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Unterricht und Schule

Unterricht und Schule

Unterrichts- und Schulprojekte

Hier finden Sie einige Projektideen beziehungsweise Vorschläge, wie Sie Thementage gestalten könnten:

Verkehrstag zum Schulanfang (Jgst. 1)

Hier wird der Ablauf für einen Verkehrstag zum Schulanfang vorgestellt. Die Schulanfängerinnen und -anfänger absolvieren auf spielerische Weise einen Schulweg, auf dem sie  unterschiedliche Erlebnisse an sieben Spielstationen haben. Ihnen soll ungezwungen vermittelt werden, dass es Freude macht, sich zu Fuß auf den Schulweg zu machen, viele Dinge zu entdecken und Freunde zu treffen. Die Veranstaltung kann als Kooperationsprojekt in einer Jugendverkehrsschule durchgeführt werden. Sie ließe sich ebenso als Projekttag an Grundschulen durchführen.

Ablauf (Beispiel):
  • Jeweils sieben Klassen werden zu 8:30 Uhr und 11:00 Uhr eingeladen.
  • Im Anschluss an die Begrüßung wird für jede Klasse die Startstation festgelegt.
  • Die Klassen durchlaufen reihum sieben Stationen.
  • An einigen Stationen werden die Gruppen nochmals geteilt.
  • Nach jeweils 15 Minuten kündigt ein Tonsignal den Stationswechsel an.
  • Die Lehrkräfte und/oder das weitere pädagogische Personal begleiten ihre Gruppen.
  • Die Stationen werden durch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeitende freier Träger, Verkehrssicherheitsberatende der Polizei und/oder Eltern betreut.
  • Erforderliche Materialien: Aufbauplan, Stationsnummern, Einladung der Klassen, kleine Verstärkeranlage
Zeitplan:

07:30 Uhr            Aufbau
08:00 Uhr            Kurze Besprechung
08:30 Uhr            Beginn 1. Durchgang
10:30 Uhr            Ende 1. Durchgang, Pause
11:00 Uhr            Beginn 2. Durchgang
13:00 Uhr            Ende 2. Durchgang

Die Situation der Schule ist zu berücksichtigen. Bei Schulen mit großem Einzugsbereich, besonders im ländlichen Raum, ist die Kooperation mit allen Trägern des Schülerverkehrs (Schulbus, Linienbus, Schülerspezialverkehr) an diesem Tag sinnvoll und kann das Verhalten aller Schülerinnen und Schüler in öffentlichen Verkehrsmitteln thematisieren. Bezogen auf die Kernkompetenzen werden vorrangig "sicher mobil sein" und "selbstständig mobil sein" gefördert.


Auf dem Gehweg (Jgst. 1)

Mit Schuleintritt werden aus Kindern "aktive" Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Verkehrs. Während sie in den ersten Lebensjahren von ihren Erziehungsberechtigten  befördert wurden (z. B. als Mitfahrerinnen und -fahrer im Auto, im Kindersitz auf dem Fahrrad), erwerben sie mit dem Schulweg zumindest eine teilweise Selbstständigkeit, auch wenn Erziehungsberechtigte oder betreuende Personen die Kinder zur Schule oder auf dem Heimweg begleiten.

Der praktische und anschauliche Unterricht an der Straße, der Kreuzung, der Ampel ist wichtig, um früh auf das Verhalten junger Schülerinnen und Schüler einzuwirken. Kinder imitieren auch Verhaltensweisen von Großen. Ältere Geschwister und auch Erwachsene zeigen ihnen oft, wie man es nicht machen soll. Bewährt hat es sich, wenn unter Einsatz von Schülerlotsen, die durch eigenes Verhalten Vorbild sind, jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler bei dieser Ausbildung unterstützt werden. Deshalb sollten stets falsches und richtiges Verhalten aufgezeigt und Gefahrensituationen beschrieben werden.

Bezogen auf die Kernkompetenzen werden vorrangig Kompetenzen "sicher mobil sein", "selbstständig mobil sein" und "verantwortungsbewusst mobil sein" gefördert.

Themen und Inhalte
Auf dem Gehweg
  • Auf dem Gehweg lernen die Kinder die rechte Seite als die sichere Seite kennen.
  • Die andere Seite soll als die Gefahrenseite erkannt werden, an der sich parkende Autos und Radfahrer befinden. Die Kinder lernen die Nähe zur Fahrbahn als echte Gefahr zu erkennen.
Ampeln und Fußgängerüberwege

Die Schülerinnen und Schüler lernen etwas über das richtige Verhalten an Ampeln und Fußgängerüberwegen.

  • Wo befindet sich auf dem Weg zur Schule oder im Umkreis eine Ampel oder ein Fußgängerüberweg?
  • Gibt es einen Druckknopf für "Grün"?
  • Wie lange dauert es, bis "Grün" kommt?
  • Wie kann man Geduld bewahren?
  • Beobachtung anderer Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.  "Grün ist nicht immer sicher!"
Beschaffenheit des Gehweges

An Beispielen kann demonstriert werden, welche Risiken durch Schlaglöcher, Sand, überstehende Platten oder unbefestigte Gehwegränder entstehen können.

Einflüsse der Natur auf den Gehweg

Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass die Jahreszeiten den Gehweg verändern können: Laub, Schnee, Eis und Pfützen können eine hohe Gefahr darstellen.  Hindernisse, wie parkende Autos, Straßenbäume, Mülltonnen oder Baustellen, können ebenfalls negative Auswirkungen auf den Sichtbereich haben.

Der Bordstein

Die Kinder lernen den Bordstein als eine Stopp- und Haltelinie kennen. Mit Hilfsmitteln (Kreide, Springseil) wird ein Bereich (20-30 cm) vor die Bordsteinkante gekennzeichnet. Diese darf nicht übertreten werden (nur zum Überqueren der Fahrbahn).

