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Förderansatz Akzeleration

Förderansatz Akzeleration

Begabtenförderung durch Akzeleration

Akzelerationsmaßnahmen haben sich als Förderansatz für besonders begabte und hochbegabte Schülerinnen und Schüler bewährt. Sie zielen auf ein schnelleres Durchlaufen der Schullaufbahn ab und werden auch Maßnahmen zum beschleunigten Lernen genannt. Akzeleration ist nach den Ergebnissen der Hattie-Studie eine besonders wirksame Form der Begabtenförderung.
Diese Maßnahmen eignen sich vor allem für Schülerinnen und Schüler, die anderen Kindern desselben Alters intellektuell voraus sind.

Vor dem Einsatz dieser Fördermöglichkeiten muss jedoch eine genaue Begutachtung der Entwicklungsphase der Schülerin/des Schülers erfolgen. Darüber hinaus sollte die Begleitung des Prozesses durch Eltern, Lehrkräfte und ggf. im Rahmen von in Schule wirkenden Unterstützern wie Schulpsycholog:innen oder Beraterinnen oder Beratern für Begabtenförderung gesichert sein.

In vielen Fällen gelingt Begabtenförderung durch eine geeignete Kombination aus Maßnahmen der Akzeleration und des Enrichment.

Typische Maßnahmen der Akzeleration

Mit den folgenden Maßnahmen können die Lernbedürfnisse begabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler besonders berücksichtigt werden.

Vorzeitige Einschulung

Eine vorzeitige Einschulung kann für Kinder sinnvoll sein, die im Rahmen der Vorschulangebote nicht mehr ausreichend gefördert werden können und sich somit im Kindergarten nicht mehr wohlfühlen bzw. langweilen. Wichtige Faktoren bei der Entscheidung für die vorgezogene Einschulung sind neben den kognitiven, sprachlichen und motorischen Fähigkeiten des Kindes auch das Sozialverhalten, die Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit.

Die vorzeitige Einschulung wird im § 37 Abs. 4 des Brandenburger Schulgesetzes  geregelt.


Flexible Schuleingangsphase (FLEX)

Um der Heterogenität der Lerngruppen gerecht werden zu können, haben Schulanfängerinnen und Schulanfänger die Möglichkeit, den Anfangsunterricht in den Klassen 1 und 2 unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernbedürfnisse mit flexibler Verweildauer zu durchlaufen. In altersgemischten Lerngruppen werden Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet, wobei jedes Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend gefördert wird.

Auf dem Grundschulportal des Bildungsservers Berlin-Brandenburg erhalten Sie weitere Informationen zur Optimierung des Schulanfangs durch eine flexible Schuleingangsphase.


Überspringen einer oder mehrerer Jahrgangsstufen

Das Überspringen von Jahrgangsstufen ist unter bestimmten Voraussetzungen in allen Bundesländern erlaubt. Gute und sehr gute Leistungen, die die Schülerinnen und Schüler ohne große Anstrengungen erzielen, können ein Indikator für eine Unterforderung sein. Diese wiederum könnte zu einem dauerhaften Verlust der Lernmotivation führen.
Durch das Überspringen einer Jahrgangsstufe können leistungsstarke Schülerinnen und Schüler möglicherweise wieder mehr Freude am Lernen erfahren, sofern diese Maßnahme gut vorbereitet und begleitet wird.

Das Überspringen einer Jahrgangsstufe ist im Land Brandenburg in den folgenden gesetzlichen Grundlagen verankert:


Das Drehtürmodell: Überspringen einer oder mehrerer Klassenstufen in einem Fach

Auch durch Binnendifferenzierung kann im Rahmen des Regelunterrichts akzeleriert gelernt werden. Schülerinnen und Schüler können Aufgaben auslassen, die sie beherrschen (Compacting) und in der gewonnenen Zeit die Aufgaben bearbeiten, die dem nächsten Lernniveau oder einer höheren Klassenstufe entsprechen.
Darüber hinaus besteht für diese Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die angestammte Lerngruppe zu verlassen, um am Unterricht einer höheren Jahrgangsstufe teilzunehmen.


Juniorstudium

Das Juniorstudium ist ein Förderprogramm für begabte und besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, die bereits vor dem regulären Schulabschluss Einblicke in den universitären Hochschulalltag erhalten wollen.


Redaktionell verantwortlich: Maren Wesnigk