen, die Sicherheit von Kindern auf dem Weg zur Schule deutlich zu verbessern. Wie ein solcher Plan erstellt werden kann, zeigt in neuer Fassung der kostenlos herunterladbare Leitfaden der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Dieser Leitfaden "Schulwegpläne leicht gemacht" richtet sich an Eltern, Schulen, Kommunen, Polizei und alle, die an der Erstellung eines Schulwegplans mitwirken möchten.