Organisationsformen – als Unterrichtsgang (außerschulischer Lernort):
  • Wie sind die Gehwege auf dem Weg zur Schule?
  • Gibt es eine sichere Seite?
  • Wie sehen die Gehwege um die Schule herum aus?
  • Integration in den Wandertag
  • Fallbeispiele im Klassenraum
  • Projekttage

Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (ab Jgst. 3)

Eine wichtige Form motorisierter Mobilität von Schülerinnen und Schülern stellt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und des Schülerspezialverkehrs (Schulbus) dar. Um ihren Aktionsradius erweitern zu können, sollen Schülerinnen und Schüler befähigt werden, zunehmend selbstständig öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bieten unterstützende Angebote für den Unterricht in Brandenburger und Berliner Grundschulen an.

Der VBB stellt Unterrichtsmaterialien zur Schulwegsicherheit zur Verfügung, u.a. verschiedene Filme zur Verkehrserziehung

Die BVG bietet kostenlose Praxistage (BUS, TRAM, U-BAHN) an für Schülerinnen und Schüler (Jgst. 1-3), die sich inhaltlich an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren.  Aufgrund der hohen Nachfrage ist dort allerdings von längeren Wartezeiten auszugehen. Eine rechtzeitige Kontaktaufnahme ist daher zu empfehlen.

Eine Einbettung dieser Erfahrungen in den Schulalltag ist von großem Nutzen. Schulausflüge oder Klassenfahrten bieten sich an, um die Schülerinnen und Schüler in den Planungsprozess mit einzubeziehen.

Folgende Materialien sind hierfür als Grundlagen notwendig:

  • S- und U-Bahnliniennetz (Netzspinne); einzelne Linien ("Perlenschnur")
  • Straßenbahnnetz (Tram) und Busnetz (Bus, Metrobus, Expressbus)
  • Fahrpläne und Fahrplan-Apps
  • Tarifgebiet des VBB mit den Tarifzonen A, B und C bzw. Regionalverbünde
  • Angebot an Fahrausweisen
  • Bedienungsanleitung Fahrscheinautomat
  • Hinweise für Mitfahrende ohne berechtigten Fahrausweis
  • Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Schulumgebung im Mathematikunterricht (ab Jgst. 3)

Als Beispiel für den Mathematikunterricht kann das Thema "Länge und Beschreibung von Wegen" umgesetzt werden. Dafür bietet sich der Schulweg der Kinder an. Wer kommt auf welchem Weg zur Schule? Wie lang sind die Wege?

Die Lernumgebung "Die Schulumgebung" ist Bestandteil der Themenkiste "Länge" der iMINT-Akademie Grundschule. Sie ist online auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg mit dem Suchbegriff "Themenkisten" zu finden. Das Unterrichtsmaterial beinhaltet einen Plan der Schulumgebung, der austauschbar ist, sodass die eigene Schulumgebung als Plan eingefügt werden kann (eine Anleitung dafür ist enthalten). Dafür bietet sich beispielsweise der Kinderstadtplan an, wenn die Schule einen hat. Die Aufgaben können entsprechend angepasst werden. Es wird unter anderem der Schulweg thematisiert. Die Kinder sollen ihn auf der Karte finden, beschreiben, seine Länge bestimmen, mit anderen Kindern vergleichen. Es gibt Vorschläge für Arbeitsblätter und didaktische Hinweise.

Die eigene Schulumgebung und die Schulwege bieten im Mathematikunterricht die Möglichkeit, das übergreifende Thema Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung mit mathematischen Kompetenzen zu verbinden: Ein Plan von der Schulumgebung dient dabei als Grundlage, um Entfernungen zu ermitteln und Größenvorstellungen aufzubauen. Die Orientierung auf einer Karte und das Beschreiben von Lagebeziehungen werden am Plan erprobt. Die Benutzung von Stadtplänen zur eigenen Orientierung als eine wichtige Alltagskompetenz und die sprachlich präzise Beschreibung des Weges sind weitere wesentliche Elemente. Das Unterrichtsmaterial "Die Schulumgebung" zeigt an einem konkreten Beispiel, wie sich das im inklusiven Unterricht umsetzen lässt.


Unterrichtsdemonstration: Abbiegende Lastwagen sind gefährlich (ab Jgst. 4)

Durch abbiegende Fahrzeuge, häufig Lastwagen, kommt es für Radfahrende und zu Fuß Gehende immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen. Technische Verbesserungen wie zusätzliche Spiegel reduzieren Gefahrensituationen, können sie jedoch nicht vermeiden. Auch elektronische Weiterentwicklungen werden in absehbarer Zeit Unfälle aufgrund von Unaufmerksamkeit und Fehleinschätzungen nicht ausschließen können. Der Perspektivwechsel, der durch eine Unterrichtsdemonstration mit einem Lkw und einem Fahrrad möglich ist, kann hier zu einem rücksichtsvolleren Verhalten der beteiligten Verkehrsteilnehmenden beitragen.

Doch reicht es nicht, einen Lkw auf eine geeignete Fläche in Schulnähe zu stellen und alle Schülerinnen und Schüler mal ins Führerhaus klettern zu lassen. Den Erfolg dieser Unterrichtsdemonstration macht die gute Moderation dieser anderen Form des Unterrichts aus. Verschiedene Anbieter unterstützen die Schulen dabei. Im Rahmen der regionalen Fortbildung werden jährlich Schulungen für Moderatorinnen und Moderatoren angeboten. Im Folgenden können die Elemente nur benannt und auf die verschiedenen Medien verwiesen werden.

Die Beschäftigung mit dem Toten Winkel ist eines der Themen innerhalb der Radfahrausbildung in der Jahrgangsstufe 4 und fördert vorrangig die Kernkompetenz "sicher mobil sein". Es bietet sich an, mit der Erweiterung des Aktionsradius von Jugendlichen, beispielsweise in der 6. Jahrgangsstufe vor dem Übergang von Schülerinnen und Schülern auf die weiterführende Schule, das Thema vertiefend aufzugreifen.

