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Medienkompetenz verbindet 2021

Medienkompetenz verbindet 2021

Medienbildung mit Distanz.


Die Online-Fachtagung für Medienbildung in Jugendarbeit und Schule warf einen Blick auf die vergangenen Monate , die von Abständen zueinander geprägt waren. Wie war eine Vermittlung von Medienkompetenz auch unter diesen Bedingungen im Unterricht und in außerschulischen Kontexten möglich? Ziel der Veranstaltung war ein Austausch darüber, welche Ideen und Konzepte sich hierbei bewährt haben und was bleibt, wenn die Abstände gehen.

In lehrreichen Vorträgen und spannenden Diskussionen wurden praktische Erfahrungen, bewährte Ansätze und innovative Ideen im Bereich der schulischen und außerschulischen Medienbildung vorgestellt.


Herzlich Willkommen

Begrüßung  & Organisatorisches

durch die Moderatoren
Martin Nestler & Christian Richter
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Eröffnungsvortrag

Jugend in Brandenburg 2020
Auswirkungen der Corona-Pandemie

Prof. Dr. habil. Dietmar Sturzbecher
Universität Potsdam

In welcher Weise wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Lebenszufriedenheit und Werte von Jugendlichen im Land Brandenburg sowie auf ihre Zukunftserwartungen aus? Wie wurde der Distanzunterricht angenommen? Welche konkreten Unterstützungsbedarfe bestehen? Diese Fragen waren Anlass, Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 18 Jahren im Rahmen der Sonderstudie „Jugend in Brandenburg 2020 - Auswirkungen der Corona-Pandemie“ des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. an der Universität Potsdam (IFK) zu ihrer aktuellen Lebenssituation zu befragen. Die Befragung fand zwischen dem ersten und zweiten Lockdown statt. 17.156 Jugendliche haben daran teilgenommen. Die Studienergebnisse zeigen unter anderem wie wichtig es ist, die getroffenen politischen und organisatorischen Entscheidungen gut zu begründen und zu vermitteln.

Der Vortrag stellt ausgewählte Ergebnisse der repräsentativen Sonderstudie vor.

Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. habil. Dietmar Sturzbecher
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:

Lightning Talks I

#Bildungsdrama? #Schultransformation!

Annemieke Akkermans
Nelson-Mandela-Schule, Berlin

Wo stehen wir nach 15 Monaten des Distanzunterrichtes? Reden wir nicht über den digitalen Sumpf, abstürzende Server oder rumfliegende Daten, sondern darüber, was tatsächlich gut funktioniert hat.

Für manche Schüler:innen bedeutete das selbstgesteuerte Lernen im Distanzunterricht eine Offenbarung; sie blühten regelrecht auf. Diese Dynamiken konnte nicht nur Annemieke Akkermans an ihrer Schule beobachten. In einer in sozialen Netzwerken durchgeführten Umfrage unter mehr als 2000 Lehrkräften, betonte eine sehr große Mehrheit, dass es immer wieder Schüler:innen gab, die online erfolgreicher waren als im Klassenzimmer. 

Auch wenn sie das soziale Miteinander vermissten, genossen viele Schüler:innen den neuen Handlungsspielraum. Sie schätzten es, später aufstehen zu müssen, selbst entscheiden zu können, welchen Aufgaben sie sich zu welchem Zeitpunkt widmen wollten, und in Ruhe oder gerade eben mit einem Klassenkameraden ‚in Distanz‘ lernen zu können. Es gab neue Lernwege, alternative Bewertungsstrategien und eine klarere Struktur und Transparenz dank der Lernplattformen.
Manche Schüler:innen waren erfolgreicher als andere. Woran lag das? Welche Kompetenzen sind Voraussetzung für das ‚neue Lernen‘? Was ist das neue Lernen und wie können wir es im Klassenraum umsetzen? Dieser Vortrag ist ein Plädoyer dafür, dass wir nach der Pandemie nicht zu einem Schulalltag wie vor der Corona-Zeit zurückkehren.


Medienpädagogische Qualifizierung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften

Michail Siebenmorgen
Medienkompetenzzentrum Steglitz-Zehlendorf & LAG Medienarbeit e.V.

In einem kurzen Input werden Themenschwerpunkte, Erfahrungen und Erkenntnissen aus der medienpädagogischen Fortbildung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften vorgestellt.

