Zitat Juni/Juli 2012

Zitat Juni/Juli 2012

Zitat Juni/Juli 2012

„Es genügt nicht, mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Man muss sie auch in Bewegung setzen.“ Lothar Schmidt

An den Ausspruch des deutschen Juristen und Volkswirts Lothar Schmidt denke ich fast jeden Tag – und immer wieder bemerke ich, wie wahr er ist. Es sind zwei Aussagen, die für mich in diesem Zitat stecken:

Erstens bedeutet Bewegung Leben, auch, wenn es eine langsame oder eine Bewegung zurück ist. Hat man einmal gelernt, die eigenen Beine zu benutzen, wenn man merkt, wie gut es sich anfühlt, mit ihnen zu laufen, neue Welten und Wege zu entdecken, dann kann man auch andere zum Benutzen der eigenen Beine bewegen.

Ob allein oder mit anderen: manchmal muss man kurz stehen bleiben, um danach umso gestärkter die nächsten Schritte zu tun. Zuweilen verläuft man sich, aber so kann man Wege finden, die noch niemand gegangen ist. Hin und wieder muss man auch ein Stück zurück laufen, um die richtige Abzweigung zu finden. Immer aber gilt: man muss weiterlaufen und gegebenenfalls die geplante Route korrigieren.

Wenn wir über Rahmenbedingungen für Kulturelle Bildung im Land Brandenburg und deren strategische und nachhaltige Verbesserung sprechen, sprechen wir über Prozesse, die praxisbezogen und flexibel gedacht und umgesetzt werden müssen  - sowohl seitens der Servicestelle für die Akteure kulturvermittelnder Projekte, als welche sich die Plattform Kulturelle Bildung versteht, aber auch seitens der Akteure selbst.

Zweitens bleiben Strategien nur gute Grundsätze, wenn sie auf dem Papier bleiben. Ideen bleiben Utopien, wenn wir nicht beginnen, sie in die Tat umzusetzen. Und dafür bedarf es oft nur einer kleinen Bewegung – zunächst im Kopf und dann mit Kopf, Herz und Hand.

Bestimmt ist dabei aller Anfang schwer, denn es gilt, Reibungs- und Fliehkräfte zu überwinden. Hat man das jedoch einmal geschafft, ist es ganz leicht und macht sogar Spaß. Gerade im Bereich der Kulturellen Bildung reicht es nicht, Rahmenbedingungen theoretisch zu formulieren. Sie müssen auch umgesetzt werden – aktiv und mit Hilfe aller Beteiligten. Man muss es einfach tun. Die Energie, die in diese Prozesse fließen muss, kann nicht verloren gehen.

Ulrike Erdmann

Projektleiterin der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg

 

Zur Rubrik "Kulturelle Bildung" auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Redaktionell verantwortlich: Ralf Dietrich, LISUM