Vorschlag für den Ablauf der Unterrichtsdemonstration (45 Minuten):
Tote Winkel rund ums Fahrzeug
  • Begriffsklärung "Toter Winkel"
  •  "Tote Winkel" hinter, vor und neben Fahrzeugen und mögliche Gefahrensituationen
  • die Beleuchtung der Fahrzeuge und ihre Bedeutung
  • die besondere Gefahr rechts neben dem Fahrzeug
  • Pressenachricht mit Beschreibung einer Unfallsituation
  • das Sichtfeld des Lkw-Fahrenden durch Front- und Seitenscheiben und durch Spiegel
  • Markieren des dazwischen sich bildenden "Toten Winkels"
  • Erarbeitung "Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er mich auch sehen!"
  • Blickkontakt aktiv aufnehmen

Nachdem dies im Unterrichtsgespräch bei einem Gang rund ums Fahrzeug erarbeitet wurde, sollen alle Schülerinnen und Schüler nun das "Aha-Erlebnis" haben, die Mitschülerinnen und -schüler im Toten Winkel nicht zu sehen. Während sich die gesamte Klasse innerhalb des toten Winkels aufhält, wechseln sich die Schülerinnen und Schüler nacheinander auf dem Fahrersitz und beim Halten und Aufspannen des Winkels mit Flatterband oder einer Kette ab und halten sich auch unsichtbar vor dem Lkw auf. Auch wenn es einige Minuten dauert, bis sich alle vom Führerhaus aus orientiert haben, erzielt das unmittelbare Erleben den gewünschten Lerneffekt eindrucksvoller als der alleinige Einsatz eines Lehrfilms. Weiterhin wird der Nachlauf der Hinterräder demonstriert. Er stellt eine für den vorwärts gewandten Radfahrenden schwer wahrnehmbare Gefährdung dar.

Der Nachlauf der Hinterräder
  • Markierung einer Kreuzungssituation
  • ggf. Aufstellen eines Fahrrade
  • Beobachtung des abbiegenden Fahrzeugs
  • unterschiedliche Kurvenradien der Achsen
  • Beschreibung der Gefahrensituation der nachlaufenden Hinterräder

Wichtig ist, zum Abschluss der Unterrichtsdemonstration genügend Zeit vorzusehen, um mit den Schülerinnen und Schülern Verhaltenstipps zu erarbeiten, um Gefahrensituationen zu vermeiden.

Verhaltenstipps:
  • Berichte und Erfahrungen des Lkw-Führenden berücksichtigen
  • Hinweis, nicht in den "Toten Winkel" hineinzufahren
  • Hinweis, die Haltelinie für Radfahrende an Kreuzungen zu nutzen, um wieder Blickkontakt aufnehmen zu können
  • ggf. absteigen und in Sicherheit bringen
  • gegenseitig Rücksicht nehmen und sich berechenbar verhalten
  • Fahrradhelm nutzen

Es empfiehlt sich, die Thematik im Unterricht nochmals aufzugreifen, um im ablenkungsärmeren Klassenraum die Ergebnisse nochmals zu festigen.

Weitergehende Gestaltungen zum Thema sind möglich, z. B.

  • Nachspielen einer Gerichtsverhandlung
  • Entwerfen eines Plakats oder Flyers
  • Bau eines Modells
  • Texten eines Songs
  • Aufnehmen eines Trickfilms
Medien für die Unterrichtsdemonstration "Toter Winkel" vom ADAC

Film und Broschüre des ADAC


Der mobile Bär (Jgst. 1-2; Jgst. 3-4)

Der mobile Bär ist ein von der Unfallkasse Berlin erstelltes umfangreiches Unterrichtsmaterial mit Übungen zum Thema Verkehrssicherheit, für die Jahrgangsstufen 1 und 2 und neuerdings auch 3 und 4. Dieses Material (Schüler*innenhefte und Begleithefte für Lehrkräfte) steht online und kostenlos zur Verfügung. 


Die DVD Unterwegs zur Schule – sicher mit Bus und Tram (Jgst. 1-4)

Auf der DVD Unterwegs zur Schule - sicher mit Bus und Tram zur Verkehrserziehung befinden sich vier Filme, die für den Theorieunterricht zur Vorbereitung auf die Busschule eingesetzt werden können. Sie vermitteln Schülerinnen und Schülern das richtige Verhalten bei der Fahrt mit dem Bus oder mit der Tram. Die DVD wurde allen Grundschulen des Landes Brandenburg und den Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen erhalten Sie beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Die DVD wurde vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in Kooperation mit der Unfallkasse Brandenburg, dem Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg und vier Verkehrsunternehmen entwickelt.

Das Gesetz der Straße

Das Gesetz der Straße: Mit diesen Materialien beabsichtigt das BMVI, die Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren zu erhöhen. Dies gilt auch für junge Fahrer*innen, da sich bei diesen besonders gefährdeten Gruppen ein jugendspezifisches Risikoverhalten mit dem Anfängerrisiko bei der Teilnahme am Straßenverkehr vermischt. Die spielerische Auseinandersetzung mit Themen der Verkehrssicherheit soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich regelkonform, rücksichtsvoll und sicher im Straßenverkehr verhalten sowie bewusster mit Risiken im Straßenverkehr umgehen.

Das Konzept: kurze Filme oder Filmsequenzen in der Reihe Das Gesetz der Straße mit dem bekannten Moderator Ralph Caspers dienen als Themeneinstieg. Diverse Unterrichtsmaterialien wurden zusätzlich entwickelt. Hiermit ist ohne großen Eigenaufwand eine informative, lehrreiche und durchaus spannende Auseinandersetzung mit vielen Fragen rund um die Themen "Sicherheit auf dem Fahrrad" und "Das Risiko auf der Straße" möglich.

Die Materialien können fächer- und schulformübergreifend ab der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Die Lernmodule sind so konzipiert, dass sie möglichst breit in verschiedenen Schulformen, aber auch z.B. im theoretischen Fahrschulunterricht, der polizeilichen Aufklärungsarbeit oder für die Angebote der Verkehrssicherheitsverbände genutzt werden können. Der modulare und binnendifferenzierte Aufbau der Materialien ermöglicht, dass Lehrkräfte und andere interessierte Akteur*innen die Materialien je nach Zeitrahmen und Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler individuell anpassen können.