Mitschnitt des Vortrags von Michail Siebenmorgen
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:

Lightning Talks II

Kiezwerkstatt Kinderrechte

Dr. Ingrid Stapf & Reinhilde Godulla
Medienkompetenzzentrum Tempelhof-Schöneberg

Kinderrechte sind in Deutschland verbrieft. Die UN-Kinderrechtskonvention feierte im letzten Jahr 30-jährigen Geburtstag, Kinderrechte sollen ins Grundgesetz aufgenommen werden und die Tatsache, dass Kindheit heute „mediatisierte Kindheit“ oder gar „digitale Kindheit“ ist, rückt die Wichtigkeit digitaler Kompetenzen, aber auch des Wissens über die eigenen Rechte und den Blick auf Kinder als handelnde Subjekte neu in den Mittelpunkt. Dabei wird in der Wissenschaft neben Top-Down vor allem von Bottom-up-Ansätzen gesprochen: dass Kinder ihre Rechte nämlich in ihrem konkreten Umfeld erleben, erfahren und erproben können sollen, damit sie konkrete Relevanz haben und Kinder sie auch selbst ausgestalten lernen.

Hierzu scheint neben dem Elternhaus und den Bildungsorten Schule und Kindergarten gerade auch die außerschulische Medienarbeit ein guter Ansatzpunkt. In der Nachbarschaft können Kinderrechte nicht nur für Kinder, sondern mit Kindern selbst thematisiert und aus ihrer Perspektive und mir ihrer Expertise gestärkt werden. In der Kiezwerkstatt Kinderrechte können sich Kinder, aber auch interessierte Erwachsene zu Kinderrechten mit Blick auf das Digitale weiterbilden, informieren und wichtige Fähigkeiten lernen. Und zwar im Rahmen einer Werkstatt, in der es verschiedene Werkzeugkoffer, Formate und Angebote gibt. Werkstatt deswegen, weil Kinderrechte – vor allem in digitalen Kontexten – nie in Stein gemeißelt sind, sondern es immer auch um Prozesse geht: Prozesse, wie sie ermöglicht,  wie sie umgesetzt oder wie sie auch eingefordert werden.Der Beitrag stellt das Format und Erfahrungen aus den vergangenen Monaten vor.

Der Beitrag stellt das Format und Erfahrungen aus den vergangenen Monaten vor.


"FEZ aus der Kiste" - Turbodigitalisierung Chancen und Risiken

Thomas Liljeberg-Markuse
Geschäftsführer FEZ Berlin

Wie viele Einrichtungen im Jugend- und Kulturbereich hat das FEZ-Berlin einen Prozess der Digitalisierung angestoßen, der in den vergangenen Monaten einen starken Boost bekommen hat. Dabei sind viele neue Formate entstanden, haben die Teams des FEZ-Berlin starke Impulse erhalten. In seinem Beitrag berichtet Thomas Liljeberg-Markuse von diesem Digitalisierungsprozess und diskutiert die Vorzüge und Probleme, die aufgetreten sind.

Mitschnitt des Vortrags von Thomas Liljeberg-Markuse
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:

Markt der Möglichkeiten

Auf dem Markt der Möglichkeiten stellen regionale Initiativen ihre aktuellen Projekte vor und bieten sich für Kooperationen an.

Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg

Die AKJS (Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg) ist eine landesweit tätige Fachstelle zur Förderung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.


Bildungscampus der Universität Potsdam

Die Schwerpunkte der Arbeit des Bildungscampus sind die Konzeption einer Universitätsschule sowie die Digital Labs.


BITS 21 im fjs e.V. & "Fokus Medienbildung"

Das BITS21 im fjs e.V. realisiert Qualifizierungsprojekte zur Stärkung der Medien- und medienpädagogischen Kompetenz von pädagogischen Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule.


Jugendnetz Berlin & Medienkompetenzzentren Berlin

Ziel des Landesprogramms jugendnetz-berlin ist die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen für einen selbstbestimmten, kreativen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien.


Landesfachverband Medienbildung Brandenburg

Der Landesfachverband Medienbildung Brandenburg (lmb) ist Ansprechpartner für Fachkräfte der Jugendarbeit zu (fast) allen Fragen der Vermittlung von Medienkompetenz.


Medienscouts ausbilden - Neue Fortbildungsreihe für Lehrkräfte in Berlin und Brandenburg

Hinter dem Begriff "Medienscouts" steht die Idee, dass Schüler*innen ihre Mitschüler*innen in Fragen der Medienkompetenz beraten und unterstützen. Um diese Idee in Berlin und Brandenburg stärker zu verbreiten, bietet das LISUM ab dem Schuljahr 2021/2022 eine neue spezielle Fortbildungsreihe an.

Talk

Überall Bildungs(un)gerechtigkeit?

