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Umgang mit Gedichten

Umgang mit Gedichten

Gedichte nach Bauplan

Gedichte sind in der Grundschule fester Bestandteil des Textangebotes sowie bedeutsamer Schreibanlass. Von A wie Adjektiv-Gedicht bis V wie Vorwärts-Rückwärts-Gedicht finden sich in dieser Sammlung Gedichte, die einem besonderen Bauplan folgen, die zum Lesen animieren und zum eigenen Schreiben anregen. Mithilfe dieser Gedichtformen können Schülerinnen und Schüler bereits frühzeitig erfolgreich eigene Texte verfassen. Durch den Umgang mit den verschiedensten literarischen Textmustern werden Wörter und Wendungen in eigene Formulierungsversuche übernommen. Lesend erschließen sich die Schülerinnen und Schüler Strukturen und wiederkehrende Merkmale der jeweiligen Gedichtform. Zunehmend entwickelt sich die Fähigkeit, Beobachtungen, Empfindungen und Gedanken in treffende Bilder und sprachliche Formulierungen umzusetzen und schreibend zum Ausdruck zu bringen.

Gedichte schreiben nach Bauplan. Anleitungen und Beispiele für die Grundschule, LISUM 2022 (pdf - 3,3 MB)

Liste der vorgestellten Gedichtformen

Ge(h)dichte – lyrische Spaziergänge

Der Zugang zu Jahreszeiten- und Naturgedichten gelingt besonders, wenn Kinder die Möglichkeit haben, diesen lyrischen Texten an ihrem Ort zur passenden Jahreszeit hörend, lesend, sprechend zu begegnen und die besondere Stimmung der kleinen Texte außerhalb des Klassenraums nachzuempfinden. Lyrische Spaziergänge

  • öffnen Herz und Verstand für die Stimmung des Gedichts und seine dichterische Sprachkunst.
  • sind fruchtbare Gelegenheiten für literarisches Lernen.
  • schaffen neue Zugänge zur Natur und ermöglichen, diese lyrisch zu erleben.
  • regen beim gemeinsamen Gehen zum Austausch über die Deutungen der Gedichte an.
  • stellen eine Möglichkeit dar, Formen des Draußenunterrichts zu etablieren.
  • lassen sich zu unterschiedlichen Zeiten durchführen: an einem Schulvormittag, bei einem Wandertag oder während einer Klassenfahrt.

Die am LISUM entwickelten Ge(h)dichte-Materialien begleiten Kinder dabei, diesen Zugang zu erleben. Beide Materialien wurden mit Blick auf den Deutschunterricht der Jahrgangsstufen 2–4 (Niveaustufen B/C des Rahmenlehrplans 1–10) entwickelt.
Die Schüler-Materialien Frühlings-Ge(h)dichte und Herbst-Ge(h)dichte regen an, auf einem Spaziergang mit der Lerngruppe den Jahreszeiten in Natur und Lyrik zu begegnen. Dazu finden sich im Ge(h)dichte-Heftchen geeignete Texte, die auf einem ca. einstündigen Spaziergang in der frühlingshaften bzw. herbstlichen Natur und Stimmung am passenden Ort und zur passenden Zeit gehört, gelesen oder gesprochen werden.
Gleichzeitig werden die Kinder aufgefordert, mit wachen Sinnen durch die Natur zu gehen und z. B. Gerüche, Klänge, Bilder und Fundstücke zu sammeln sowie Andenkenwörter an den lyrischen Spaziergang zu notieren. Diese Sammlungen bilden die Grundlage für produktive Aufgaben im Ge(h)dichte-Heftchen, die die Kinder u. a. anregen,

  • Teile der Gedichte mit eigenen Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen zu ersetzen.
  • selbst Gedichte nach einfachen und ihnen bekannten Bauplänen zu verfassen (z. B. Elfchen, Rondell).
  • gestalterisch tätig zu werden (z. B. zu malen, zu frottieren, zu sammeln).

 

Das Material Frühlings-Ge(h)dichte ist so konzipiert, dass der Ge(h)dichte-Spaziergang auch gemeinsam mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden kann. Die Familien kommen an einem Treffpunkt zusammen. Dann macht jede Familie ihren individuellen Ge(h)dichte-Spaziergang. Nach ca. einer Stunde treffen sich alle an einer verabredeten Stelle zum Austauschen von Erfahrungen, zum Präsentieren von Fundstücken oder entstandenen Gedichten. Bei diesem Material ist die Arbeit mit digitalen Medien einbezogen (z. B. Fotografieren, Aufnehmen von Geräuschen, Scannen von QR-Codes).

Redaktionell verantwortlich: Erna Hattendorf