Videosequenzen und Materialien "Das Gesetz der Straße"

Rollisport bewegt Schule

Rollisport bewegt Schule: Dies ist ein (etwa drei Zeitstunden dauerndes) Schulsportprojekt des Pfeffersport e. V. (Flyer), wodurch inklusiver Sportunterricht gefördert sowie Schüler*innen und Lehrkräften ein Perspektivwechsel ermöglicht werden:  Was bedeutet Inklusion? Kann man sie (er)leben? Wie fühlt es sich an, in einem Rollstuhl zu sitzen? Wie kann gemeinsamer Sportunterricht von Schüler*innen mit und ohne Behinderung aussehen? Das Projekt wird seit 2014 berlinweit an Regel- und Förderschulen durchgeführt, das Team Pfeffersport e.V. kann jederzeit angefragt werden. Derzeit wird das Projekt von der Unfallkasse Berlin gefördert, sodass die Hälfte der Projektkosten für die Schulen an (ausgenommen Berufsschulen) übernommen wird.


Radexkursion (ab Jgst. 5)

Ab der 5. Jahrgangsstufe besteht nach erfolgreicher Absolvierung der Radfahrprüfung die Möglichkeit, Radtouren durchzuführen. Lehrkräfte, die einen Ausflug, eine mehrtägige Exkursion oder sogar eine Klassenfahrt mit dem Rad planen, tragen viel Verantwortung. Die Durchführung einer Radtour erfordert daher eine gründliche Planung und Organisation, was für die verantwortlichen Lehrkräfte einigen Aufwand bedeutet. Dieser lohnt aber, denn der Erlebniswert und die Möglichkeiten, fachübergreifend verschiedene Kompetenzen zu fördern, sind sehr hoch.

Eine Radexkursion ist, ähnlich einer Klassenfahrt, eine schulische Veranstaltung. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler durch den Versicherungsträger des Landes versichert sind, wie auf dem Schulweg oder während der Unterrichtszeit in der Schule. Es ist jedoch in jedem Falle ratsam, eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten einzufordern. Bitte beachten Sie dabei die Berliner Ausführungsvorschriften über die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht im schulischen Bereich und die Verkehrssicherungspflicht sowie die Haftung (AV Aufsicht) vom 25. April 2006, insbesondere Abschnitt 7 „Aufsichtsführung bei Berg-, Ski- und Radtouren, beim Baden und Schwimmen sowie bei sonstigen Sportarten mit erhöhtem Unfallrisiko“.

Nachfolgend sind exemplarisch einige Themen und Möglichkeiten für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 genannt:

Themen und Inhalte
Planung und Durchführung einer Radexkursion oder einer Radwanderung

Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in die Vorplanung, Vorstellungen kommunizieren, Meinungsbilder erstellen, Abwägen eigener Pläne mit anderen, Bedeutung der Mobilität als Radfahrerin bzw. Radfahrer, Darstellung und Schilderung absolvierter Fahrten, Motivierung für das Vorhaben

Vorbereitung
  • Festlegung des Exkursionsziels und des zeitlichen Rahmens
  • Überprüfung der motorischen Fertigkeiten und der Kenntnis der Verkehrsregeln
  • schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Verantwortung bei der Planung übernehmen
  • gemeinsame Planung der Route und der Etappen
  • Einbeziehung fachlicher Aspekte
  • Wünsche und Absichten benennen
  • Verkehrsmittelwahl, Vergleich verschiedener Verkehrsmittel
  • Untersuchung verschiedener Verkehrsmittel in Bezug auf Schadstoffe, Lärm, Zeit, Kosten, Zuverlässigkeit
  • Funktionsweise des Fahrrades
  • Fahrradkontrolle
  • Regeln aufstellen für das Fahren in Gruppen, Beachtung der Straßenverkehrsordnung
Durchführung
  • körperliche Bewegung an frischer Luft, Schulung der Ausdauer
  • Einschätzen und Erkennen der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Einfügen in und Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse einer Gruppe
  • Umweltwahrnehmung
  • Wirkungsweise von Ausdauersportarten
  • gesunde Ernährung
  • Pflanzen- und Tierwelt vor Ort
  • Entwicklung des Rades und des Radfahrens
  • historische Ereignisse des Gebietes
  • geologische und geografische Kenntnisse zu Orten, Landschaften, Landschaftsformen, deren Entstehung und Beschaffenheit
  • Dichter*innen und Denker*innen der Region; Geschichten, Gedichte oder Märchen über Land und Leute
  • Funktionsweise des Fahrrades, Fahrradtechnik, Fahrradwerkstatt, Durchführung von Reparaturen
  • Besuch von Plätzen, Museen, Kunstobjekten etc.
Nachbereitung
  • Kostenberechnung
  • historische, geologische, literarische Aufarbeitung der Exkursion
  • Fahrtenberichte, Collagen

Projekt Verkehrsausschuss (ab Jgst. 5)

Innerhalb eines Projektes, das in Berlin-Reinickendorf durchgeführt wurde, übernahmen Schülerinnen und Schüler in Form eines Rollenspiels die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) für eine Sitzung. Sie setzten sich mit Problemen in ihrem Bezirk auseinander und hielten diese schriftlich fest. Anschließend formulierten sie Wünsche an einem "Wunschbaum". Die Schülerinnen und Schüler bildeten dann verschiedene Ausschüsse. Der Ausschuss für Verkehrssicherheit bearbeitete dabei beispielsweise die Verkehrssituation vor Schulen und Gefahrenstellen für Radfahrerinnen und Radfahrer im Bezirk. Die Schülerinnen und Schüler fertigten Skizzen an, beschrieben die Situationen und überlegten Lösungsmöglichkeiten. Zum Abschluss des Projektes hatten sie die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Ausschussarbeit Bezirkspolitikerinnen und -politikern vorzutragen und Stellungnahmen von ihnen zu bekommen.

Erst im Verlauf des Projektes wurde den Beteiligten deutlich, dass die Arbeit des "Ausschuss für Verkehrssicherheit" auch Verkehrserziehung war und insbesondere Aspekte der Sozial- und Umweltbildung berücksichtigte, indem es um Rücksichtnahme verschiedener Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, gegenseitige Wertschätzung und Übernahme von Verantwortung ging. Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, dass bei der Stadt- und Verkehrsplanung unterschiedliche Interessen bestehen und dass im politischen Prozess diese abzuwägen sind. Sie selbst hatten hier die Möglichkeit des direkten Austauschs mit Politikerinnen und Politikern und lernten Möglichkeiten der politischen Einflussnahme in kommunalen Bereich kennen.