Elisa Lierhaus | Sportpsychologin & Beraterin
Dr. Lea Schulz | Diklusionsexpertin & Studienleiterin
Chris Höppner | Bildungsreferent & systemischer Berater

Ein paar Monate Pandemie und plötzlich kommt es zur Benachteiligung und Bildungsungerechtigkeit? – Was sich auf einmal sehr deutlich zeigt, war vorher auch schon da, wird aber nun wie durch ein Brennglas verschärft sichtbar. Der Talk bietet praxisnahe Perspektiven und Impulse zur Auseinandersetzung mit keinem (!) neuen Problem und möglichen Perspektiven auf dieses.

Mitschnitt des Talks mit Elisa Lierhaus, Lea Schulz & Chris Höppner
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:

Lightning Talks III

Herausforderung inklusiver Medienarbeit/-bildung in Zeiten von Distanz

Susanne Böhmig & Frederik Rößler
Medienkompetenzzentrum Mitte, Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH

Gerade inklusive Arbeit ist darauf angewiesen, individuelle und personengenaue Angebote zu machen, die oft im Trial-and-Error-Verfahren entstehen. Wie soll oder kann noch inklusiv gearbeitet werden, wenn alles ohne direkten Kontakt stattfindet und die Technikausstattung nicht vorhanden oder schlecht ist? In diesem Talk sollen Beispiele und Erfahrungen der inklusiven Medienarbeit des letzten Jahres geteilt sowie Tipps und Empfehlungen für die Umsetzung eigener inklusiver Angebote gegeben werden. Er richtet sich vorrangig an Pädagog:innen, die inklusive Angebote in Distanz machen wollen oder müssen.


Plötzlich Online - Schulsozialarbeit digital gestalten

Johannes Späth
Schulsozialarbeiter an der Schule am Königstor (stützrad gGmbH Träger der Schulsozialarbeit)

Wie kann Schulsozialarbeit in Zeiten von Homeschooling und Distanz funktionieren. In diesem Beitrag geht es darum existierende Angebote / Erfahrungen zu teilen und Erfolge aber auch Herausforderungen anzusprechen. Es werden durchgeführte Projekt gezeigt und beleuchtet, wie Schulsozialarbeit auch mit Distanz einen Unterschied machen kann.

Mitschnitt des Vortrags von Johannes Späth
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:


Bericht aus den Digitalen Jugendclubs in Brandenburg

Sebastian Henning
Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V.

Im Rahmen des jumblr-Programms des Landesfachverbands Medienbildung Brandenburg (lmb) hat das "Kulti" in Biesenthal während des ersten Corona-Lockdowns einen Online-Spielserver installiert, um mit Kindern und Jugendlichen auch während geltender Kontaktbeschränkungen interaktiv in Verbindung zu bleiben. Mit der Software Minetest, einer Open Source-Variante des Spieles Minecraft, wurde das Jugendzentrum virtuell nachgebaut und bot vielfältige Möglichkeiten des kreativen und sozialen Austausches. Im Talk werden die Konzeptentwicklung und -umsetzung sowie Erfahrungen und mögliche interaktive Spielvarianten beschrieben und den Teilnehmenden hilfreiche Tipps und Projekt-ideen zur Übertragung des medienpädagogischen Konzeptes auf die eigene Einrichtung gegeben.

Mitschnitt des Vortrags von Sebastian Henning
© LISUM 2021


Weiterführende Materialien:

Diskussionsrunde

How To Datenschutz?

Es geht! Man kann digitale Tools lebendig und vielfältig nutzen und dabei trotzdem die Anforderungen an den Datenschutz erfüllen. Dies wollen drei erfahrene Praktiker:innen belegen. Sie stellen ihre verschiedenen Ansätze und datenschutzkonformen Lösungen vor und diskutieren sie gemeinsam. Der Ansatz der Runde ist es nicht, auf den Datenschutz zu schimpfen oder sich darüber zu beklagen, dass er nur im Weg stehen würde. Vielmehr lautet das Motto ausdrücklich: "Wir machen Mut!"

Die Mutmacher*innen sind:

  • Julian Affeldt | Lehrer der Otfried-Preussler-Schule Großbeeren
  • Ralf Anske | Cyber4Edu
  • Michail Siebenmorgen | Zertifizierter Datenschutzbeauftragter für Soziale Einrichtungen

Die Veranstaltung „Medienkompetenz verbindet“ ist eine Kooperation zwischen dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, dem Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, dem Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V., dem BITS21 im fjs e.V., der WeTeK Berlin gGmbH, dem Landesprogramm jugendnetz-berlin sowie dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB).