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Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten

Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten

Was sind Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten?

Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) werden aus pädagogischer Sicht als Verzögerung der Lese-Rechtschreib-Entwicklung ohne Bezug zur Intelligenz definiert. Diese Definition ist angelehnt an die Beschlüsse der KMK.

Der Begriff "Legasthenie" wird bewusst vermieden, denn der Störungs- bzw. Krankheitsbegriff ist nicht hilfreich, weil er suggeriert, dass nur durch eine besondere Behandlung außerhalb des schulischen Kontextes die Störung beseitigt werden kann.

Welche Ursachen haben Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten?

Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten sind nicht auf einen einzigen ursächlichen Faktor zurückzuführen. Sie entstehen in einem ungünstigen Bedingungsgefüge, bei dem verschiedene Faktoren sich gegenseitig beeinflussen können:

  • personale Faktoren des Kindes (z. B. Sprachauffälligkeiten)
  • Umweltfaktoren (z. B. Schriftnähe bzw. -ferne des Elternhauses)
  • schulische Bedingungen (z. B. fehlende Anknüpfung an die Lernausgangslage).

In der aktuellen Handreichung "Manchmal stehen die Wörter Kopf ..." (2021) werden orientiert an den Stufenmodellen des Lesen- und Schreibenlernens zu den Förderbereichen Lesen und (Recht-)Schreiben die entsprechenden Förderschwerpunkte sowie die jeweiligen Entwicklungsrückstände bzw. Probleme beim Erwerb aufgezeigt.

Für die anschlussfähige Gestaltung von Diagnose und Förderung werden ausgewählte Verfahren der Diagnose vorgestellt und zu den einzelnen Förderschwerpunkten Hinweise zur konkreten Förderplanung einschl. Förderideen vermittelt. Dabei stellt Passung das wichtigste Prinzip des Förderns dar. Die Handreichung schließen Hinweise zur Unterstützung in allen Fächern sowie zu den rechtlichen Grundlagen für die Arbeit an den Schulen in Berlin und Brandenburg ab.




Redaktionell verantwortlich: Mareike Meichsner