Themen und Inhalte

Die Schülerinnen und Schüler benennen für sie bedeutsame Probleme des Straßenverkehrs, erstellen Beschreibungen, Skizzen und Fotodokumentationen. 

Die Schülerinnen und Schüler beraten sich über die benannten Probleme, formulieren Lösungsmöglichkeiten, entwerfen Skizzen und Modelle und gestalten diese als "Wunschbaum".

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Ergebnisse Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung.

Politikerinnen und Politiker nehmen zu den gemachten Vorschlägen Stellung. Im günstigsten Fall kommt es zu Verabredungen, um sich zu einem späteren Zeitpunkt über die Umsetzung der Vorschläge auszutauschen.

Vorrangig werden hierbei die Kernkompetenzen "verantwortungsbewusst mobil sein" und "zukunftsfähige Mobilität mitgestalten" gefördert.

Berlin

Die Radfahrausbildung ist im Land Berlin eine Pflichtaufgabe im Unterricht der Jahrgangsstufen 3 und 4, im Land Brandenburg wird sie empfohlen. Sie wird mit der theoretischen und praktischen Radfahrprüfung abgeschlossen. Die Radfahrausbildung vermittelt Schülerinnen und Schülern Praxis und Theorie, wie sie sich im Straßenverkehr sicher und regelkonform verhalten müssen. Die Schülerinnen und Schüler müssen den sicheren Umgang mit dem Fahrrad unter Berücksichtigung der Verkehrsregeln lernen sowie Verkehrssituationen beachten und bewerten und mit ihrem Handeln auf das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer reagieren. So wird den Schülerinnen und Schülern auch eine kritische Sichtweise auf den Verkehr und die damit verbundenen Probleme vermittelt. Besonders die Kernkompetenzen des übergreifenden Themas "sicher mobil sein", "selbstständig mobil sein" und "verantwortungsbewusst mobil sein" werden somit gefördert.

Die Durchführung der praktischen Ausbildung erfolgt überwiegend in den Jugendverkehrsschulen.
Es besteht auch die Möglichkeit der praktischen Radfahrprüfung im Realverkehr, dies wird an einigen Schulen praktiziert. Sehen Sie selbst ein Beispiel für Good-Practice an einer Neuköllner Schule: Das Konzept des BikeFit-Trainings für alle Altersklassen: www.bike-fit-training.de

Während die Radfahrausbildung vornehmlich dem Erlernen und Anwenden regelgerechten Verhaltens als Radfahrerinnen und Radfahrer dient, sollten die Schülerinnen und Schüler das Beherrschen des sicheren Radfahrens im häuslichen Umfeld erlernen. Zusätzlich eröffnen sich hier Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Erziehern und Lehrkräften im Rahmen der Ganztagsbetreuung. Auch der Sportunterricht sollte durch vielfältige Bewegungsangebote das Erlernen von Koordinations- und Balanceaufgaben unterstützen.

Schulberaterinnen und Schulberater für Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung in den regionalen Verbünden Berlins informieren im Rahmen von Fortbildungen jährlich über den aktuellen Ablauf der Radfahrausbildung. Bei der Radfahrausbildung werden die Schulen durch die örtlich zuständigen Verkehrssicherheitsberaterinnen und Verkehrssicherheitsberater unterstützt.


Motorisches Radfahrtraining (Jgst. 1-4)

Schon weit vor dem Schulanfang, meist zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr, bekommen oftmals Kinder ihr erstes Fahrrad. Mit dem Schuleintritt glauben viele Schülerinnen und Schüler (und auch deren Eltern), dass sie Rad fahren können. Diese Selbsteinschätzung beruht auf der Annahme, dass mit dem Treten, Lenken und dem Halten des Gleichgewichts das Radfahren beherrscht wird. Doch schon bei einfachen Aufgaben, die eine reaktive Gewichtsverlagerung, ein Zielbremsen oder Mehrfachhandlungen erfordern, sind die motorischen Grenzen schnell erreicht.

Kinder haben bis zum 10. Lebensjahr entwicklungsbedingte Defizite: Sie sehen, hören und reagieren anders. Ihre Motorik ist bei der Bewältigung von Mehrfachhandlungen schnell überfordert. Auch bei Viertklässlern, die für die Radfahrprüfung üben, lassen sich ähnliche Beobachtungen machen. Zu Beginn des praktischen Übens in der Jugendverkehrsschule fällt es vielen Schülerinnen und Schülern schwer, Mehrfachhandlungen, die zeitgleich oder schnell hintereinander folgen, zu bewältigen.

Das Befahren der Fahrbahnen unter Einhaltung der Regeln und das Erfüllen von Aufgaben, z. B. an einer Kreuzung abzubiegen, überfordert viele Schülerinnen und Schüler. Beim Abbiegen werden viele Handlungen verknüpft. Es müssen das Umblicken, Spurhalten, Handzeichen geben, Spur wechseln und ggf. Bremsen in unmittelbarer zeitlicher Abfolge beherrscht werden. Zeitgleich müssen akustische und optische Informationen (von Lehrerinnen und Lehrern, Polizistinnen und Polizisten und Mitschülerinnen und Mitschülern beim Üben in der Jugendverkehrsschule) verarbeitet werden. Dies wird nur gelingen, wenn der motorische Prozess des Radfahrens soweit beherrscht wird, dass das Treten, Lenken und Gleichgewicht halten automatisiert ist.

Schülerinnen und Schüler benutzen mit zunehmendem Alter immer häufiger – auch für den Schulweg – ihr Fahrrad. Das Fahrrad gilt zu Recht als umweltverträgliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel. Jedoch weist die Unfallstatistik seit vielen Jahren aus, dass mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler auch ein Anstieg von Unfällen erfolgt.

Ist also ein Radfahrtraining im Primarbereich mit Zweit- bis Viertklässlern angebracht? Diese Frage kann aufgrund des oben geschilderten Sachverhaltes eindeutig mit Ja beantwortet werden. Nachfolgend sind einige Übungsmöglichkeiten dargestellt. Vorrangig werden hier Kompetenzen der Kompetenzfelder „sicher mobil sein“ und „selbstständig mobil sein“ gefördert.

Themen und Inhalte
Grundfertigkeiten des Radfahrens trainieren oder erlernen

Kinder benutzen in den ersten Schuljahren ihr Fahrrad überwiegend als Spielgerät. Sie fahren wenig zielgerichtet von A nach B, deshalb werden viele Übungen in spielerischer Form durchgeführt.

Schieben und Aufsteigen von der "sicheren" Seite

Das Fahrrad von der "sicheren" rechten Seite schieben. Diese ist die Gehwegseite. Ebenso erfolgt das Auf- und Absteigen von bzw. nach rechts.

Treten

Antreten und Schwung holen mit richtiger Pedalstellung „10 nach 8“ ermöglicht eine gute Beschleunigung.

Fahren im Kreis (Pylonen können als Kreis oder Rechteck aufgestellt werden)

Schülerinnen und Schüler fahren in der Gruppe „im Kreis“ um aufgestellte Pylonen. Sie erhalten dabei die Aufgabe, auf ihr Fahrtempo, den Abstand zum Vordermann und ihre Bremsbereitschaft zu achten. Variationen erfolgen durch Zusatzaufgaben, z. B. im Stehen zu fahren, eine Hand zu heben, sich umzublicken.

Fahren in der Spur (Durchfahren einer Spurgasse)

Schülerinnen und Schüler fahren einzeln oder in der Gruppe durch aufgestellte Pylonen. Die Breite der Gasse lässt sich gut variieren. Sie erhalten zunehmend Aufgaben, z. B. im Stehen zu fahren, eine Hand zu heben, sich umzublicken, am Ende der Spurgasse zu bremsen.

Durchfahren eines Slaloms, Fahren einer "Acht"

Schülerinnen und Schüler fahren einzeln oder in der Gruppe einen Slalom durch aufgestellte Pylonen. Die Länge und Schwierigkeit lässt sich durch Veränderung des Abstandes der Pylonen gut variieren. Schülerinnen und Schüler können je nach Fertigkeit Zusatzaufgaben erhalten, z. B. im Stehen fahren, einhändig fahren, auf Gegenstände oder Pylonen zeigen.

"Gegenverkehr" und "Kreuzung"

Schülerinnen und Schüler fahren in zwei Kreisen, die entgegengesetzt (links- und rechtsherum) befahren werden und begegnen sich in der Mitte in zwei Fahrspuren als Gegenverkehr. Dabei ist auf das Einhalten der Spur, auf das Tempo und auf den Gegenverkehr zu achten.

Durcheinander Fahren

In einem durch Pylone abgesteckten Raum dürfen die Schülerinnen und Schüler nach Absprache von Regeln ihren Fahrweg selbst bestimmen. Schülerinnen und Schüler, die sich einander nähern, müssen sich durch vorsichtige Fahrweise und Zeichen verständigen.

Befahren eines Parcours (Stationsfahren)

Mithilfe diverser Medien (z. B. Pylone, Bauklötzchen, Büchsen, Fahnenstangen) wird ein Fahrrad-Parcours aufgestellt. Beim Durchfahren müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden, z. B. Slalom fahren, Kreis fahren, Spurbrett überfahren.

Anregung und Anleitung bieten u. a. der ADAC, ACE, AOK, auch die Landesverkehrswachten mit ihren Fahrradparcours und Wettbewerben. Sehr gute Möglichkeiten der Differenzierung ergeben sich durch das Weglassen von Übungen oder Zusatzaufgaben.

Hinweis: Die Radfahrprüfung ist in Berlin verbindlich, in Brandenburg wird sie empfohlen.


Brandenburg

Die Landesverkehrswacht Brandenburg unterstützt die Lehrkräfte des Landes rund um die Radfahrausbildung. Gemeinsam mit der Unfallkasse Brandenburg als Kooperationspartner stattet sie jährlich flächendeckend alle Schülerinnen und Schüler mit Testbögen und Fahrradpässen zur Radfahrausbildung aus. Zudem ist die Landesverkehrswacht Ansprechpartnerin für die Jugendverkehrsschulen in Brandenburg.

Als begleitendes Bildungsmaterial für die theoretische Ausbildung empfehlen wir passend zu den Testbögen die Broschüre der Deutschen Verkehrswacht "Die Radfahrausbildung. Das Heft für die 3. und 4. Klasse" Zu diesem Heft gehört auch ein Online-Portal, in das sich die Schülerinnen und Schüler über einen Code im Heft einwählen können. Die Kombination aus Heft und Übungsportal erweist sich gerade in Zeiten des Homeschoolings und des Wechsels von Distanz- und Präsenzunterricht als äußerst hilfreich. Neben neuen Übungsformaten wie einem digitalen Fragebogen und kleinen Filmsequenzen erlaubt das Portal eine sofortige Auswertung und Rückmeldung. Das ist­ eine große Hilfe bei der Vorbereitung auf die abschließende Lernkontrolle.

"Klasse unterwegs" - Schulprogramm der DB Regio Nordost

Mit dem Schulprogramm "Klasse unterwegs" bietet die Deutsche Bahn eine Datenbank mit Exkursionszielen an. Hier kann, je nach gewünschtem Unterrichtsbezug, nach geeigneten Exkursionen gesucht werden. Die Exkursionsvorschläge können direkt als PDF-Datei heruntergeladen, versendet oder ausgedruckt werden. Passende Fahrverbindungen und Ticketangebote sowie die entsprechenden Kontaktdaten zu den Exkursionspartnern finden sich ebenfalls auf der Internetseite. "Klasse unterwegs" erleichtert den Lehrkräften somit die Suche nach guten Angeboten und leistet auch einen Beitrag zur umweltbewussten Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung. 


Jugendverkehrsschulen

Jugenverkehrsschulen oder auch "Verkehrskindergärten" sind Übungsflächen, die in einem Miniaturformat realen Verkehrsflächen nachgebildet sind und somit Straßenkreuzungen mit Ampelanlagen, Verkehrszeichen und Fußgängerüberwegen beinhalten.  In den Jugendverkehrsschulen üben Kinder, meist im Alter von 5-14 Jahren, korrekt die Spur zu halten, richtig abzubiegen und die Verkehrsschilder zu erkennen, aber auch vorausschauend und rücksichtsvoll zu fahren.

Neben dem Kennenlernen von Verkehrsregeln stehen aber auch die Einschätzung von Verkehrssituationen und Gefahren im Straßenverkehr auf dem Programm. Mit zahlreichen Übungen werden die Kinder durch geführte Trainings auf eine eigenverantwortliche Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet.

Weitere Informationen sowie Standorte der Jugendverkehrsschulen der beiden Länder finden Sie unter:

Programm Jung + Sicher + Startklar

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) hat das Programm Aktion Junge Fahrer weiterentwickelt und in fünf verschiedenenen Projektbausteinen "Ablenkung", "Alkohol und Drogen", "Risikofaktor Mensch", "Verkehrsunfall und seine Folgen" sowie "Fahrzeugsicherheit - Fahrzeugtechnik" fachübergreifende Unterrichtsmaterialien erstellt. In einer Übersicht finden Sie alle Links, die Sie direkt zu den Materialien (kostenlos, als Druckversion oder herunterladbar) führen.

Neu konzipierte Wanderausstellung "Straßenkreuze"

Die vom Forum Verkehrssicherheit (IFK e.V.) neu konzipierte Wanderausstellung "Straßenkreuze" richtet sich an die im Straßenverkehr besonders gefährdete Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen und orientiert sich dabei speziell an fahranfängerspezifischen Risiken. Sie soll junge  Fahranfänger*innen für die Gefahren im Straßenverkehr und die Folgen von Verkehrsunfällen sensibilisieren und zu einer verantwortungsbewussten Fahrweise anregen. Die Ausstellung (mit einer Fläche von mindestens 12 Quadratmetern ) kann bei den Berater*innen für Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung, beim Netzwerk Verkehrssicherheit oder beim Forum Verkehrssicherheit kostenlos für den Einsatz in der Schule ausgeliehen werden.

Als thematisch begleitendes Material werden der Roman "Heiliges Blech" von Manfred Cibura (auch als Hörbuch), das Lied "Niemals wieder" von Robert Voß (CD) empfohlen. Diese Materialien sind kostenfrei anforderbar und eignen sich für den Einsatz im Unterricht ab Jahrgangsstufe 9 (vor allem in Deutsch, Sozialkunde und L-E-R) und sind auch als Einstieg für komplexe Themen wie "Statussymbol Auto – die Bedeutung in unserer Gesellschaft", "Alkohol und illegale Drogen im Straßenverkehr", "Tod und Schmerz – Unfallopfer und Hinterbliebene" oder "Schuld und Verantwortung" einsetzbar.


Aktionsplan Radfahrsicherheit 12+ - Sicheres Radfahren als Unterrichtsthema in der Sekundarstufe

Der Aktionsplan Radfahrsicherheit 12+ vom Forum Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg (aus dem Schuljahr 2005/2006) enthält  noch immer aktuelle Praxismodule zum Thema "Radfahren" in der Sekundarstufe.

Die Module geben praxisnahe Anregungen, wie sicheres Radfahren im Unterricht, in Projekttagen oder in Arbeitsgemeinschaften thematisiert werden können. Darüber hinaus unterstützen die Berater*innen für Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung gern.

Weiterführendes Radfahrtraining für die Sekundarstufe I

Fast jeder zweite Jugendliche im Alter zwischen 10 und 15 Jahren verunglückt im Straßenverkehr mit dem Fahrrad. Das Fahrrad entwickelt sich in diesem Alter zu einem wichtigen Verkehrsmittel für die selbstständige Mobilität.

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat ein weiterführendes Radfahrtraining für die Sekundarstufe I entwickelt, das bereits an einer Mittelschule (Bayern) erprobt worden ist.

Das weiterführende Radfahrtraining für die Sekundarstufe I baut auf der Radfahrausbildung in der Grundschule auf und soll diese fortführen. Es soll die Kinder und Jugendlichen in die Lage versetzen, besonders die Anforderungen von komplexen Verkehrssituationen im realen Straßenverkehr mit dem Fahrrad besser zu bewältigen.

Das Radfahrtraining ist für die Durchführung als ganztägiges Angebot konzipiert. Es umfasst insgesamt zehn Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten.  Je Einheit werden allgemeine Übungen zur kognitiven Aktivierung und radspezifische Übungen auf einem Übungsplatz absolviert. Es liegen detaillierte Ablaufpläne, Durchführungshinweise und Umsetzungsvarianten vor. Es wird zudem vorgestellt, wie ein Radfahrtraining in den Schulalltag implementiert werden kann.

Die Ergebnisse sind in zwei UDV-Forschungsberichten dokumentiert: Der UDV-Forschungsbericht Nr. 67 dokumentiert die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die Erprobung und die empirische Vorstudie an der Mittelschule. Der UDV-Forschungsbericht Nr. 69 dokumentiert das Trainingskonzept selbst inklusive detaillierter Ablaufpläne, Durchführungshinweisen und Umsetzungsvarianten.


Unterrichtsmaterialien des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Gesetz der Straße"

"Das Gesetz der Straße" beinhaltet umfangreiches Unterrichtsmaterial mit Lehrfilmen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die kostenlosen Unterrichtsmaterialien helfen den Lehrkräften bei der Unterrichtsgestaltung (oder bei Projektwochen und Verkehrserziehungstagen). Ziel ist es, die Motivation von Schüler*innen (v.a. Jg. 9/10) für ein umsichtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu fördern. Die thematischen Einheiten sind sowohl fach- und schulformübergreifend als auch modular aufgebaut:  

  • Ablenkung im Straßenverkehr
  • Alkohol und Drogen
  • Radfahren
  • Risikoverhalten Jugendlicher im Straßenverkehr
  • Motorisierte Zweiräder (neu)
  • Begleitetes Fahren ab 17 (neu)

In den Begleitfilmen richtet sich der bekannte TV-Moderator Ralph Caspers in humorvoller Weise an die Kinder, Jugendlichen und jungen Fahrer*innen.

Das gesamte Material ist als kostenloses Download auf der Homepage von Das-Gesetz-der-Straße oder dem Portal Lehrer-Online.de zu finden.


Begleitetes Fahren ab 17

Das begleitete Fahren ab 17 soll der Überschätzung des eigenen Könnens und der Unterschätzung kritischer Situationen von jungen Führerscheinbesitzer*innen begegnen. Die Bundesrepublik Deutschland knüpft dabei die Phase des Begleitens an eine vollständig durchlaufene Fahrausbildung in einer Fahrschule und an die erfolgreiche Absolvierung einer Fahrerlaubnisprüfung an. Zum begleiteten Fahren ab 17 gibt es eine Internetseite der Deutschen Verkehrswacht. Dort erfahren Jugendliche alles über die Antragstellung, ihre Rechte, die Rolle ihrer Begleiter und finden Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Das Internetportal schule-begleitet-fahren.de bietet Ideen für Projekte und Unterrichtsanregungen. Neben Informationen zu Risiken und Gefahren informiert die Seite auch über die unterschiedlichen Führerscheintypen und die notwendigen Prüfungen.

  • Schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung in Deutschland – graue Theorie oder bunte Praxis? Ergebnisse einer Lehrplan- und Umsetzungsanalyse für die Sekundarstufe I
    Dietmar Sturzbecher, Julia Schmidt und Jan Genschow in Zeitschrift für Verkehrssicherheit 3.2017, S. 68-74   

Weblinks

www.berlin-sicher-mobil.de
"Berlin Sicher Mobil" ist die Informations- und Kommunikationsplattform zum Verkehrssicherheitsprogramm Berlin, unterstützt durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF). Sie enthält Informationen und Angebote rund um das Thema Verkehrssicherheit in Berlin sowie Termine zu Aktivitäten und interessanten Veranstaltungen.

www.netzwerk-verkehrssicherheit.de
Das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg unterstützt den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Verkehrssicherheitsarbeit im Land Brandenburg. Es gibt monatlich einen Newsletter heraus und veranstaltet regionale Konferenzen, Runde Tische und Workshops.

www.fortbildung-regional.de
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) veröffentlicht hier das Fortbildungsangebot für das pädagogische Personal in Berlin. Die Regionale Fortbildung ist in vier Verbünden organisiert und wird regional geplant und durchgeführt. Das Angebot wird fortlaufend aktualisiert. Die Fortbildungen werden am besten unter dem Suchbegriff "Verkehrserziehung" gefunden.

www.berlin.de/stadtentwicklungsplan-mobilitaet-und-verkehr
Ein wichtiger Teil der Verkehrssicherheitsarbeit sind Projekte und Programme zur Mobilitäts- und Verkehrserziehung. Sie werden auf der Seite der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) vorgestellt.

www.berlin.de/polizei/aufgaben/verkehrssicherheit
Hier sind die Präventionsangebote der Polizei als Partner bei der Verkehrssicherheitsarbeit aufgeführt. Man findet die Kontaktdaten der Verkehrssicherheitsberatenden der Polizei und die Adressen der Jugendverkehrsschulen.

www.landesverkehrswacht-berlin.de
Die Landesverkehrswacht Berlin gibt aktuelle Informationen zur Verkehrssicherheit und informiert über die Jugendverkehrsschulen und den Schülerlotsendienst.

www.zu-fuss-zur-schule-berlin.de
Der BUND Berlin gibt Hintergrundinformationen und stellt Aktionsideen und Unterrichtsvorschläge zum Projekt Zu Fuß zur Schule und zur Kita vor. Er möchte damit einen Beitrag zur dauerhaften Verankerung von Mobilitätserziehung in Berliner Schulen und Kitas leisten.

www.radfahreninderschule.de
Radfahren in der Grundschule ist ein Online-Portal, das sich an Lehrkräfte an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen richtet, aber auch darüber hinaus interessante Informationen bietet.

www.radschlag-info.de
Radschlag enthält Infos rund ums Rad für Kindergärten, Schulen, Familien und Vereine sowie über 500 Broschüren, Bücher, Links, Unterrichtsmaterialien und Spielideen rund ums Fahrrad. Sie bleibt informativ, obwohl sie inzwischen nicht mehr aktualisiert wird.

www.jumo-online.de
Der Verein Junge Menschen und Mobilität versteht sich als das Mitmach-Netzwerk. Praxisnahe Beispiele zu Fahrradfahren, Busschulen und Unterrichtsideen zur Mobilitätsbildung werden ebenso vorgestellt wie neue Mobilitätstrends.
 
www.verkehrssicherheitsprogramme.de
Verkehrssicherheitsprogramme, die bundesweit und zugänglich angeboten werden, sind auf dieser Internetplattform dargestellt. Hier finden sich auch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die jeweiligen Programme, Adressen von Anbietern, Downloads und Links zu weiteren interessanten Seiten.

www.dvr.de
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat stellt seine Programme, Aktionen und Kampagnen vor. Er veröffentlicht Gesetze, Verordnungen, den Bußgeldkatalog, Unfallstatistiken und Studien und stellt Publikationen zum Herunterladen und Bestellen bereit.

www.dguv-lug.de
Die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung widmet sich auch der Verkehrssicherheit. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen kooperieren eng mit weiteren Partnerinnen und Partnern.  Ihr Schulportal Lernen und Gesundheit enthält zum Stichwort "Verkehrserziehung" ausgearbeitete Unterrichteinheiten für die verschiedenen Schulstufen.

www.adac.de
Unter diesem Link finden Sie den Ratgeber "Fahrradsicherheit für Kinder" . Dieser informiert Sie u. a. über:

  • die allgemeinen Sicherheitsmerkmale für das Kinderfahrrad (mit einer Checkliste im PDF-Format)
  • die Größe des Kinderfahrrads
  • den Kinder-Fahrradhelm
  • das sichere Fahrradfahren im Straßenverkehr

Einzelne Themenbereiche

Nachhaltigkeit und Mobilität:

 

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